Medizien für das Herz
21 Sep 2011 Hinterlasse einen Kommentar
in Allgemein Schlagworte: das Herz, glaube, heilung, hoffnung, Koran, Quran, rettung, traurigkeit, vergebung
Bismillahi Ar-Rahman Ar-Rahim, im Namen Allahs des Allerbarmers, des Barmherzigen
Es ist so traurig, meine lieben Geschwister. So traurig.
Wisst ihr, worüber ich spreche? Es ist der Staub. Der Staub auf unserem Koran. Ein jeder, welcher sich als Muslim bezeichnet, der hat in der Regel ein Exemplar bei sich zu Hause. Doch auf vielen befindet sich Staub. Verräterischer, dreckiger Staub. Was bedeutet es, wenn sich Staub auf unserem Koran befindet? Richtig. Wir nehmen ihn nicht oft genug zur Hand. Etwas, was man nicht berührt, auf dem setzt sich der Staub an. Traurig und schade, denn wir schaden uns selbst ungeheuerlich damit. Denn wenn wir den Koran nicht berühren, so berühren wir auch nicht mehr unser Herz. Wie kann das sein, liebe Geschwister? Ich werde es erklären, inscha-Allah (so Allah will). Doch zuvor lesen wir die Worte des Propheten: Allahs Gesandter hat gesagt: “Diese Herzen werden rosten, so wie Eisen rostet, wenn Wasser damit in Berührung kommt.” Jemand fragte: “Allahs Gesandter, was kann sie (wieder) reinigen?” Er antwortete: “Häufige Erinnerung an den Tod und häufiges Lesen des Koran.” Ausspruch des Propheten (Hadith) Bestimmte Herzen werden also rosten. Und nur der Koran kann es wieder reinigen. Aber dies impliziert ja auch, dass das nichtlesen des Korans, dazu führen kann, dass das Herz rostet. Dies ist natürlich nicht der einzige Grund, warum das Herz rostet, aber einer davon. Doch wie kann ein “Organ” rosten? Auf dieselbe Art, wie auch ein Herz Liebe und Hass, Freude und Trauer empfinden kann. Das Herz als Sinnesorgan. So könnte man es umschreiben. Der Teil unseres Herzens, welches Gefühle wahrnimmt, dieser Teil kann rosten, und zwar im übertragenem Sinne. Und wir lassen es eigenhändig zu. Obwohl man doch meinen könnte, dass das Herz es wert ist, Schutz zu erfahren. Wir schützen in allen anderen Fällen, alles was uns wichtig ist vor Dreck und Rost. Und wir reinigen auch alles was uns wichtig ist. Sogar unsere Schuhe putzen wir. Seht, wer ein Auto fährt, der schützt es. Wie reagiert derjenige, wenn sich dort Rost ansetzt? Er wird in einem komplizierten Verfahren entfernt, damit er sich nicht ausbreitet und noch mehr kaputt macht. Das Herz jedoch wird vernachlässigt. Alle Arten von Schmutz setzt sich dort ab, und ja, es rostet sogar. Und keinen stört es. Oft wird erst etwas bemerkt, wenn es schon fast zu spät ist, weil der Schmerz des rostenden Herzen zu groß wird. Doch wehe dir, du lässt es sterben! Das Herz meldet sich bei der kleinsten Unstimmigkeit, doch wie man oft das im Hintergrund laufende Radio oder einen bellenden Hund ignoriert, so ignorieren wir die Hilferufe des Herzens. Erinnern wir uns lieber noch einmal an den oben stehenden Ausspruch des Propheten. Denn dies kann uns wirklich helfen. Doch bevor wir uns daran begeben, das Herz zu reinigen, müssen wir verstehen, was es verunreinigt, damit wir beim nächsten Mal besser aufpassen und auf der Hut sind. Der Übeltäter Nr. 1 ist natürlich die Sünde. Die Sünde belastet und verunreinigt das Herz. Jede Sünde setzt sich wie als schwarzer Fleck auf dem Herzen ab. Und ich rede nicht nur von den offensichtlichen oder schwerwiegenden Sünden, wie Unzucht, Diebstahl, Glücksspiel, Alkoholkonsum und weiteres. Sondern ich rede auch von den Wutausbrüchen, Gewalt oder schlechte Worte über und zu anderen Menschen. Die Zunge spricht unbedachte Worte, und das Herz trägt die Konsequenzen. Doch verzweifele nicht liebe Schwester und lieber Bruder. Denn was verschmutzt ist, lässt sich durch Allahs Gnade auch wieder reinigen. Alhamdulillah (Gelobt sei Allah). Solange du aufrichtig bereust. Doch weiter nun zum Thema. Das unterlassen des Gebetes ist ebenfalls sehr schädlich für das Herz und die Seele im Ganzen. Allah legte uns nicht das Gebet als Pflicht auf, weil ER unsere Gebete nötig hätte, sondern weil es gut für uns ist. Denn die Annäherung an Allah beruhigt das Herz. Wer nicht betet, entfernt sich von Allah und legt keinen Wert auf Seine Nähe. Das Herz aber, ist auf Allahs Nähe angewiesen, um sich wohl zu fühlen. So wie die Blume das Licht begehrt um zu leben. So begehrt das Herz das Gebet. Es leidet, wenn es dies nicht bekommt. Eine Blume ohne Licht wird sterben. Alles was im weltlichen Sinne und aus religiöser Sicht schlecht ist, verunreinigt und schwächt das Herz. Irgendwann wird man unempfindlicher gegenüber dem Schlechten und begeht es Routinemäßig, man spürt nicht einmal mehr die Sünde. Und alles was einen von der Liebe Allahs trennt, ist schlecht für das Herz, und lässt es langsam sterben. Doch Allah gibt einem Reuigen Menschen auch immer Auswege, denn erst der Tod ist das Ende. So kann man immer und zu jeder Zeit umkehren und sich bessern. Die ersten Schritte wären das horchen auf das Herz. Fühle es und gib ihm was es braucht. Wie die oben erwähnten Dinge dem Herzen schaden, so sind die Gegenteile davon entsprechend gut für das Herz. Beginne, lieber Bruder, liebe Schwester, dein Herz zu reinigen. Mache mal einen Hausputz, und wirf den unnötigen Kram fort. Schnapp dir deine Putzutensilien und fange an, sauber zu machen. Und das ist gar nicht schwer. Der Teufel lässt es einem nur als schwer erscheinen. Doch wie und wo fängt man denn bloß an? Zunächst einmal brauchst du Wasser. Richtig gelesen. Ich sagte Wasser. Du must bereuen, und die Tränen deiner Reue sind dein Wasser. Wenn dir klar ist, dass du etwas falsch gemacht hast, und du möchtest es ändern, so werden die Tränen fließen und dich erleichtern. Wer bereut, hat den Weg zu Allah bereits beschritten, und dem Teufel einen Schlag versetzt. Diese Tränen der Reue, sind bereits ein Teil der Reinigung. Dann zeige Allah, dass du an Ihn denkst und mit Seine Nähe begehrst. Unterhalte dich mit Ihm. Sage Ihm alles, was du auf dem Herzen hast. Denn Ihm alleine dienen wir, und Ihn alleine bitten wir um Hilfe, wie es in Sura Al-Fatiha steht. Das Gebet ist das Mittel der Unterhaltung. Somit entsteht die Bindung, die du aufrecht erhalten solltest, auch wenn du persönlich mal nichts zu sagen hast. Rufe Ihn trotzdem an. Dies wird deinen Rost entfernen. Denn der Prophet Mohammed sagte einmal, dass ein betender Mensch so ist wie jemand, welcher fünf mal täglich im Fluss badet. Da bleibt doch kein Schmutz übrig, oder? Gedenke Allahs auch außerhalb des Gebetes (Dhikr). Dies ist so, als würdest du deinem Partner Rosen schenken. Derjenige wird sich freuen, und es nicht mehr vergessen. Dies ist gut für dich. So auch bei Allah. Dhikr reinigt dein Herz restlos. Mehr noch, es erfüllt dich mit Licht. Ebenso die guten Taten. Jede gute Tat, entfernt einen deiner Schandflecken vom Herzen. Gute Taten erfüllen dein Herz mit Glück, sie reinigen dich, du bekommst am jüngsten Tag einen Lohn, und das gesellschaftliche Leben bessert sich, wenn man gut zueinander ist. Und merke dir, das selbst ein Lächeln eine gute Tat ist. Und nun zurück zum Koran, welcher den Staub nicht mag. Das Herz möchte immer Ruhe und inneren Frieden verspüren. Jeder möchte dies. Und doch ist es so, das selbst ein Muslim, der glaubt, von Unruhe und Angst befallen werden kann. Auch dann, wenn er nicht gesündigt hat, oder sonst ein Bösewicht ist. Selbst Depressionen sind da möglich, auch wenn es Leute gibt, die sagen ein Muslim kann so etwas nicht bekommen. Der Mensch wurde schwach erschaffen, und einen jeden kann es mal treffen, dass es einem einfach zu viel wird. Oder man ist so entsetzt über die Schlechtigkeiten der Menschen, dass man resigniert. Oder aber frühere Sünden kommen hoch, und man bekommt Angst, obwohl Allah doch der Allerbarmer ist und Er im Koran Sura Al Baqara (die Kuh) Aya 38 sagt:….Und wenn dann zu euch Meine Rechtleitung kommt, brauchen diejenigen, die Meiner Rechtleitung folgen, weder Angst zu haben, noch werden sie traurig sein. (38) Ihr werdet es nicht glauben wie oft Allah im Koran sagt, dass wir uns nicht fürchten sollen, wenn wir nur an Ihn glauben. Dennoch, wir Menschen sind oft unbelehrbar, und haben trotzdem Angst oder sind beunruhigt. Tut das nicht liebe Geschwister. Vertraut auf Allah, der jedem einen Ausweg gibt, der danach fragt. Und es gibt Hilfe gegen Unruhe oder auch zum Schutz gegen Unruhe. So finden wir im Koran folgendes: “Es sind jene, die glauben und deren Herzen Trost finden im Gedenken an Allah. Wahrlich, im Gedenken Allahs werden die Herzen ruhig. (28) Quran: Sura Ar-Rad (Der Donner) Aya 28 Dies sollte genügen um uns zu trösten. Allah sagt also, das Gedenken an Allah wird uns beruhigen. Das bedeutet häufiges Dhikr und das Gedenken Allahs schließt das Lesen des Korans mit ein. Wenn du den Staub von deinem Koran entfernst, so reinigst du auch dein Innerstes. Und wer bereits auf dem richtigen Weg ist, der baut sich durch das häufige Lesen des Korans einen Schutzschild gegen das Schlechte und die Unruhe auf. Wustest du, das der größte Teil der Muslime, Nichtaraber sind? Sie sind oft nicht in der Lage den Koran auf Arabisch zu lesen, obwohl dies wünschenswert wäre. Lies ihn in deiner Muttersprache, um die Botschaft daraus zu erfassen. Und lasse dir daraus vorlesen (z.B. CD) um den Segen zu bekommen. Denn auch das Hören des Korans ist gut. Jedoch nützt es nichts, ihn dir in Minischrift um den Hals zu hängen. Das bringt gar nichts, und ist absoluter Blödsinn. Wer krank ist, benötigt Medizin. Es wird dir nichts nützen, wenn du das Rezept des Arztes um den Hals hängst. Gehe zur Apotheke und hole dir mit dem Rezept die Medizin, die du zu schlucken hast. Genauso ist es mit dem Koran. Er ist Medizin. Aber er muss in den Körper um zum Herzen zu gelangen. Entweder durch das Ohr, oder durch die Zunge des Lesens. Also höre und lese und staune, was passiert.
Allahs Gesandter hat gesagt: “Ihr Leute des Koran! Benutzt den Koran nicht als Kopfkissen, sondern tragt ihn bei Tag und bei Nacht auf angemessene Weise vor, verbreitet ihn, rühmt ihn und denkt über das nach, was in ihm steht, vielleicht werdet ihr erfolgreich sein. Und sucht nicht voreilig Lohn durch ihn zu erlangen! Denn in ihm (liegt großer) Lohn!” (Ubaida al-Maliki; Mischkat)
Willig oder Widerwillig
15 Sep 2011 Hinterlasse einen Kommentar
in Auf ein Wort
BISMILLAH
Verlangen sie etwa eine andere als Allahs Religion? Ihm ergibt sich, was in den Himmeln und auf der Erde ist, gehorsam oder wider Willen, und zu Ihm kehren sie zurück. (83) Quran; Sura Al-i-Imran; Aya 83
Die Worte des Qurans (Koran) entsprechen stets der Wahrheit, und der obige Vers (Aya) ist eines seiner Wahrheiten. Ich bin kein Gelehrter oder dergleichen und dementsprechend weiß ich auch nicht, wie dieser Vers wahrheitsgemäß und eindeutig zu verstehen ist, aber er brachte mir mal wieder eine interessante Tatsache vor Augen.
In der Tat ergibt sich alles was auf der Erde und in den Himmeln existiert Allahs Willen. Alles beugt sich den Gesetzten Allahs, ob nun freiwillig oder widerwillig. Der eine oder andere mag jetzt sagen wollen, dass er sich niemals Allahs Willen geschweige denn Seinen Gesetzten beugen werde. Das stimmt natürlich, denn ich rede nicht vom Glaube. Es gibt auf der Welt sehr viele Glaubensrichtungen, bis hin zur kompletten Glaubensverweigerung. Dies liegt daran, dass Allah den Menschen und auch den Dschinn (Geisterwesen, eine für den Menschen unsichtbare Schöpfung Allahs) den freien Willen mit auf den Weg gab. Daher kann jeder für sich selbst entscheiden, ob er an einen Schöpfer glaubt oder nicht. Und man kann sich entscheiden, welchem Weg man folgt. Doch bedenke, dass nur einer zum Ziel führen wird. Denn Allah hat zu allen Zeiten Seine Propheten und Gesandten gesandt, um den Menschen bei der Suche behilflich zu sein. Demnach hat Allah uns nicht alleine gelassen und ER wird es auch nie. In Sura 3 (Al-i-Imran) Aya 85 steht geschrieben: “Und wer eine andere Religion als den Islam begehrt: nimmer soll sie von ihm angenommen werden, und im Jenseits wird er unter den Verlierern sein.” Islam, was Hingabe an Allah bedeutet, ist die tatsächliche Ergebung zu Allah, und zwar willig mit der Seele und dem Körper. Jedoch bedenke, lieber Leser, Allah hat schon gesagt, dass sich ein jeder Seinem Willen ergeben wird. Denn wir alle werden zu Allah zurückkehren, willig oder widerwillig, denn wir werden sterben. Wir alle werden vor Allah stehen, willig oder widerwillig, um Rechenschaft abzulegen. Alle die nun das Jüngste Gericht leugnen, werden doch zu ihrem Termin bei selbigem erscheinen. Ohne das man irgendeine Wahl hätte. Und es ist ja nicht so, dass Allah uns nicht gewarnt hätte, oder? Ein jeder wird seinen Platz zugewiesen bekommen. Die Leute des Höllenfeuers werden widerwillen darin einkehren. Ohne sich wehren zu können, denn wir sind Allah ergebene und unterliegen Ihm alleine. Doch zuvor, auf der Erde, hätte jeder Höllenbewohner dafür sorgen können, dass Allah ihn verschonen wird, indem er sich willig Allah ergibt. Doch der Bewohner der Hölle wollte nicht. Er war im Diesseits widerwillig, und er wird im Jenseits widerwillig sein und dennoch am Ende Allahs Willen unterliegen. Und die Leute des Paradiesgartens? Sie werden willig in den Paradiesgarten eingehen. Sie waren zu Lebzeiten willig Allah ergeben, und werden am Ende belohnt. So Allah will.
Und dennoch ist es so, dass wir Allah, unabhängig vom Glaube, ergeben sind, wenn nicht der Geist, dann doch der Körper. Denn selbst wenn du der begeistertste Verfechter des Atheismus bist, so kannst du dennoch nicht steuern, was in dir ist. Du kannst nicht vorhersehen, was geschehen wird, und du konntest nicht einmal entscheiden, wann du geboren wirst. Du unterliegst vollkommen, dem Willen Allahs. Gehorsam oder Widerwillig, aber du kannst es nicht ändern, dass du von Ihm abhängig bist. Steuere dein Herz, wenn du kannst. Sag ihm, dass es aufhören soll zu schlagen. Und zwar mit deiner Willenskraft. Sag deinem Blut, dass es aufhören soll zu fließen, und sage deinem Gehirn, dass es aufhören soll zu denken und zu steuern. Und wer hat dem Gehirn überhaupt gesagt, dass es denken soll? Ach was, warum so hoch greifen. Sag doch deinem Darm, er soll aufhören zu verdauen. Und dann gehe bitte nicht mehr zur Toilette. Wenn du fünf Tage nicht mehr zur Toilette gegangen bist, um das schlechteste in dir loszuwerden, dann wirst du die Klinik besuchen. Darmverschluss kann auch zum Tode führen. Dein Darm wird nämlich nicht aufhören zu verdauen, nur weil du das so willst. Dein Darm gehorcht Allah, was man von dir nicht behaupten kann, oder doch? Wir Menschen sind doch sehr klein. Kannst du aufhören zu atmen? Nicht mal das kannst du. Allah hat bestimmt das du atmen must, und du tust es, willig oder widerwillig, aber du tust es, und es ist Allah, der dir den Stoff dazu liefert. Wenn Allah uns den Sauerstoff entzieht, was könnten wir schon tun, außer uns Seinem Willen zu ergeben und sterben. Jeder Bestandteil der Schöpfung unterliegt Allahs Kontrolle und Führung. Wir können nichts dagegen tun. Wir sind Ihm ergeben, unterlegen und von Ihm abhängig. Selbst die Rechtleitung kommt von Allah und Er gewährt sie nur demjenigen, in dem etwas Gutes steckt. Wenn du also gewillt bist an Allah zu glauben, so freue dich, denn in dir steckt etwas Gutes. Halte daran fest, als wäre es ein Diamant. Denn wem Allah den Glaube und Gehorsam Ihm gegenüber gewährt, dem gibt er etwas, was millionenfach wertvoller ist als Diamanten. Mühe dich ein wenig ab, bleib geduldig und standhaft, unterwerfe dich Allahs Willen, und dir wird das Paradies gewährt. Ist eigentlich gar nicht so schwer, denn wir unterliegen, wie bereits erwähnt, so oder so dem Willen Allahs. Wir müssen es bloß noch erkennen bzw. anerkennen.
Zuckerfest und Mohammedaner
12 Sep 2011 Hinterlasse einen Kommentar
in Allgemein
Wer kennt das nicht als gläubiger Muslim. Die Menschen erfinden für uns und unsere Feste die lustigsten Namen. Und wir ertragen und dulden es. Und wenn wir dies nicht tun, und den Menschen die richtigen Namen und deren Bedeutungen zu vermitteln versuchen, wird es sogleich wieder vergessen. Das ist wirklich traurig, oder nicht? Was viele nicht wissen, ist die Tatsache, dass hinter den “lustigen” Namen und Begriffen eine Taktik steckt. Der Muslim soll auf diese Art und Weise verunglimpft werden, und manchmal dient es dazu, einen falschen Eindruck über die Muslime zu vermitteln. Ich soll mich nicht über eine solche “Kleinigkeit” aufregen? Es sind doch nur Namen. Nichts böses ist dahinter? Weit gefehlt. Noch trauriger wird es, wenn die Muslime selbst die Begriffe verwenden, die man für uns erfunden hat. So zum Beispiel das “Zuckerfest”. Viele Muslime nutzen mittlerweile selbst diesen Begriff, damit man sie vielleicht besser versteht? Wie wäre es denn dann, wenn wir Muslime auch solche Begriffe erfinden würden. Beispielsweise für das Weihnachtsfest. “Marzipanfest” oder “Tannenbaumfest” könnte man dann in Betracht ziehen. Jeder normaldenkende Mensch wird nun einwenden wollen, dass man das Weihnachtsfest nicht auf Marzipan und Tannenbäume reduzieren kann und des weiteren sind diese Dinge weit entfernt, von dem wahren Sinn des Weihnachtsfestes. Dem kann ich nur zustimmen. Genauso weit entfernt ist das Zuckerfest vom Ramadan. Das “Ramadanfest” findet im Anschluss des Fastenmonats Ramadan statt. Demnach wäre “Ramadanfest” als Alternative denkbar. Wenn man den Arabischen Namen” Ihd al Fitr” ins deutsche übertragen würde, so hieße dies “Fastenbrechenfest”. Dies trifft es auf den Punkt. Nach der Zeit des Fastens, wird dieses “gebrochen” also beendet. Dies ist ein Grund zum feiern, denn der praktizierende Muslim, hat sich in der Regel einen ganzen Monat lang richtig abgemüht und angestrengt. Wenn er dies dann geschafft hat, darf er auch feiern (die Muslime dem Namen nach feiern natürlich auch, und zwar das “Zuckerfest”, denn sie sehen nur die Süßigkeiten die zur Feier des Tages aufgetischt werden).Liebe Geschwister, besinnt euch auf das wesentliche. Versucht doch einmal, euch abzumühen. Das Erfolgserlebniss ist unvergleichbar, und aus dem Zuckerfest wird für euch das Fastenbrechenfest.
Nicht mehr ganz so lustig wird es dann, wenn man einen Muslim als Mohammedaner betitelt. Dies ist tatsächlich eine Unverschämtheit. Der Begriff ”Mohammedaner” wurde seiner Zeit von den Orientalisten ins Leben gerufen und ist leider immer noch gläufig. Dadurch soll dem Nichtmuslim vermittelt werden, dass der Muslim Mohammed in der selben Art folgt, wie der Christ es mit Jesus tut. Des weiteren soll vermittelt werden, dass es sich bei dem Islam um eine von Menschenhand gemachte Religion handelt, in welcher Mohammed der Stifter des ganzen sei, und die Menschen demnach Mohammed folgen. Also “Mohammedaner”. Dies ist nicht nur weit entfernt von der Wahrheit, sondern eine Lüge. Der Gesandte Allahs und Prophet Mohammed war ein Mensch. Und als solcher wird er auch unter den Muslimen betrachtet. Wir erheben ihn nicht ind den Rang eines heiligen, den es anzubeten und zu bitten gilt. Er ist auch nicht mit Gott verwandt. Wir verehren Mohammed nicht im Sinne von Anbetung. Wir sehen ihn als von Gott gesandter Mensch, den wir zum Vorbild nehmen und dem wir nacheifern. Ohne Zweifel ist Mohammed aber der Mensch, der von den Muslimen am meisten geliebt und geehrt wird. Mohammed ist auch nicht der Stifter des Islam, demnach benennen wir uns auch nicht nach Mohammed, so wie die Christen es mit Jesus taten, denn >Christ> ist bekannterweise von “Jesus Christus” hergeleitet. Mohammed hat weder den Koran selbst erdichtet noch hat er Regeln selbst bestimmt. Keiner unserer geliebten und geehrten Propheten hat dies getan. Moses hat nicht die Thora und Jesus nicht das Evangelium frei erfunden. Dies waren ursprünglich auch einmal Gottes Offenbarungen. Wie dem auch sei, Allah hat den Namen unserer Religion und dessen Anhänger selbst im Koran bestimmt. In Sure 3 (Al-Imran) Aya 19 sagt Allah:( “Siehe, die Religion bei Allah ist der Islam……”.) Und in Sure 5 (Al Maida) Aya 3 heißt es:(….. Heute habe Ich euch eure Religion vervollkommnet und Meine Gnade an euch vollendet und euch den Islam zum Glauben erwählt….) Islam bedeutet “Hingabe an Allah”. Und der Name Muslim leitet sich von Islam ab und bedeutet” Gottergebener”. Das ist es schon gewesen. Muslime sind Gottergebene, welche nichts und niemanden außer Allah verehren und anbeten. Darum möchte ich jeden Nichtmuslim darum bitten, uns nicht mehr Mohammedaner zu nennen, denn das sind wir nicht. Vielen lieben Dank schon einmal dafür.
Die erste Säule des Islam
08 Aug 2007 Hinterlasse einen Kommentar
in Islam
Bismillahi Ar-Rahman Ar-Rahim
Im Namen Allahs des Allerbarmers des Barmerzigen
Das Fundament des Islam besteht aus zwei Grundlegenden Dingen.
Zum einen die "Glaubensgrundsätze", welche ich hier bereits ausführlich erläutert habe, sowie die "fünf Säulen des Islam". Die Glaubensgrundsätze sind das, an was jeder Muslim glauben muss, um sich Muslim nennen zu dürfen, und die fünf Säulen sind die wichtigen Pflichten eines jeden Muslims. Sie sind unverzichtbar und gehören in das Leben des Muslims. Diese fünf Säulen sind:
Die Schahada, das Gebet, das Fasten im Ramadan,die Zakat (Spenden) und die einmalige Pilgerfahrt nach Mekka (Hadsch), falls man sich dies leisten kann. An dieser Stelle nun, wollen wir uns mit der ersten Säule des Islams beschäftigen.
1.Säule: Das Glaubensbekenntnis (Schahada)
Amr Ibn Al-As berichtete: Als Allah mir den Islam ins Herz gab, kam ich zum Propheten und sagte: „Gib mir deine rechte (Hand), damit ich Dir baia (Treueversprechen) gebe.“ Als er seien rechte Hand ausstreckte, hielt ich meine Hand zurück. Er fragte: „ Was ist mit dir, Amr?“ Ich erwiderte: „Ich will eine Bedingung (stellen).“ Er fragte: „Was für eine Bedingung?“ Ich antwortete: „Das mir (meine bisherigen Missetaten) vergeben werden.“ Er sagte: „Weißt du nicht, dass der Islam alles vernichtet was vorher war?“
Bevor ich auf den genauen Wortlaut des Glaubensbekenntnisses im Islam eingehe, muss zunächst einmal erläutert werden, was das Glaubensbekenntnis, auf arabisch „Schahada“, für einen Muslim bedeutet, welchen Stellenwert es einnimmt und welche Folgen daraus resultieren, wenn man sich dazu entschlossen hat, die Schahada auszusprechen.
Wenn ein Mensch sich auf die Suche nach der Wahrheit begibt, und im Islam fündig geworden ist und somit das Ziel erreicht hat, so wird er sich entschließen, zum Islam zu konvertieren. Der Islam ist die Wahrheit, und der Islam wird bis zum Ende der Welten wahrhaft bleiben. Und jeder ehrlich nach der Wahrheit suchende, aus tiefstem Herzen ehrliche Mensch, wird diese Wahrheit finden. Der Islam ist die einzige Religion, die frei von Götzendienst und frei von Beigesellung ist. Denn Nichts und Niemand darf Gott zur Seite gestellt werden. Kein Prophet, keine falsche Gottheit, keine Götzen, keine Töchter und auch keine Söhne werden Allah zur Seite gestellt. Der Islam, welches auf Deutsch „Hingabe an Allah“ bedeutet, bietet den reinsten und klarsten Monotoismus (Eingottglaube). Dies bedeutet, dass ein jeder, der sich wünscht Gott alleine zu dienen, ohne sich vor etwas anderem oder einem Götzen niederzuwerfen und ohne das er eines Vermittlers bedarf, dann hat er im Islam seine Erfüllung gefunden. Denn das Motto des Islam lautet: Es gibt nur einen Gott, so dienet nur ihm alleine. Es gibt nur EINEN der anbetungswürdig ist, und das ist Allah. Es gibt nur EINEN, der alles erschaffen hat und alles überblicken kann, und das ist Allah. Es gibt nur EINEN der dir deine Sünden vergeben kann, und das ist Allah. Ein Mensch, der dem Islam beitreten möchte, muss diese Tatsache zunächst einmal in seinem Herzen und in seinem Kopf verinnerlichen, verstehen und akzeptieren. Wenn man sich dann frei gemacht hat vom Götzendienst und sich innerlich von der Beigesellung klar und deutlich distanziert hat, dann ist man bereit, das Glaubensbekenntnis zu sprechen.
Das Glaubensbekenntnis wird mit den folgenden Worten ausgesprochen:
Asch-hadu an- la ilaha illal-lah, wa asch-hadu anna Muhammadan rassulul-llah.
Diese Worte sind arabisch und sie sollten auch auf arabisch ausgesprochen werden. Dies ist durch einfaches ablesen in lateinischen Buchstaben für jedermann möglich. Allah hat den Koran in arabischer Sprache offenbart, und von daher ist es einfach schöner, auch das Glaubensbekenntnis in arabisch auszusprechen. Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass man versteht was man sagt und dass man die Worte aus tiefstem Herzen, mit vollem Bewusstsein und freiwillig ausspricht. Daher sagt man sie auch in seiner jeweiligen Muttersprache, dies ist jedoch nicht zwingend notwendig. Auf Deutsch lautet das Glaubensbekenntnis: “Ich bezeuge, dass es keine Gottheit gibt außer Allah und ich bezeuge das Muhammad der Gesandte Allahs ist.” Es ist für jeden Menschen dieser Welt möglich, Muslim zu werden. Völlig unwichtig, aus welchem Land man stammt, welchem Geschlecht man angehört und welchen Stand man in der Gesellschaft hat. Allah hat den Islam zu der gesamten Menschheit gesandt und nicht nur zu einer bestimmten Nation. Der Islam ist eine universelle Religion, die jedem Menschen auf der Welt, die gleiche Chance bietet, den Weg zu Allah einzuschlagen. Allah sagt im Koran sinngemäß:
O ihr Menschen! Wir erschufen euch aus einem Mann und einer Frau und machten euch zu Völkern und Stämmen, damit ihr einander kennenlernt. Doch der vor Allah am meisten Geehrte von euch ist der Gottesfürchtigste unter euch. Allah ist fürwahr wissend, kundig. ( Sure 49 Die Gemächer; Vers 13 )
Aus diesem Vers geht eindeutig hervor, dass vor Allah alle Menschen gleich sind. Nur der Glaube im Herzen macht den Unterschied.
Ein Mensch, welcher die Schahada ausspricht wird von diesem Zeitpunkt an wie neugeboren, denn im gleichen Moment in dem man die Schahada (Glaubensbekenntnis) ausgesprochen hat, vergibt einem Allah alle bisher begangenen Sünden. Denn die Zeit vor dem Islam bezeichnet man als die Zeit der Unwissenheit. Sünden die man im islamischen Sinne begangen hat, werden von Allah vergeben, da man die Gesetze des Islam nicht kannte, weil man es vielleicht niemals von jemandem gelehrt bekommen hat. Der neugeborene Muslim war einst völlig unbewandert, was den Islam betrifft, und Gesetzte die man nicht kennt, kann man folglich auch nicht einhalten. Aus diesem Grunde vergibt Allah alles vorhergewesene (siehe obiges Hadith). Allah macht dies als eine Erleichterung für die Menschen. Der Schritt in ein neues Leben wird somit einfacher und man fühlt sich unbeschwert. Zum einen, weil man nun Sündenfrei ist ,zum anderen weil man erkannt hat, dass es Allah tatsächlich gibt, dass ER der Schöpfer und Urheber allen Lebens ist. Von nun an bekommt alles was man tut einen Sinn, denn für gutes wird man belohnt und für schlechtes entweder bestraft oder aber Allah vergibt einem. Alles was man tut sollte man für Allah tun, andernfalls hat es vor Allah keinen Wert. Zusammengefasst bedeutet der erste Teil der Schahada also, dass man bezeugt, das Allah der einzige Gott ist, und man IHM nichts zur Seite stellt. Außerdem willigt man ein, Allahs Regeln, die ER für die Menschen machte, zu befolgen.
Wenn man die Schahada einmal ausgesprochen hat, so bezeugt man, dass es im Universum keine andere Gottheit gibt außer Allah. Man bezeugt, dass nur Allah anbetungswürdig ist und distanziert sich somit von Pseudogottheiten und anderen Dingen oder Götzen, die man Gott zur Seite gestellt hat. Gleichzeitig begreift man, dass Allah die Quelle und die Ursache der gesamten Schöpfung ist. Das ER der Schöpfer, Lenker, Herrscher und Beschützer all dessen ist, was man sieht und was man nicht sieht. Man begreift, dass man Teil eines großen Ganzen ist, und das man selbst nicht einmal ein Atom dieser riesigen Schöpfung darstellt. Und obwohl man nur einen kleinen Teil in dieser Welt darstellt, so bietet doch Allah, der all dies erschaffen hat, einem Seine Liebe und Barmherzigkeit an.
Und vertraue auf den Erhabenen, den Barmherzigen(217), Der dich sieht, wenn du (im Gebet) dastehst(218), und (Der) deine Bewegungen inmitten derer, die sich (vor Ihm) niederwerfen,(sieht)(219);denn Er ist der Allhörende, der Allwissende.(220)
(Sura 26:217-220)
Inmitten all dieser Menschen, ist man Ihm nicht egal. Inmitten dieser riesigen Welt, sind diese kleinen und winzigen Menschen und bekommen dennoch von Allah die Möglichkeit, sich einen Platz im Paradies zu sichern. Und das nur durch das einfache bezeugen der Einheit Allahs (Tauhid), wie es in dem folgenden Hadith (Ausspruch des Propheten) geschildert wird:
Itban Ibn Malik Al-Ansaryy berichtete: „Der Gesandte Allahs (s.a.s.) kam zu mir, hielt sich eine Weile bei mir auf und sagte: „Es gibt keinen Diener Allahs, der eine bessere Erfüllung seines Lohnes haben wird, als derjenige, der > La illaha illallah < spricht, und dabei nicht anderes im Sinn hat, als das Wohlwollen Allahs, so dass Allah ihm (die Pein durch) das Höllenfeuer verwehrt.““
Doch für die größte Anzahl von Menschen auf dieser Welt, ist es wohl doch nicht so einfach Gott nichts zur Seite zu stellen, und nur noch Ihn anzubeten. Die Menschen sind wahre Meister darin, sich Ersatzgötter zu suchen. Sie beten beispielsweise die Wissenschaft an, und erhöhen sie in den Stand Gottes. Es gibt nichts Negatives über die Wissenschaft zu sagen, denn sie zeigt an vielen Stellen die Genialität Allahs auf. Die Wissenschaft ist das perfekte Mittel, um zu beweisen, dass nichts durch Zufall entstehen kann. Doch die Wissenschaft ist nicht Gott. Wieder andere beten die Schöpfung an. Aus welchem Grund sollte man die Schöpfung anstelle des Schöpfers anbeten. Eine weit verbreitete Form des „indirekten“ Götzendienstes findet man bei all jenen Menschen, die die Propheten in den Stand Gottes erheben. Die Wunder und Zeichen die die Propheten brachten, wurden fälschlicherweise ihnen selbst anstelle Gottes zugeschrieben. Man muss verstehen, dass die Propheten zum Beweis ihres Prophetentums Wunder vollbrachten. Jedoch nicht aus sich selbst heraus, sondern mit der Macht und der Erlaubnis Gottes. So würde ein Muslim beispielsweise niemals auf die Idee kommen, Jesus als den Sohn Gottes zu bezeichnen, und ihn somit an die Stelle Allahs setzen. Die Muslime glauben an Jesus, als den Gesandten und Propheten Gottes. Durch die Macht Allahs wurde Jesus von einer Jungfrau geboren, und hatte somit keinen Vater. Ebenso wie Adam. Auch er hatte keinen Vater, geschweige denn eine Mutter, sondern er, wurde aus Erde erschaffen. Die Wunder die Jesus tat, geschahen nur mit der Macht und der Erlaubnis Allahs. Die Tatsache, dass er von einer Frau geboren wurde, macht ihn automatisch zu einem Geschöpf, welches Freud und Leid erfahren hat, wie alle anderen Menschen auch. Doch zurück zur Schahada.
Wer die Schahada ausspricht, geht sozusagen einen Vertrag mit Allah ein. Einen Vertrag auf Lebenszeit. Mit diesem Vertrag verpflichtet man sich, sich Allah zu unterwerfen und IHM zu gehorchen. Es versteht sich von selbst, dass man dies aus freien Stücken und mit Liebe zu dem allmächtigen Schöpfer tut.
Von nun an ist Allah der Lebensinhalt, man lebt und stirbt für Allah, und befolgt seine Gesetze. Man befreit sich von all seinen Ängsten, denn es ist Allah der einem nützen oder schaden kann. Man hat von nun an ein Ziel vor Augen, welchem man sein Leben widmen wird, so Allah will. Und dieses Ziel ist das Wohlwollen Allahs zu erlangen, das Paradies betreten zu dürfen, und somit der Hölle zu entgehen. Das Diesseitige Leben (Dunya) ist nicht mehr von primärer Bedeutung, sondern wird von den Regeln des Islam geprägt. Die Regeln sind keineswegs einschränkend, wie es so oft angenommen wird. Vielmehr sind sie eine Erleichterung und Hilfe für das Leben, denn sie regeln das soziale Verhalten anderen Menschen gegenüber. Der Islam gebietet den Menschen stets hilfsbereit und freundlich anderen gegenüber zu sein. Diese Güte und Barmherzigkeit umschließt alle Menschen und nicht nur die Muslime. Der Islam hält einen von Alkohol und Drogenkonsum fern. Desweiteren wird im Koran ausführlich das Empfinden für Gut und Böse sowie Moral und sittliches Verhalten erläutert. Die Prüfungen und Probleme die einem in dieser Welt begegnen, werden von einem Gläubigen wesentlich leichter ertragen, da ein Muslim weiß, dass das Diesseitige Leben nicht von Dauer ist und dass jede standhaft ertragene Prüfung von Allah belohnt wird. Man lebt und stirbt in Allahs Namen in Erfüllung Seiner Gesetze. Somit wird man zum Muslim, welches nichts anderes als „Gottergebener“ heißt. Doch was bedeutet es überhaupt, wenn man sagt, dass man sich dem Willen Allahs unterwirft.
Sagen wir zunächst einmal, was es NICHT bedeutet. Es bedeutet nicht, sich von nun an Engelsgleich über Gottes Erde hinwegzubewegen. Es bedeutet auch nicht, sich wie ein Mönch oder eine Nonne in die Einsamkeit zurückzuziehen und auf den Tod zu warten. Sondern es bedeutet, die Regeln wie z.B. das Schweinefleischverbot oder das vermeiden von unehelichem Geschlechtsverkehr, in sein eigenes Leben einzubetten. Dabei passt man sein Leben dem Islam an (nicht umgekehrt), und arbeitet sich stückweise an ein Leben heran, in welchem man stets im Stillen Allahs gedenkt, seine Pflichten erfüllt (Gebet, Spenden, Fasten) und den Tod nicht aus den Augen verliert. Man sollte stets das Böse in sich bekämpfen, und die Liebe und den Glauben zu Allah zum Maßstab von allem machen. Die sicherste Art und Weise, ein Gottergebener Muslim zu sein und diese Aufgabe gut zu erfüllen, ist es jedoch, den Propheten Mohammed nachzuahmen. Denn wer weiß wohl besser darüber Bescheid, wie man den Islam perfekt umsetzt und lebt, als der Prophet (s.a.s.) persönlich. Und somit kommen wir zum zweiten Teil der Schahada, in dem man bezeugt, das Mohammed der Gesandte Allahs ist.
Man erkennt Mohammed als den letzten aller Propheten Allahs an. Das heißt, man streitet ab, dass er ein Betrüger sein könnte. Indem man Mohammed als Prophet anerkennt, erkennt man auch all das was er überliefert (gebracht) hat als Wahrheit an. Dies wären zum einen der Quran und zum anderen all die Dinge die er in seinem Leben getan und gesagt hat. Dieses wurde von seinen Gefährten schriftlich festgehalten. Diese Aufzeichnungen werden <Hadithe> und seine Lebensweise wird „Sunna“ genannt. Und so versucht man, seinen Propheten zum persönlichen Vorbild von allem zu machen.
Allahs Gesandter hat gesagt: „Wer im Bewusstsein stirbt, dass es keine Gottheit außer Allah gibt, betritt das Paradies.“ (Uthman;Mischkat)
Zusammenfassung Sunna
03 Mar 2007 Hinterlasse einen Kommentar
in Islam
Aufgrund der Tatsache, dass das Thema "Sunna" sehr Umfangreich war, habe ich mich dazu entschlossen, es nochmals in kürzerer Form zu gestalten. Für all jene, die nicht so viel Zeit haben.Und für all jene, die nur das wesentliche, täglich zu Gebrauchende interessiert.
Die Sunna des Propheten Mohammed (s.a.s.): Zusammenfassung
Die Sunna kann grob mit dem Wort „Lebensweise“ des Propheten Mohammed (s.a.s) bezeichnet werden. Das Leben des Propheten wurde von seine Gefährten und Frauen (Familie) bis in das kleinste Detail festgehalten und aufgezeichnet. Diese Aufzeichnungen nennt man „Hadith“. Alle Hadithe als Gesamtwerk betrachtet nennt an dann „Sunna“. Durch die Sunna des Propheten lernen die Muslime, wie sie den Islam zu leben und zu verstehen haben. Denn der Prophet Mohammed lebte den Islam seinerseits am perfektesten. Mohammed (s.a.s.) wurde von den Menschen als „der lebendige Koran“ bezeichnet. Demnach soll jeder Muslim den Propheten als persönliches Vorbild nehmen, und sein Leben so gestalten wie der Prophet es tat. Mohammed (s.a.s) lehrte die Menschen, wie die Verse des Korans zu verstehen und um zu setzen sind. Die Sunna des Propheten umfasst jeden Bereich des Lebens. Nichts bleibt offen oder unbeantwortet. Selbst der Gang zur Toilette, die Menstruation der Frau oder der eheliche Geschlechtsverkehr bleibt hiervon nicht unberührt. Die Sunna ist die Ergänzung zum Koran und darf von keinem Muslim abgelehnt werden, denn dann würde man auch den Propheten ablehnen. Die Sunna ist der Leitfaden für das Leben und die Erklärhilfe des Korans. In der heutigen Zeit sieht es so aus, das wann immer man eine Sache des Korans nicht verstanden hat oder wann immer man sich mit einer Frage quält, die bislang unbeantwortet blieb, man in der Sunna des Propheten nachschaut, und sich Hadithe heraussucht, welche sich mit zu befassendem Thema beschäftigen. Ich garantiere das ein jeder seine Antwort finden wird.
Die Sunna umfasst alle Bereiche des Lebens. Hierdurch wird klar, was für den Muslim Sünde (Haram), was Erlaubt (Halal), was abzulehnen (Makruh), was nachahmenswert (Sunna Muakada) und was Plicht (Fard) ist. Ähnlich wie in einem Gesetzbuch. Dort findet man nicht nur Verbotenes, sondern auch Erlaubtes und dazwischen liegendes. Der Prophet Mohammed (s.a.s.) machte dies den Menschen deutlich und für Jedermann verständlich.
Fard >>> Absolut verpflichtendes
Diese Hadithe umfassen alle Dinge des Lebens, welche für den Muslim als absolut verpflichtend gelten. Dies sind Dinge, welche auch im Koran als absolute Pflicht genannt werden. So z.B. die Fünf Säulen des Islam >> Der Glaube an Allah (Schahada= Das Glaubenbekenntnis; Gebet; das Fasten im Ramadan; Zakat; Hadj (Pilgerfahrt nach Mekka); oder Dinge die das Rechtswesen des Islam umfassen >> Das Verbotene und Erlaubte im Islam ( Mord; Eherecht; Erbschaftsrecht; Unzucht; Alkoholverbot; Schweinefleischverbot; Familie; etc. ) Diese Dinge die der Prophet erwähnte, davor warnte und deutlich verbot oder deutlich als zu erfüllende Pflicht nannte, sind also Fard. Da der Prophet von diesen Dingen sprach, sind sie im Leben des Propheten verankert und demnach als Sunna zu bezeichnen. Aber als absolut verpflichtende Sunna. Eine Sunna, bei welcher der Gläubige nicht frei entscheiden kann, ob er es nachahmt oder unterlässt, da diese Dinge auch im Koran als absolut verpflichtend bezeichnet werden.
Haram >>> Absolut verbotenes > Sünde
Wie bei den Fard-Hadithen, so ist es auch bei den Dingen die Haram sind als absolut verpflichtend zu betrachten. Was der Prophet verbot, ist für den Muslim tabu. Von diesen Dingen gilt es sich fern zu halten. Auch bei diesen Dingen ist eine Abdeckung durch den Koran vorhanden. Es wird zwischen „Leichter Sünde“ und „Schwerer Sünde“ unterschieden. Leichte Sünden sind Beispielsweise all jene Sachen, in denen man seine Pflichten Allah gegenüber verletzt. In dem man z.B. nicht pünktlich das Gebet verrichtet hat. Diese Sünden kann man durch aufrichtige Reue tilgen. In der Hoffnung, Allah möge einem verzeihen. „Schwere Sünden“ sind all jene, bei denen man sich gegenüber anderen Menschen versündigt, Unzucht, Alkoholkonsum, Glücksspiel, Mord, Diebstahl und dergleichen. Dies Sünden werden mit Strafmaßnahmen versehen. Sie können durch Reue alleine nicht getilgt werden. Ebenfalls müssen sie wieder gutgemacht werden, sofern dies überhaupt möglich ist. Allah vergibt alle Sünden, bis auf die, welche man anderen Menschen angetan hat. Bei solchen Fällen, muss auch der Geschädigte vergeben, oder aber auf sein Recht der Wiedergutmachung bestehen. Erst dann vergibt auch Allah, da ER der Gerechte ist. Ein jedes Geschöpf darf auf sein Recht bestehen. Eine andere Sünde vergibt Allah aber niemals, sollte der betreffende Mensch ohne Reue und ohne umgekehrt zu sein versterben. Das ist die Sünde der Beigesellung. Das heißt, wenn man etwas oder jemanden anderes außer Allah anbetet. Diese Sünde ist der Austritt aus dem Islam.
Makruh >>> Abzulehnendes
Dies umfasst all jenes, welches der Prophet im Verhalten der Menschen nicht gerne gesehen hat. Etwas, bei dem er seinen Unmut äußerte, oder es ablehnte. Etwas was gefährlich nah an die Sünde heranreicht, aber noch nicht als Sünde zu bezeichnen ist. Der Muslim hält sich grundsätzlich von Dingen fern, die ihn zur Sünde führen könnten.
Halal >>> Erlaubtes
All jenes was der Prophet offiziel als Erlaubt bezeichnete, ist Halal. Also alles, was er weder ablehnte noch verbot. Oft waren die damaligen Menschen, wie auch die heutigen, in bestimmten Bereichen unsicher, und fragten bei dem Propheten nach. Dieser nahm ihnen dann ihre Befürchtungen, oder aber bestätigte sie. Auf diese Weise wurde das Gebiet über Erlaubtes und Verbotenes sehr gut abgedeckt.
Sunna Muakkada >>> absolut Nachahmenswertes
Dieser Bereich umfasst all jenes, was für den Muslim nicht zur Pflicht gemacht wurde, aber dennoch als wünschenswert gilt. Alleine auf der Tatsache beruhend, das der Prophet es tat. Es gibt Dinge, wie das verrichten freiwilliger Gebete, die der Prophet immer und gewohnheitsmäßig tat. Dinge, die er niemals unterlassen hat. Das bedeutet, etwas Gutes liegt darin. Gutes, welches der Prophet in seiner Weisheit wusste und auch mitteilte. Aus diesem Grunde gilt es als sehr gut, es ebenfalls wie der Prophet zu tun. Doch es liegt keine Sünde darin, wenn man es unterlässt.
Dinge, welche außerhalb der Sunna Muakkada liegen, sind solche, die der Prophet nur gelegentlich tat, oder die er nicht immer auf ein und dieselbe Art und Weise tat. Dadurch wird der Rahmen, in dem sich ein Muslim frei bewegen kann größer. Es bleibt dem Muslim selbst überlassen, welcher Verhaltensweise er sich anschließt oder was er unterlässt. Ausschlaggeben ist, das er sich im Bereich des Erlaubten aufzuhalten hat.
Aqida= Glaubensgrundlage des Islam
15 Feb 2007 Hinterlasse einen Kommentar
in Islam
AQIDA = GRUNDLAGE DES ISLAM
Bekennt ein Mensch sich zum Islam, so muss er in seinem Herzen erst einmal an einige Dinge glauben. Diese Dinge sind die Voraussetzung dafür, um sich als gläubiger Muslim bezeichnen zu können. Ich nenne sie gerne "Glaubensanker" obwohl sie doch eher als Glaubenspfeiler zu betrachten sind. Ich nenne sie "Glaubensanker", weil die folgenden Dinge tief im Herzen verankert sein müssen. Nicht eines der folgenden Dinge ist abzulehnen oder zu verleugnen. Die Glaubenspfeiler verdeutlichen den "Iman" eines Menschen, welches gemeinhin mit "Glaube" übersetzt wird. Diese Dinge sind:
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Man bezeugt, dass es nur Einen Gott gibt
- Man glaubt an die Existenz von Engeln
- Man glaubt an alle Schriften und Offenbarungen Allahs
- Man glaubt an alle Propheten
- Man glaubt an die Vorherbestimmung
- Man glaubt an den Jüngsten Tag
Es gibt nur einen Gott und nichts ist IHM gleich!
Dies bedeutet, dass man an Allah den einzigen und wahren Gott glauben muss. Allah ist der Schöpfer und Herrscher und nichts ist IHM gleich und nichts darf neben IHN gestellt werden. Muslime beten keine Bilder an. Sie beten keine Statuen und keine Götzen an, sie beten keine Propheten an und auch nicht die Wissenschaft, die für viele Menschen heutzutage als eine Art Ersatzreligion angesehen wird. Allah ist die einzige Macht die von den Muslimen anerkannt wird. Und Allah ist die einzige Kraft von der Muslime sich leiten lassen. Allah ist das einzig Wahre Herr und es gibt keine andere Gottheit außer IHN. Ein wahrhaft gläubiger Muslim liebt Allah aufrichtig und glaubt aufrichtig und aus tiefstem Herzen. Er legt all sein Vertrauen in Allah und hofft auf Seine Rechtleitung und auf ein sicheres geleiten durch das Diesseits. Er lehnt jegliche Art von Beigesellung ab. Er lehnt Wahrsagerei und Glücksbringer ab, denn kein Gegenstand verfügt über Macht. Nur Allah ist der Allwissende und Allhörende, der Leiter und der Herr über Glück und Unglück (Schicksal).
Sprich:“ Er ist Allah, ein einziger(1), Allah, der Absolute. (2)Er zeugt nicht und ist nicht gezeugt worden(3), und ihm ebenbürtig ist keiner.“(Sura 112)
(Siehe auch unter Kapitel „Tauhid“)
Man glaubt an die Existenz von Engeln!
Engel sind keine Erfindung, und auch keine Einbildung. Man kann sie nicht sehen, dennoch sind sie da. Engel sind Lichtwesen, also aus Licht erschaffen, welches ihnen gewisse Fähigkeiten verschafft. Beispielsweise in enormer Geschwindigkeit fliegen zu können. Im Koran wird erwähnt, dass sie Flügel besitzen, und zwar nicht nur einfache Flügel, sondern manchmal auch mehrere Flügelpaare. Der Prophet erwähnte, dass sie überall seien, und den kompletten Himmel ausfüllen. Im Koran wird davor gewarnt, zu behaupten sie seien weiblich (auch hierzulande stellt man sie sich gerne so vor). Engel sind in Wahrheit ungeschlechtlich. Sie sind reine Wesen und ohne Sünde, da sie solcherart erschaffen wurden, dass sie sich niemals gegen Allah erheben würden. Sie gehorchen Ihm ohne Widerspruch. Daher ist die Annahme, der Teufel sei ein gefallener Engel, aus islamischer Sicht falsch, denn er gehört zur Spezies der Ginn. Ginn sind aus Feuer erschaffene Wesen. Geisterwesen, welche ebenfalls wie die Engel für den Menschen nicht sichtbar sind. In seltenen Fällen werden die Engel für das Menschliche Auge sichtbar. Zum Beispiel der Engel Gabriel ( Gibriel), der für den Propheten Muhammad(s) sichtbar wurde. Doch nicht nur dem Propheten Muhammad ist er erschienen, sondern auch all den anderen Propheten, welche Botschaften von Allah erhalten sollten. Der Engel Gabriel konnte verschiedene Erscheinungsformen annehmen und war für den Propheten sogar eine Art Wegbegleiter, da er ihn an den verschiedensten Orten aufsuchte um ihm den Koran im Auftrag Allahs zu übermitteln. Es konnte sogar vorkommen, das er auch dann in Erscheinung trat, wenn andere Menschen dabei waren. Als Mensch >getarnt< stellte er beispielsweise dem Propheten Muhammad (s.a.s.) Fragen über den Islam, um ihn zu testen.
Man kann Engel als die Armee und Arbeitskolonne von Allah bezeichnen. Sie sind ständig im Auftrag Allahs unterwegs und sie haben viele Aufgaben. Dazu zählt wie gesagt, dass sie mit den Propheten in Kontakt zu treten, und ihnen die Religion zu lehren.
Zu den Zeiten des Propheten Muhammad (s.a.s.) kämpften sie im Krieg unsichtbar an seiner Seite und waren eine große Hilfe, den Feind zu besiegen.
Es gibt Engel, welche auf Befehl Allahs die Umwelt beeinflussen (Regen, Wind, etc.). Selbstverständlich hat Allah es nicht nötig jemanden für sich arbeiten zu lassen, dennoch hat er die Engel zu diesem Zweck erschaffen.
Die Engel sind es auch, die beim Tode eines jeden Menschen die Seele aus dem Körper holen, und sie sind die Wächter von Hölle und Paradies. Und noch viele, viele weitere Aufgaben gäbe es an dieser Stelle aufzuzählen.
Zum Schluss wäre noch zu sagen, dass jeder Mensch ständig von zwei Engeln begleitet wird. Sie werden Schreiberengel genannt, da sie die guten und schlechten Taten der Menschen aufschreiben, also schriftlich festhalten. Bei der Niederschrift der schlechten Taten wird allerdings gewartet, ob der Diener Allahs seine Taten bereut. Bei eventueller Reue, wird die Tat nicht aufgeschrieben.
Auf diese Weise wird es einem Menschen später (am Tage des jüngsten Gerichts) unmöglich sein, die begangenen Taten abzustreiten. Denn alles wird in einem Buch, festgehalten werden. Jeder Mensch wird ein solches >Lebensbuch< haben.
Man glaubt an alle heiligen Schriften
Viele Menschen vermuten, dass die Muslime den Koran als die einzige Offenbarungsschrift Gottes halten. Dies ist aber nicht der Fall. Die Muslime halten den Koran für die einzige noch gültige Offenbarungsschrift. Es gehört zu den Glaubensbedingungen des Islam, anzuerkennen, dass Gott auch in vergangenen Zeiten Schriften an die Menschen offenbarte. Diese Schriften sind an die Gesandten Abraham, David, Moses, Jesus und natürlich Muhammad offenbart worden. Sie lauten Psalmen, Thora, Evangelium und Koran (die Schrift Abrahams existiert nicht mehr). Wir Muslime glauben an diese Schriften und wir streiten nicht ab, dass sie im Ursprung von Allah stammen. Jedoch nur in ihrer ursprünglichen, Nichtverfälschten Form und nicht an jene, wie sie uns in der heutigen Zeit vorliegen. Verfälscht und verstümmelt, an die Menschlichen Bedürfnisse angepasst. Gott vergib diese schwerwiegende Sünde! Wären alle Schriften, die von Gott offenbart wurden in ihrer ursprünglichen Form geblieben, so gäbe es rein Vernunfts bedingt keine Notwendigkeit, den Koran hinab zusenden. Der Koran ist die einzige Schrift (dieses wird auch von unabhängigen Quellen und historisch bestätigt), die bis zum heutigen Tage nicht verändert oder verfälscht wurde. Das Exemplar, welches jeder Muslim bei sich im Wohnzimmer stehen hat, ist genau dem gleich, was dem Propheten Mohammed offenbart wurde. Wort für Wort und Silbe für Silbe. Seid 1400 Jahren! Kein Buch dieser Welt, kann dies von sich behaupten. Schaut mal in den Index irgendeines eurer Bücher. Wie viele Neuauflagen sind denn dort aufgelistet? Mohammed sorgte noch zu seinen Lebzeiten dafür, dass der Koran schriftlich festgehalten und alljährlich kontrolliert wird. Doch wozu offenbarte Allah denn mehrere Schriften und was ist überhaupt der Unterschied zwischen ihnen?
Die ersten Schriften waren Ort und Volksabhängig. Sie sollten für eine bestimmte Epoche Gültigkeit bewahren. Sie waren an die Menschen gerichtet, welche zur Zeit des jeweiligen Propheten lebten. So sagt beispielsweise Jesus in der Bibel, dass er nur zu den Kindern Israels gesandt worden sei.
(Ich bin nur gesandt zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel. Mt 15:24) Psalmen, Thora und Evangelium waren nicht dazu bestimmt, für die Ewigkeit Bestand zu haben. Ihre Verfälschung wurde von Allah zugelassen. Bei dem Koran ist das etwas anderes. Mohammed ist der einzige Gesandte, welcher an alle Menschen gesandt wurde. Und der Koran wird bis zum Jüngsten Tag Bestand haben. Allah verspricht im Koran, dass Er den Koran schützen würde und so geschieht es. Wie oben bereits erwähnt ist der Koran bis heute unverändert geblieben.
Er hat das Buch mit der Wahrheit auf dich herab gesandt als Bestätigung dessen, was vor ihm war. Und Er hat die Thora und das Evangelium herab gesandt… Sura 3; Aya 3
Die Schrift des Moses ist die Thora (altes Testament).
Und erwähne in diesen Buch Moses. Er war wahrlich ein Erwählter; und er war ein Gesandter, ein Prophet. Sura Maryam; Aya 51
Die Menschen jüdischen Glaubens richten sich nach Moses Lehren. Von Moses haben wir auch die bekannten „zehn Gebote“. Juden, Christen und Muslime richten sich gemeinsam nach diesen Geboten. Diese Gebote sind sehr wichtig, denn sie wecken das Menschliche und das Mitgefühl eines Menschen. Gebote wie zum Beispiel: „ Du sollst nicht töten“ oder „ Du sollst Mutter und Vater ehren“.
Die Schrift des Jesus heißt Evangelium (neues Testament).
Die Muslime glauben fest daran, dass dieses Evangelium wirklich existiert hat oder noch existiert. Doch wo ist es? Beinhaltet die Bibel doch eigentlich Berichte über Jesus und nicht von Jesus.
Es wurden sehr viele Evangelien verfasst, von vielen verschiedenen Autoren. Doch am Ende blieben nur wenige übrig, da die Kirche eine große Anzahl der Werke aussonderte (Apokryphen). Einige wurden unter Verschluss gehalten, wieder andere wurden (leider) vernichtet. So blieben nur noch die vier Evangelien von Matthäus, Markus, Lukas und Johannes. Auch andere Schriftstücke befinden sich in der Bibel (neues Testament). Die Bibel ist mit der Zeit sehr oft verändert und manipuliert worden. Dies ist schade und schlimm, da die Menschen zu solchen Dingen kein Recht haben. Man kann nicht einfach die Religion ändern, um die irdischen Bedürfnisse der Menschen zu sichern, oder aus welchen Gründen auch immer.
Genau aus diesem Grund haben alle diese Bücher keine Gültigkeit mehr für die Muslime. Sie wurden vom Quran, als die letzte aller Schriften, ersetzt. Alle Muslime glauben nur an die originalen Exemplare von allen Schriften, und wir bezeugen deren Existenz. Die „Urschriften“ sind jedoch nicht mehr vorhanden, außer dem Quran, der seit über 1400 Jahren immer der gleiche geblieben ist. Er konnte nie verfälscht, geändert oder manipuliert werden.
Dies ist so, weil Allah den Quran schützt.
Wahrlich, Wir sandten die Ermahnung herab, und Wir wollen fürwahr ihr Bewahrer sein. (Sura 15; Vers 9 ) In diesem Vers erklärt Allah, dass Er die Schrift auf Ewig beschützen wird. Eines Seiner Werkzeuge dabei, sind die Menschen. Die Millionen von Gläubigen Muslimen, die den gesamten Quran auswendig können, und sofort einen Aufschrei starten würden, wenn dieser verändert werden würde. Ein erstaunliches Phänomen, den gesamten Koran auswendig zu können. Auf der gesamten Erdkugel gibt es solche Muslime. Unabhängig von Sprache und Nationalität. Über 6600 Verse und 114 Suren! So etwas kann man nur mit Gottes Hilfe schaffen.
Der Glaube an alle Propheten
Sprecht: “Wir glauben an Allah und an das, was uns herab gesandt worden ist, und was Abraham, Ismael, Isaak, Jakob und den Stämmen (Israels)herab gesandt wurde, und was Moses und Jesus gegeben wurde, und was den Propheten von ihrem Herrn gegeben worden ist. Wir machen zwischen ihnen keinen Unterschied, und Ihm sind wir ergeben.“(Sura 2:136)
Er verordnete für euch die Religion, die ER Noah anbefahl und die WIR dir offenbart haben und die WIR Abraham und Moses und Jesus anbefohlen haben. Nämlich (die), in der Einhaltung der Religion treu zu bleiben und euch deswegen nicht zu spalten. Hart ist für die Götzendiener das, wozu du sie aufrufst. Allah erwählt dazu, wen ER will, und leitet dazu den, der sich bekehrt. (Sura 42; Aya 13)
Es gehört zu der absoluten Pflicht eines jeden Muslims, an sämtliche Propheten und an alle Gesandten zu glauben, die Allah jemals zu den Menschen gesandt hat und die Er auserwählt hat. Angefangen bei Adam, welcher nach seiner Ankunft auf der Erde schon ein Prophet war, und weiter über Noah, Abraham, Moses, Jesus und all die anderen Propheten. Für den Muslim endet die Linie der Propheten mit Mohammed (s.a.s.). Er ist das Siegel der Propheten und nach ihm wird keiner mehr kommen. Jede Person, die von ihm gehört hat, ist aus islamischer Sich dazu verpflichtet, nach der Wahrheit und der Rechtleitung zu suchen. Selbst wenn man nicht an den Propheten glauben sollte, so sollte man dennoch versuchen, herauszufinden, ob der Islam und die Prophetenschaft des Mohammed (s.a.s.) vielleicht doch der Wahrheit entsprechen. Jeder sollte sich auf die Suche nach dem Sinn des Lebens machen. Man sollte Mut und Courage genug haben, um einen Blick neben das Alltägliche schon Bekannte zu werfen. Man sollte herausfinden, ob all das Böse, was man über den Islam hört, wirklich wahr ist, oder ob es sich um bewusste Propaganda handelt, um die Menschen vom Islam abzuhalten. Man sollte sich sein eigenes Bild über den Islam bilden. Und wer weiß, vielleicht findet man etwas, was man glauben kann. Was für manch einen Andersgläubigen unvorstellbar ist, ist für den Muslim selbstverständlich. Mohammed ist der letzte aller Propheten und gehört mit zu all den anderen Propheten. Der Islam beansprucht sämtliche Propheten für sich. Sie alle brachten ein und dieselbe Botschaft: Es gibt nur EINEN Gott, und IHN alleine darf man anbeten und nur Ihm darf man dienen. Ein Muslim muss dies bezeugen und ein Muslim darf nicht einen der Propheten ablehnen oder verleugnen. Viele von ihnen sind im Koran namentlich erwähnt. Und wieder andere entsandte Allah nur zu einzelnen Völkern und aus diesem Grund sind sie sind dem Rest der Menschheit nicht bekannt. Einige von ihnen waren Gesandte und andere waren Propheten. Der Unterschied ist, das Gesandte mit einer Offenbarung aufwarten. Sie brachten den Menschen Gottes Worte. Die Gesandten sind David, Abraham, Moses, Jesus und Mohammed. Sie wurden von den Menschen verfolgt und verspottet, doch töten konnte man sie nicht. Sie alle starben nicht durch Menschenhand. Anders ist es da bei den Propheten. Sie brachten keine Offenbarungsschriften, sie überbrachten den Menschen jedoch die Botschaft, dass man nur den einen wahren Gott anbeten darf und dass man vom Götzendienst Abstand nehmen muss, da dies dem Unglauben gleich kommt. Propheten haben die Aufgabe, den Leuten den Glauben wieder in das Gedächtnis zurück zu rufen und sie wieder auf den richtigen Weg zu führen. Gesandte jedoch brachten konkrete Gesetze. Der Prophet Mohammed (s.a.s.) war sowohl Prophet als auch ein Gesandter. Er brachte den Menschen den Koran, welches ihn zu einem Gesandten macht. Er erklärte ihnen den Koran und lebte ihnen den Islam vor, welches ihn zu einem Propheten macht.
Ein Prophet muss an dieser Stelle allerdings einmal kurz näher betrachtet werden. Dieser Prophet ist Jesus. Denn die Muslime glauben an ihn, jedoch in einer völlig anderen Art und Weise als die Christen es tun. Diese Tatsache ist äußerst wichtig zu erwähnen, da es sonst zu Missverständnissen kommen könnte.
Die Sicht der Muslime über Jesus lässt sich mit einem Zitat aus dem Koran am besten erklären. Bei diesem Zitat handelt es sich um die Wiedergabe einiger Worte, die Jesus zu den Leuten sprach:
Er (Jesus) sagte: „Ich bin ein Diener Allahs; ER hat mir das Buch gegeben und mich zu einem Propheten gemacht.(30) Und ER gab mir SEINEN Segen, wo ich auch sein möge, und Er befahl mir Gebet und Zakat, solange ich lebe (31); und ehrerbietig gegen meine Mutter (zu sein); Er hat mich nicht gewalttätig und unselig gemacht. (32) Und Friede war über mir an dem Tage, als ich geboren wurde, und (Friede wird über mir sein) an dem Tage, wenn ich sterben werde, und an dem Tage, wenn ich wieder zum Leben erweckt werde.“ (33)Dies ist Jesus, Sohn der Maria- (dies ist)eine Aussage der Wahrheit, über die sie uneins sind. (34) Es geziemt Allah nicht, sich einen Sohn zu nehmen. Gepriesen sei ER! Wenn Er etwas beschließt, so spricht Er nur „Sei!“ und es ist. (35) „ Wahrlich, Allah ist mein Herr und euer Herr. So dient IHM! Das ist ein gerader Weg.“ (36) Sura Maryam; Ayat 30 – 36
Jesus nimmt in der Reihe der Propheten eine große Stellung ein. So zumindest im Islam. Der Muslim darf keinen Propheten höher oder niedriger als den anderen betrachten. Er glaubt an alle gleichermaßen und macht keinen Unterschied zwischen ihnen. So z.B. werden die Muslime selbst den Propheten Mohammed niemals in den göttlichen Stand erheben, wie es z.B. die Christen mit Jesus taten. Göttlich ist nur Gott alleine. Und nichts gleicht IHM. Jesus vollbrachte große Wunder, doch auch all die anderen Propheten vollbrachten Wunder, Mohammed eingeschlossen, und all dies geschah mit der Ermächtigung Allahs und in SEINEM Namen. Allah gab ihnen die Kraft dazu, sie schöpften diese Kraft nicht aus sich selbst. So die islamische Sichtweise. Ebenso war es bei Jesus, Friede auf ihm.
Jesus wurde von einer Jungfrau (Maria) geboren, demnach ist er ohne Zeugungsakt entstanden. Dies ist ein absolutes Wunder, und es war der Wille Allahs. Für Gott ist dies ein leichtes Werk. Wie bereits oben erwähnt, braucht Gott nur „Sei!“ zu sprechen, und schon wird geschehen, was Gott möchte. Bis hierher entspricht das islamische Bild dem der Christen, doch an dieser Stelle trennen sich die Gemeinsamkeiten zwischen Christen und Muslimen in ihrer Sichtweise über Jesus auch schon. Während die Christen glauben, Jesus sei Gottes Sohn (siehe im obigen Zitat, wie Jesus sich selber nennt, nämlich einen Diener Allahs), doch die Muslime können diese Behauptung nicht einmal annähernd teilen. Denn nichts und niemand darf neben Gott gestellt werden, oder gar SEINEN Platz einnehmen. Würden die Muslime daran glauben, so käme dies der Vielgötterei gleich, und dies ist im Islam unverzeihlich. Es sei denn, man bereut und kehrt um. Die Muslime glauben an Jesus, als einen Propheten und Gesandten. Er ist der Messias, Sohn der Maria. Die Muslime lehnen die Kreuzigung Jesu ab, welches zugleich den Opfertod aufgrund einer Erbsünde verneint. Die Muslime glauben nicht an die Erbsünde. Jeder Mensch kommt rein und gläubig zur Welt und ist nicht mit der Sünde eines anderen belastet. Jeder Mensch ist nur für seine eigenen Sünden verantwortlich, und wird auch nur dafür am Jüngsten Tag zur Verantwortung gezogen. Möge Allah uns all unsere Sünden vergeben. Jesus wurde statt der Kreuzigung von Allah errettet und ist in den Himmel aufgestiegen (Himmelfahrt), aus diesem Grund gilt er für die Muslime als quasi „lebend“. Doch nicht im weltlichen Sinne, denn er hat zumindest die Erde verlassen. Er wird eines Tages zurückkehren und die Menschheit von dem falschen Messias befreien, welcher kommen wird um die Menschheit zum Unglauben zu verführen. Wenn man sich die Welt so anschaut, dann wird der falsche Messias (der falsche Prophet; Antichrist) wohl ein leichtes Spiel haben.*
*Näheres hierzu kann in dem Kapitel „Die Vorzeichen des Jüngsten Tages“ nachgelesen werden.
Man glaubt an das Jüngste Gericht!
Das Jüngste Gericht ist eigentlich ein sehr umfassendes Thema. Viel zu lang um hier alles erwähnen zu können, denn zu diesem Zweck gibt es bereits ausführliche Literatur. Darum werde ich versuchen, es so kurz wie nur irgend möglich zu halten und ich werde überwiegend Koranzitate für das Thema sprechen lassen, so Allah will (inscha´Allah).
Doch wenn das größte Unheil kommt (34) an jenem Tag, da der Mensch sich (all) das ins Gedächtnis zurückrufen wird, was er erstrebt hat (35), und die Gahim vor Augen gestellt wird für den, der sieht (36): Wer aber aufsässig war (37) und das irdische Leben vorzog (38)- so wird wahrlich die Gahim (seine) Herberge sein. (39) Wer aber das Stehen vor seinem Herrn gefürchtet hatte und die eigene Seele von niederem Gelüst abhielt (40)- so wird das Paradies sicherlich (seine) Herberge sein. (41) Sie befragen dich wegen der Stunde : „ Wann wird ihr Termin wohl sein?“ (42) Was weist du von ihr zu sagen! (43) Das endgültige Wissen darum ist alleine deinem Herrn (vorbehalten). (44) Du bist nur ein Warner für den, der sie fürchtet. (45) An jenem Tage, an dem sie schauen, werden sie meinen, sie hätten (auf der Erde) nicht länger geweilt als einen Abend oder den Morgen darauf. (46) ( Sure 79; Verse 34-46 )
Darin liegt gewiß ein Zeichen für den, der die Strafe des Jenseits fürchtet. Das ist ein Tag, an dem die Menschen versammelt werden, und das ist ein Tag, den jeder erleben wird. (103) Und Wir verschieben ihn nur bis zu einem berechneten Termin. (104) Wenn jener (Tag) kommt, dann wird keine Seele sprechen, es sei denn mit Seiner Erlaubnis; unter ihnen gibt es dann welche, die unselig und welche, die selig sind. (105) Was nun diejenigen angeht, die unselig sind, so werden sie ins Feuer gelangen, worin sie seufzen und schluchzen werden. (106) Darin werden sie auf ewig bleiben, solange die Himmel und die Erde dauern, es sei denn, dein Herr will es anders. Wahrlich, dein Herr tut, was Er will. (107) Was aber diejenigen angeht, die glücklich sind, so werden sie im Paradies sein, und sie werden darin auf ewig verweilen, solange die Himmel und die Erde dauern, es sei denn dein Herr will es anders – eine Gabe die nicht unterbrochen wird. (108) ( Sure 11; Verse 103-108 )
Jeder Mensch auf Erden wird sich diesem Ereignis stellen müssen, willig oder unwillig. Doch es sollte zuvor genauer erklärt werden, was eigentlich der Jüngste Tag ist, und womit dieser Tag verknüpft ist, bzw. was diesem gewaltigen Tag voran geht.
Das Jüngste Gericht ist das allerletzte große Ereignis, welches die Welt treffen wird. Es ist die große und abschließende Abrechnung, der sich jedes Geschöpf, das einen freien Willen besitzt, stellen muss. Eines Tages wird es geschehen, wenn es Allahs Wille ist, das die Welt ihr Ende findet, der Weltuntergang wird einbrechen und Allah wird die Welt, mit allem was sich auf und in ihr befindet, zerschmettern. Hernach wird Er sie wieder entstehen lassen, jedoch anders, und alle Menschen, die jemals gelebt haben, wieder auferstehen lassen. In ihrem Körper, der dann unversehrt sein wird, so Gott will. Danach wird das Jüngste Gericht oder auch der Jüngste Tag einbrechen. Ein fürchterlicher und gewaltiger Tag, vor dem es kein Entrinnen gibt. Jeder wird vor Allah stehen und seine Taten vor Augen gehalten bekommen. Wir werden nackt und ohne Schutz vor Allah stehen. Es wird kein Schlupfloch geben, in dem wir uns verstecken könnten. Die Ungläubigen werden lieber die Vernichtung als das Treffen mit Allah herbeiwünschen. Ein jeder wird Rechenschaft ablegen, für das was er getan hat. Jeder wird Rechenschaft über Glaube und Unglaube ablegen müssen. Es sei denn, man ist im Kindesalter verstorben oder gehörte zu den Unzurechnungsfähigen Menschen. Dies wird der Tag der Gerechtigkeit sein. Allah ist die Gerechtigkeit und niemandem wird ein Unrecht geschehen. Niemand wird zu Unrecht bestraft oder belohnt, es sei denn Allah, der der Allerbarmer ist, wird Gnade walten lassen. Er belohnt und bestraft wie Er es möchte. Er belohnt und vergibt aus Barmherzigkeit und ER bestraft aus Gerechtigkeit.
An dem Tage, da jede Seele kommen wird, um sich selbst zu rechtfertigen, und da jeder Seele voll vergolten wird, was sie getan hat, sollen sie kein Unrecht erleiden. (Sure 16; Vers 111)
Alle Propheten hatten die Aufgabe, Allah zu preisen und die Menschen vor diesem kommenden Tag zu warnen.
( Er ist) der Erhabene über alle Rangstufen, der Herr des Thrones! Nach Seinem Geheiß sendet Er das offenbarte Wort demjenigen Seiner Diener, dem Er will, auf das er vor dem Tag der Begegnung warne (15), dem Tage, an dem sie ohne Versteck zu sehen sind und nichts von ihnen vor Allah verborgen bleibt. Wessen ist das Königreich an diesem Tage ? ( Es ist) Allahs, des Einzigen, des Allbezwingenden. (16) Heute wird jedem vergolten werden, was er verdient hat. Heute gibt es keine Ungerechtigkeit! Wahrlich, Allah ist schnell im Abrechnen. (17) Und warne sie vor dem immer nähre kommenden Tag, da die Herzen voll innerer Trauer zur Kehle emporsteigen werden. Die Ungerechten werden weder einen vertrauten Freund noch einen Fürsprecher haben, auf den gehört werden könnte. (18) Er kennt die Verräterei der Blicke und alles, was die Herzen verbergen. (19) Und Allah richtet in Gerechtigkeit; die aber, die sie an seiner Statt anrufen, können nicht richten. Wahrlich, Allah ist der Allhörende, der Allsehende. (20) (Sure 40; Verse 15-20 )
In all den Schriften wurden die Menschen gewarnt. Und auch im Koran lassen sich unzählige Stellen finden, die die Gläubigen vor dem Jüngsten Tag warnen sollen, und in denen die Gläubigen aufgefordert werden, für diesen Tag vorbereitet zu sein und Gutes vorauszuschicken, um einer bösen Überraschung vorzubeugen. Wer Gutes vorausschickt und an Allah geglaubt hat, wird das Paradies ernten. Wer Böses und den Unglauben vorausschickt, wird die Hölle ernten.
Die Menschen werden an diesem Tage in Gruppen eingeteilt sein.
Und an dem Tage, wo die Feinde Allahs allesamt vor dem Feuer versammelt werden, da werden sie in Gruppen geteilt (19), bis dass, wenn sie es erreichen, ihre Augen und ihre Ohren und ihre Haut Zeugnis gegen sie von dem ablegen, was sie zu tun pflegten.(20) Und sie werden zu ihren Häuten sagen : „ Warum zeugt ihr gegen uns?“ Sie werden sprechen : „ Allah hat uns die Rede verliehen – Er, der einem jeden Ding das Reden verleiht. Und Er ist es, Der euch erstmals erschuf, und zu Ihm seit ihr zurückgebracht worden. (219 Und ihr pflegtet (eure Sünden) nicht so zu verbergen, dass eure Ohren und eure Augen und eure Haut nicht Zeugnis gegen euch ablegen könnten; vielmehr meintet ihr, Allah wüste nicht viel von dem, was ihr zu tun pflegtet. (22) Und das, was ihr von eurem Herrn meintet, hat euch ins Verderben geführt; so wurdet ihr die Verlierenden.“(23) ( Sure 41; Verse 19 – 23 )
Die Vordersten, die sehr Gläubig waren. Die zur Rechten und die zur Linken. Die zur Linken Seite werden die Verlorenen sein, da sie Ungläubige waren. Sie werden in die Hölle gelangen. Die zur Rechten werden die Siegreichen und Gläubigen sein. Ein jeder wird das Buch seines Lebens erhalten. In diesem Buch werden alle seine Taten verzeichnet sein. Wer sein Buch in die Linke Hand bekommt, dessen Leben wird vor all den anderen ausgebreitet werden, und er wird zur Rechenschaft für seine Sünden gezogen. Ein solcher Mensch war ungläubig oder betete gar jemanden anderen an als Allah.
Und am Tage, da wird Er sprechen : „ Ruft die herbei, von denen ihr vorgabt, sie seien Meine Teilhaber.“ Dann werden sie sie rufen, doch sie werden ihnen nicht antworten; und Wir werden einen Abgrund zwischen ihnen auftun. (52) Und die Schuldigen werden das Feuer sehen und ahnen, dass sie hineinstürtzen werden; und sie werden kein Entrinnen daraus finden. (53) ( Sure 18; Verse 52-53 )
Wer sein Buch in die Rechte Hand bekommt, der wird unter den glücklichen sein, die nur einer milden Rechenschaft unterzogen werden, aufgrund der bedingungslosen Liebe, die sie Allah entgegenbrachten. Und auch wenn es keinen Menschen gibt, der perfekt ist, so zählt doch auch hier die ständige Bemühung, das Beste zu versuchen.
Aischa berichtete : Ich hörte Allahs Gesandtem in einem seiner Gebete sagen : „ O Allah, zieh mich nur milde zur Rechenschaft.“ Ich fragte : „ Allahs Prophet, was bedeutet >milde Rechenschaft< ?“ Er antwortete . „ Dass nur ein Blick in jemandes Buch geworfen wird, und er wird nicht weiter beachtet. Denn wessen Rechenschaft an jenem Tage erörtert wird, Aischa, der wird vernichtet.“ ( Ahmad )
Und wenn in den Sur gestoßen wird mit einem einzigem Stoß (13) und die Erde samt den Bergen emporgehoben und dann mit einem einzigem Schlag niedergeschmettert wird (14), an jenem tage wird das Ereignis schon eingetroffen sein. (15) Und der Himmel wird sich spalten; denn an jenem Tage wird er brüchig sein. (16) Und die Engel werden an seinen Rändern stehen, und acht (Engel) werden an jenem Tage den Thron deines Herrn über sich tragen. (17) An jenem tage werdet ihr (Allah) vorstellig sein – keines eurer Geheimnisse wird verborgen bleiben. (18) Was dann den anbelangt, dem sein Buch in die Rechte gegeben wird, so wird er sagen : „ Wohlan, lest mein Buch. (19) Wahrlich, ich habe damit gerechnet, dass ich meiner Rechenschaft begegnen werde.“ (20) So wird er ein Wohlleben (21) in einem hochgelegenem Paradies führen (22), dessen Früchte leicht erreichbar sind. (23)…. Was aber den anbelangt, dem sein Buch in die linke gegeben wird, so wird er sagen : „ O wäre mir mein Buch doch nicht gegeben worden! (25) Und hätte ich doch nie erfahren, was meine Rechenschaft ist! (26) O hätte doch der Tod (mit mir) ein Ende gemacht! (27) Mein Besitz hat mir nichts genützt. (28) Meine Macht ist von mir gegangen.“ (29) „ Ergreift ihn und fesselt ihn(30), dann lasset ihn hierauf in der Gahim brennen. (31) ( Sure 69; Verse 13 – 31 )
Niemand wird für den Anderen Fürsprache einlegen können oder sich loskaufen können. Wir müssen alle durch das Unvermeidliche. Allah, bewahre uns vor dem Unheil dieses einen Tages, dessen Dauer 50000 Tage betragen wird. Der Einzige Mensch, dem Allah erlaubt, am Tage des Jüngsten Gerichts für das Wohl der Gläubigen zu bitten, ist der Prophet Mohammed (s.a.s.).
Der Prophet hat gesagt : „ Die Menschen, die am Tage der Auferstehung meiner Fürsprache am würdigsten sind, sind die, die aus (vollem) Herzen und (voller) Seele sprechen : >Es gibt keinen Gott außer Allah.<“ (Buchari)
Ein Fragender fragt nach einer Strafe, die hereinbrechen wird (1), die für die Ungläubigen unabwendbar ist (2): sie ist von Allah, Der über die Himmelsleiter verfügt. (3) Die Engel und Gabriel steigen zu Ihm auf in einem Tage, dessen Ausmaß fünfzigtausend Jahre beträgt. (4) Harre darum schön geduldig aus. (5) Sie meinen, er sei ferne (6); aber Wir sehen, er ist nahe. (7) Am Tage, da der Himmel wie geschmolzenes Metall sein wird (8), und die Berge wie farbige Wollflocken (9), und ein Freund nicht mehr nach einem Freunde fragen wird (10), werden sie in Sichtweite zueinander gebracht werden, und der Schuldige würde sich wohl (gern) loskaufen von der Strafe jenes Tages mit seinen Kindern (11) und seiner Frau und seinem Bruder (12) und seiner Verwandtschaft, die ihn beherbergt hat (13), und allen, die insgesamt auf Erden sind, wenn es ihn nur retten könnte. (14) ( Sure 70, Verse 1- 14 )
An all das muss der Muslim glauben und davon muss er fest überzeugt sein, denn dies ist das Schicksal, welches Allah für die Welt bestimmte. Nach dem Jüngsten Tag wird es keinen Tod mehr geben, sondern nur noch die Ewigkeit. Sowohl die Menschen im Paradies als auch die Menschen in der Hölle müssen dann mit dem Leben, was sie für ihre Ewigkeit im Diesseits vorausgeschickt haben. Die Chance für das Gute bekommt jeder Mensch in seinem Leben, doch muss man sie erkennen und nutzen. Jeden Tag muss man versuchen, daran zu arbeiten. Und ein jeder muss versuchen, Allah zu finden und um die Rechtleitung bitten.
Ein Muslim betrachtet sein Leben wie ein Schüler die Schule. Wenn man gut lernt und viel arbeitet, bekommt man gute Noten und wird am Jahresende versetzt (Paradies). Lernt man wenig und schwänzt viel, bekommt man schlechte Noten und wird nicht versetzt (Hölle).
Wahrlich, die Stunde kommt bestimmt. Ich halte sie fest verborgen, auf das jede Seele nach ihrem Bemühen belohnt werde.(Sura 20:15)
Allahs Gesandter hat gesagt : „ Sieben (Menschen) wird Allah an jenem Tag, an dem es außer Seinem keinen (anderen) Schatten gibt, beschatten : den gerechten Imam, den jungen Menschen, der in der Verehrung Allahs, des Erhabenen, heranwuchs, den Menschen, dessen Herz an der Moschee hängt, den beiden, die einander um Allahs Willen lieben, um Seinetwillen zusammenkommen und um Seinetwillen (wieder) auseinandergehen, denjenigen, den eine Frau von Ansehen und Schönheit (zu Unsittlichkeit) auffordert und der sagt: >Ich fürchte Allah<, denjenigen, der Almosen gibt und es so verbirgt, dass seine Linke nicht weiß, was seine Rechte spendete, und denjenigen, der Allahs im Stillen gedenkt und dessen Augen dabei tränenüberströmt sind.“ (Muslim)
Allahs Gesandter hat gesagt : „Die Gläubigen, die (am Tage des Jüngsten Gerichts) vor dem Höllenfeuer gerettet worden sind, werden auf einer Brücke zwischen dem Paradies und dem Höllenfeuer angehalten. Dort erzählt jeder jedem über die Beschwerden, die es einst zwischen ihnen im Diesseits gab. Wenn sie zu dem Punkt gelangen, an dem sie ihre diesbezüglichen Beschwerden abgeschüttelt haben und von jedem Groll rein geworden sind, wird ihnen die Erlaubnis zum Eintreten ins Paradies gegeben. Ich schwöre bei Dem, in dessen Hand das leben Muhammads ist, dass jeder von ihnen den Weg zu seiner Wohnstätte im Paradies noch genauer kennen wird, als einst den Weg zu seiner Wohnung im Diesseits.“ ( Buchari )
Allahs Gesandter hat gesagt : „ Unter euch ist niemand, zu dem sein Herr nicht (am Tage der Auferstehung) sprechen wird; kein Übersetzer ist zwischen ihnen und kein Schleier, der ihn bedeckt. Er wird nach rechts blicken und nichts sehen außer dem, was er an Taten (in seinem Leben) vorausschickte, und er wird nach links blicken und nichts sehen außer dem, was er vorausschickte. Er wird vor sich hin blicken, und er wird nichts sehen außer dem Feuer vor seinem Gesicht. Hütet euch vor dem Feuer, selbst wenn es durch ein Stückchen Dattel geschieht.“ ( Buchari; Muslim )
Der Gesandte Allahs hat gesagt . „ Der Tod wird ( am Tage des Jüngsten Gerichts) in der Gestalt eines weißen Schafsbocks vorgeführt, und ein Rufer wird ausrufen : > O ihr Bewohner des Paradieses !< Da werden sie Ausschau halten. Der Rufer wird sagen : > Kennt ihr dies?< Sie werden antworten : > Ja! Das ist der Tod. < Denn sie alle haben ihn ja gesehen. Der Rufer wird abermals ausrufen : > O ihr Bewohner des Höllenfeuers !< Da werden sie Ausschau halten. Der Rufer wird sagen : > Kennt ihr dies ?< Sie werden antworten : > Ja ! Das ist der Tod.< Denn sie alle haben ihn ja gesehen. Danach wird er geschlachtet, worauf der Rufer sagen wird : > O ihr Bewohner des Paradieses ! Nun ist es nur Ewigkeit, und den Tod gibt es nicht mehr. O ihr Bewohner des Höllenfeuers! Nun ist es Ewigkeit und den Tod gibt es nicht mehr.<“ Er (der Prophet) rezitierte dann : > Und warne sie vor dem Tag der Verbitterung, wenn alles entschieden werden wird, während sie ( jetzt in dieser Welt) noch in Sorglosigkeit leben und immer noch nicht glauben.< Quran 19:39 ( Buchari)
Der Prophet hat gesagt : „ Der Ungläubige wird am Tage der Auferstehung vorgeführt und zu ihm gesagt werden : > Was hältst du davon, wenn du die Erde voll Gold besessen hättest ; hättest du alles zu deiner Erlösung hergegeben ?< Er wird sagen : > Ja!< Zu ihm wird gesagt :> Einst wurde von dir das verlangt, was noch leichter war als dies.<“ (Buchari )
Man glaubt an die Vorherbestimmung
Es geschieht kein Unheil auf Erden oder an euch, das nicht in einem Buch (verzeichnet) wäre, bevor Wir es ins Dasein rufen – wahrlich, das ist für Allah ein leichtes –(22), auf dass ihr euch nicht darüber betrüben möget, was euch entging, noch darüber frohlocken möget, was Er euch gegeben hat. Und Allah liebt keinen der eingebildeten Prahler (23), die geizig sind und die Menschen zum Geiz anhalten….(24) ( Sura 57 ; Ayat 22-24 )
Allahs Gesandter hat gesagt: “Kein Knecht (Allahs) glaubt (wirklich), solange er nicht an die Vorherbestimmung von Gutem und schlechtem (in seinem Leben) glaubt und er nicht erkennt, dass das, was ihm zustößt, ihn nicht verfehlen sollte ,und das, was ihn verfehlte, ihm nicht zustoßen sollte.“
Ebenso wie all die anderen Bestandteile des islamischen Glaubens, ist der Glauben an die Vorherbestimmung unverzichtbar. Für viele Menschen ist dies gar nicht so leicht umzusetzen und nur sehr schwer zu verstehen, da der Mensch nicht nur ein Schicksal, sondern auch den freien Willen besitzt. Beides muss miteinander vereinbar sein, doch mit dem menschlichen Verstand ist dies nicht zu begreifen. Es übersteigt schlicht weg die Vorstellungskraft der Geschöpfe. Doch wollen wir dennoch versuchen, ein wenig Licht in die Sache zu bringen.
Jeder Mensch, welcher sich als Muslim bezeichnet, muss daran glauben, dass es ein Schicksal gibt oder anders ausgedrückt „die Vorherbestimmung“. Dieses Schicksal gilt es als gegeben anzunehmen und zu akzeptieren. Man muss davon überzeugt sein, dass bestimmte Lebensstationen schon feststehen. All jene Dinge die man bereits augenscheinlich nicht beherrschen kann. Ist doch Allah der Einzige, der alles beherrscht. So steht es z.B. schon fest, wann man geboren wird und wann man sterben wird. Es steht fest, ob man reich oder arm sein wird, und welche Unglücke einen treffen werden. Daher ist es die Pflicht eines jeden Muslims, zu akzeptieren was auch immer einen treffen mag. Sei es gut oder schlecht. Denn alles ist von Allah. Das Gute wie das Böse. Allah erschuf den Teufel, als Prüfungsinstrument. Der Teufel lässt die Menschen in Versuchung geraten, und Allah prüft auf diese Weise, welcher Seiner Diener wahrhaft gläubig ist. Dieses soll nicht heißen, dass Allah nicht wüste, welcher Seiner Diener gläubig ist, aber all dieses Prozeduren sind von enormer Wichtigkeit, damit der Mensch am Tage des Jüngsten Gerichts nicht abstreitet, was er in seinem Inneren trug. Dazu dient der freie Wille. Der Mensch entscheidet sich, ob er den Weg des Glaubens, oder den Weg des Unglaubens wählen möchte. Er entscheidet sich individuell für Gut oder Böse. Aus diesem Grunde hat Allah für jeden Menschen zwei Wege erschaffen. Den Weg des Glaubens und den Weg des Unglaubens. Doch genauso, wie die Mutter ihr Kind kennt, und es einzuschätzen weiß, so weiß auch Allah schon im Voraus, wie Sein Geschöpf sich entscheiden wird. Doch Allah kennt uns natürlich weit besser, als eine Mutter ihr Kind. Allah ist Allumfassend. Er hat die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft erschaffen. Er steht über all diesen Ebenen und überblickt sie, vielmehr noch, Er hat all dies erschaffen und geplant. Er lässt eines nach dem anderen geschehen, oder auch nicht. So wie Er es in Seiner Weisheit für richtig hält.
Der Mensch plant, formt und ändert sein Schicksal nicht. Denn der freie Wille ist nicht so weitreichend, da der freie Wille die Rechtleitung betrifft. Jedoch hat ein jeder die Möglichkeit, Allah Mittels Bittgebeten, um etwas zu bitten, was das Schicksal betrifft. So kann man um die Rechtleitung bitten, um das Abwenden des Bösen, und andere Dinge. Allah in Seiner Allumfassenden Güte, entscheidet, was Er für richtig hält. Dieses geht aus folgenden Texten hervor:
Allah löscht, was Er will, aus, oder Er lässt es bestehen. Bei Ihm ist die Urschrift. (Sura 13; Aya 39)
„Das Bittgebet und die Heimsuchung kämpfen im Raum zwischen Himmel und Erde gegeneinander, doch das Gebet stößt die Heimsuchung zurück, bevor sie heruntergelangt.“
Von Ibn Umar ® wird überliefert, dass er im Bittgebet folgendermaßen zu sprechen pflegte: „O Allah! Wenn du mich als Elenden aufgeschrieben hast, so wisch dies aus und schreibe mich als Glückseligen auf.“
Dennoch ist es so, dass der freie Wille nicht das Schicksal beeinflusst. Der Mensch kreiert sein Schicksal nicht selbst, sondern der freie Wille dient vielmehr als Reaktion auf ein Schicksal welches einem zugestoßen ist. Der Mensch entscheidet, wie er auf ein von Allah getroffenes Schicksal reagiert. Mit Glaube und Geduld, oder ungläubig und widerspenstig. So oder so, der Wille Allahs wird geschehen, denn Allah weiß bereits im Voraus was geschehen wird oder was Er geschehen lassen möchte.
Allahs Gesandter hat gesagt: „Die Sache des Gläubigen ist wunderbar. Alle seine Angelegenheiten sind gut für ihn, und dies ist bei niemandem so außer dem Gläubigen. Wenn ihm etwas Schlechtes widerfährt, ist er geduldig, und dadurch wird es gut für ihn, und wenn ihm Gutes widerfährt, ist er dankbar, und dadurch wird es (auch) gut für ihn.“
Ibn Abbas berichtete: Ich war einmal hinter dem Propheten(Auf einem Reittier). Er sagte: „ Mein Junge, ich dich (wichtige) Worte lehren: Bewahre Allah (in deinem Herzen), dann wirst du ihn bei dir finden. Wenn du bitten willst, dann bitte Allah, und wenn du um Hilfe nachsuchen willst, dann ersuche Allah um Hilfe. Merke dir: Wenn die Menschen (allesamt) übereinkommen, dir zu helfen, (können) sie dir nur in dem helfen, was Allah für dich niederschrieb, und wenn sie übereinkommen, dir zu schaden, (können) sie dir nur in dem schaden, was Allah für dich niederschrieb. Die Schreibfedern sind beiseite gelegt und die Seiten getrocknet. (Hadith)
Islam im Überblick Teil 1
15 Feb 2007 Hinterlasse einen Kommentar
in Allgemein
Islam im Überblick
Oh ihr, die ihr glaubt, fürchtet Allah in geziemender Furcht und sterbt nicht anders denn als Muslime.(Sura 3:102)
……Heute habe ich euch eure Religion vervollkommnet und meine Gnade an euch vollendet und euch den Islam zum Glauben erwählt….(Sura 5:3)
Um den Islam beschreiben zu können, speziell für die Nichtmuslimischen Leser, so muss man zuerst einmal klarstellen, dass der Islam, anders als viele vermuten, keine neue Religion in dem Sinne ist. Vielmehr könnte man sie als die Urreligion bezeichnen, oder als rückbesinnend auf die Abrahamitische Lehre, da Abraham weder Jude noch Christ war und nur den einen Gott angebetet hat. Genauso verfahren die Muslime. Wir beten nichts und niemanden an, außer den einen Gott. Nämlich Allah.
Und wer hat eine schönere Religion als jener, der sich Allah ergibt und dabei Güte übt und dem Glauben Abrahams folgt, des Aufrechten? Und Allah nahm sich Abraham zum Freund. ( Sura 2 (An-Nisa); Aya 124)
Abraham war umgeben von Götzenanbetern, ebenso erging es dem Propheten Mohammed (s.a.s.). Mohammed jedoch änderte diesen Zustand schon zu seinen Lebzeiten, da sich später ganz Arabien zum Islam bekannte. Und auch die Menschen über Arabiens Grenzen hinaus. Der Unterschied zu den alten Religionen ist, das der Islam für die ganze Menschheit und nicht nur für eine bestimmte Nation Gültigkeit hat. Der Koran wurde somit für alle Menschen gesandt. Der Islam wird bis zum Ende aller Zeiten bestehen bleiben, also bis zum Jüngsten Tag nichts von seiner Gültigkeit verlieren und ohne das sich auch nur ein Wort dieses Qurans verändern wird oder bereits getan hätte. Dieses ist nicht nur so daher geredet, sondern ein geschichtlich nachgewiesenes Faktum. Bei einem Vergleich zwischen dem ältesten Koran der Welt, welcher aus der Zeit des Propheten stammt und immer noch erhalten ist, mit der heutigen Koranausgabe gibt es keinerlei Unterschiede. Der älteste wie der heutige sind exakt identisch!
Allah ist die arabische Bezeichnung für Gott, und nicht etwa eine fremde Gottheit der Araber. Auch die Nichtmuslimischen Araber benutzen den Begriff Allah wenn sie von Gott reden.
Islam bedeutet: sich dem einen Gott hingeben oder auch sich völlig IHM zu unterwerfen.
In dem Wort Islam findet man ebenfalls die Wurzel des Wortes „Salam“ welches „Friede“ bedeutet.
Ein Muslim ist dementsprechend ein Mensch, der sich Allah völlig hingibt. IHM ohne Ausnahme dient und IHN alleine anbetet. Genauso taten es alle Propheten der Menschheitsgeschichte, auch sie beteten nur den einen Gott an. Daher hatte ich vorhin den Begriff "Urreligion" gewählt.
Die Grundlage und das Gesetz des Islam ist der Koran.
Die Muslime glauben daran, dass Mohammed (s.a.s.) ein Prophet und Gesandter Gottes ist, und uns die wunderbare Botschaft Gottes brachte. Den Koran. Der Prophet Mohammed ist der Prophet des Islam und er ist der letzte aller Propheten. Man sagt auch, er ist „das Siegel“ der Propheten, also der Abschluss. Mohammed (s.a.s.) bekam den Quran von dem Erzengel Gibriel (Gabriel, Allahs Bote) mitgeteilt und gelehrt.
Der Koran wurde Mohammed (s.a.s.) in Abschnitten und über 23 Jahre verteilt übermittelt. Der Erzengel Gabriel, im arabischen Gibril, sprach bekannter weise auch schon zu den anderen Propheten. Doch über den Propheten Mohammed (s.a.s.) möchte ich erst an anderer Stelle detaillierter eingehen.
Der Quran ist das Wort Allahs und das Gesetz des Islam. Die Worte Allahs wurden dem Propheten Muhammad(s) durch den Erzengel Gabriel offenbart, dieser gab die Worte dann unverändert an die Menschen weiter. Die Sprache des Quran ist Hocharabisch, jedoch nicht vergleichbar mit dem allgemein gebräuchlichen Arabisch, denn die im Quran verwendete Sprache ist noch viel präziser und schöner formuliert, ja sogar wesentlich schöner als Dichtung. Es ist lyrisch betrachtet ein Meisterwerk der Sprache. Er steckt voller Ethik, Moral, Ermahnung, Lehre und Trost. Allah überbringt durch den Koran sämtliche Gesetze und Regeln für die Menschheit. Das Paradies und die Hölle werden ausführlich beschrieben, Erlaubtes und Verbotenes wird endgültig festgelegt, alles was man im Leben wissen muss und noch vieles darüber hinaus wird im Koran erklärt. Im Koran werden den Menschen die Geschichten der Propheten und der untergegangenen Völker erzählt. Als Ermahnung, es ihnen (den Völkern) nicht gleich zu tun. Im Koran werden den Menschen die Stellen, die in der Bibel und in der Thora verfälscht wurden (Von Menschenhand), offengelegt und begradigt, also verbessert. Der nichtmuslimische Leser möge mir diese Aussage bitte nicht übel nehmen, doch alles was ich hier erzähle, tue ich aus der islamischen Sicht, und wir Muslime sind der Ansicht dass es in der Bibel manipulierte Stellen gibt. Es wurden Dinge verdreht oder verfälscht. Es wurden Dinge hinfort genommen oder hinzugefügt. Das ist eine erwiesene Tatsache, welche im Prinzip von den meisten Menschen auch nicht abgestritten wird. Aber ich habe nicht vor an dieser Stelle auf den Gefühlen oder der Religion anderer herumzutrampeln, denn der Islam ist kompakt und herrlich genug um darüber zu reden. Zudem ist es so, dass die Muslime die Bibel und die Thora als Offenbarungsschriften betrachten. Wir Muslime glauben an die Bibel und die Thora. Sie stammen in der Ursprünglichen Form von demselben Gott, der auch den Koran offenbarte. Sie wurden schließlich an Moses und Jesus offenbart. Und ein Muslim glaubt an sämtliche Propheten, und macht zwischen ihnen keinen Unterschied. Doch sie (Die Schriften) sind nicht mehr in ihrer ursprünglichen Form vorhanden, aus oben erwähntem Grund. Und wie schon seit Ewigkeiten auf Erden üblich, hebt ein neues Gesetz das Alte für gewöhnlich auf. Auch wenn es von demselben Gesetzgeber stammt. Wobei man erwähnen sollte, dass es im Koran keine Grundlegenden Änderungen gibt. Der Koran ist zwar völlig anders aufgebaut als die übrigen Schriften, aber es ist dieselbe Linie in allen Religionen zu finden (Judentum, Christentum, Islam). Die zehn Gebote beispielsweise währen hier zu erwähnen. Selbst ein Gebot wie das Schweinefleischverbot, ist in einem der Bücher Moses zu finden, dieses wurde vom Christentum jedoch verworfen. Wie ein roter Faden ziehen sich die Gemeinsamkeiten durch die Geschichte der Menschheit. Und Mohammed (s.a.s.), als das Siegel der Propheten, hält das Ende des Fadens in der Hand.
Der Koran steckt des Weiteren voller Wunder und wissenschaftlicher Aussagen. Seine Wunder erstrecken sich auf seine Sprache an sich, Vorhersagen, die Zukunft betreffend und Aussagen über Wissenschaft, Natur, Astronomie, Physik und Medizin. Viele der Vorhersagen sind bereits eingetroffen, einige noch zu Lebzeiten des Propheten, welches ein Beweis für sein Prophetentum darstellt, denn wenn die Dinge anders eingetroffen wären, als so, wie er es vorhersagte (durch Allahs Macht und Allahs allumfassenden Wissen), so wäre er ein Betrüger und somit kein Gesandter Allahs gewesen. Was die Wissenschaft angeht, so ist bisher alles, was im Koran behauptet wird, von den Wissenschaftlern (wohlgemerkt Nichtmuslimen) als wahr bestätigt worden. So gut wie alles, konnte erst in diesem Jahrhundert bestätigt werden. Mit modernsten Techniken. Keine einzige Aussage des Korans steht also im Widerspruch zur Wissenschaft. Wenn man nun bedenkt, dass der Koran vor 1400 Jahren offenbart wurde und den Wissensstand der damaligen Zeit hinzunimmt, so muss man sagen,
dass der Koran wahrlich nur von Allah stammen kann, da nur ER über dieses Wissen verfü gen konnte. Nicht aber Mohammed. Denn nur Allah ist Allwissend. Denn die Menschen glaubten zur damaligen Zeit noch, die Erde sei eine Scheibe, doch im Koran steht es anders. Kein Geschöpf auf Erden hat es bis heute geschafft, den Quran nachzuahmen, oder zu kopieren. Dies ist einer der vielen Beweise dafür, das Muhammad(s) den Quran nicht selbst erdichtet hat, da es für ihn unmöglich gewesen wäre, dieses zu tun. Zudem war Muhammad(s) Analphabet, und hat somit nie gelernt auch nur eine einzige Zeile selbst zu verfassen. So steht im Koran:
Und nie zuvor hast du in einem Buch gelesen, noch konntest du eines mit deiner Rechten schreiben; sonst hätten die Verleugner daran gezweifelt. Sura 29; Aya 48
„Und dieser Quran hätte nicht ersonnen werden können, außer durch Allah. Vielmehr ist er eine Bestätigung dessen, was ihm voraus ging, und eine Darlegung des Buches – darüber herrscht kein Zweifel- vom Herrn der Welten.“ ( Sura 10, Vers 37 )
„Oder wollen sie etwa sagen: „Er hat ihn erdichtet“? Sprich: „Bringt denn eine Sura gleicher Art hervor und ruft, wen ihr nur könnt, außer Allah, wenn ihr wahrhaftig seid.““ (Sura 10; Vers 38)
„Sprich: „Wen sich auch die Menschen und die Ginn vereinigten, um diesem Quran etwas gleiches hervorzubringen, brächten sie doch nichts gleiches hervor, selbst wenn sie einander beistünden.““ ( Sura 17; Vers 88 )