Das Diesseits (Ad-Dunja) Teil 1 Adam und der Teufel*

Bismillahi Ar-Rahman Ar-Rahim Im Namen Allahs des Allerbarmers des Barmherzigen

Das Diesseits


Wie alles begann:
Adam (der erste Mensch) und das Böse ( Der Teufel )


Wisset, dass wahrlich das Diesseitige Leben nur ein Spiel und ein Zeitvertreib ist und ein Prunk und Geprahle unter euch und ein Wettrennen um Vermehrung von Gut und Kindern. Es gleicht dem reichlichem Regen, dessen Pflanzenwuchs den Säern gefällt. Dann verdorrt er, und du siehst ihn vergilben; hierauf wird er brüchig. – Und im Jenseits gibt es eine strenge Strafe, aber auch Vergebung von Allah und Wohlgefallen. Und das Diesseitige Leben ist nichts anderes als eine Nutznießung, durch die man sich betören lässt. (20) Wetteifert denn miteinander um die Vergebung eures Herrn und um das Paradies, dessen Größe gleich der Größe des Himmels und der Erde ist.(Es ist für)jene bereitet, die an Allah und seine Gesandten glauben. Das ist Allahs Huld; Er gewährt sie wem Er will. Und Allah verfügt über die große Huld. (21) Es geschieht kein Unheil auf Erden oder an euch, das nicht in einem Buch (verzeichnet) wäre, bevor wir es ins Dasein rufen – wahrlich, das ist für Allah ein leichtes – (22), auf dass ihr euch nicht darüber betrüben möget, was euch entging, noch darüber frohlocken möget, was Er euch gegeben hat. Und Allah liebt keinen der eingebildeten Prahler (23), die geizig sind und die Menschen zum Geiz anhalten. Und wer da den Rücken wendet – siehe, Allah ist dann gewiss Der, Der auf keinen angewiesen, des Lobes würdig ist. (24) ( Sura 57; Ayat 20-24)

Wenn einer das Irdische begehrt, bereiten wir ihm schnell das, was Wir wollen – dem, der Uns beliebt; danach haben Wir Gahannam für ihn bestimmt, in der er brennt, verdammt und verstoßen.(18) Und wenn aber einer das Jenseits begehrt und es beharrlich erstrebt und gläubig ist – dessen Eifer wird mit Dank belohnt.(19) Ihnen allen, diesen und jenen, gewähren wir die Gabe deines Herrn. Und die Gabe deines Herrn ist keinesfalls beschränkt.(20) ( Sura 17 ; Ayat)

Das Diesseits ist, mit einfachen Worten, die Welt in der wir leben. Die Welt, welche uns sichtbar umgibt. Jene Welt in der wir uns als lebende Menschen bewegen. Wir leben und wohnen also im Diesseits. Demgegenüber steht das Jenseits,in welches man gelangt, wenn man gestorben ist. Eine Welt, die für die Lebenden nicht wahrnehmbar ist. Wir werden uns allerdings an dieser Stelle mit dem Diesseits beschäftigen. Vor allem mit den Fragen, wieso es geschaffen wurde, wozu es dient und welchen Sinn das Diesseits erfüllen soll. Natürlich muss hier auch erklärt werden, welchen Sinn und Zweck der Mensch im Besonderen zu erfüllen hat.

Und die Dschinn* und die Menschen habe ich nur dazu erschaffen, dass sie mir dienen. (Sura 51 (Die Aufwirbelnden) Aya 56 )
*Die Dschinn sind eine weitere Schöpfung Allahs. Aber im Gegensatz zu den Menschen, wurden sie nicht aus Lehm sondern aus Feuer erschaffen. Sie sind von den meisten Menschen nicht wahrnehmbar, da sie eine Art Geisterwesen sind. Genau wie bei den Menschen gibt es bei ihnen Gläubige und Ungläubige. Die Ungläubigen von ihnen dienen dem Teufel, und sie versuchen den Menschen mittels Einflüsterung zu schaden bzw. vom Glauben abzubringen. Ein Gläubiger hat, solange er einen festen Glauben an Allah besitzt, nichts von ihnen zu befürchten und er wird sie auch niemals zu Gesicht bekommen, da Allah Seine Diener schützt.

Ein jeder Mensch der lebt, befindet sich im Diesseits. Und zwar, wie wir alle wissen, sobald er das Licht der Welt erblickt, also geboren wird. Von diesem Moment an beginnt für den Menschen ein Weg, der ihm vorherbestimmt ist, und er wird ein von Allah verhängtes Schicksal durchleben, und es wird sich heraus stellen was der Mensch aus diesem Schicksal machen wird. Ein oft steiniger Weg, der geprägt ist von Prüfungen die Allah dem Menschen auferlegt. Ein Weg, auf dem es schönes und auch schwieriges zu erleben gibt.
Sobald der Diener Allahs die Geschlechtsreife erlangt (Pubertät) wird er mündig, und somit vor Allah verantwortlich für seine Taten. Seien es Gute oder Schlechte. Diese Taten werden schriftlich festgehalten. Soviel über das Leben in aller Kürze. Doch all dies werden wir in diesem Vortrag auch noch einmal ausführlich behandeln. Zunächst jedoch ein ein Paar Worte zur Erschaffung des Diesseits.
Das Diesseits ist, wie oben erwähnt, die Welt in der wir leben, die Welt die wir sehen und wahrnehmen können. Und zwar auch die Teile der Welt, die wir nur rein theoretisch wahrnehmen oder sehen könnten. Damit ist das Universum gemeint. Das Universum existiert, auch wenn wir nicht alle Teile des Universums sehen können. So wie z.B. ein Land, in dem man sich nicht gerade persönlich befindet, dennoch existiert und somit Bestandteil des Diesseits ist. Genauso verhält es sich mit dem Universum. Es ist nun einmal da, und es „lebt“. Lebendig in dem Sinne, wie auch die Pflanzen lebendig sind. Erst am Tage des Jüngsten Gerichts, wenn alles auf der Welt vernichtet werden wird, ist es kein Bestandteil des Diesseits mehr. Doch an diesem Tage sind auch alle anderen Dinge im Universum und auf der Erde für die Vernichtung bestimmt.

Nur Allah weiß, wann diese Welt seinen Anfang gefunden hat. Für den menschliche Rasse jedoch fand sie mit Adam und Eva ihren Anfang. Und zwar an dem Tag, als Adam und Eva um ihrer Sünde willen von Allah aus dem Paradies vertrieben wurden. Wie sicherlich schon einigen bekannt ist, ist Adam der erste Mensch gewesen, den Allah erschaffen hat. Seine Frau, die aus Teilen von ihm selbst erschaffen wurde (ein Hinweis für die Einheit von Mann und Frau), war Eva. Nach ihrer Erschaffung lebten sie zunächst im Paradies.

Er ist es, der euch aus einem einzigen Menschen erschuf; aus ihm machte ER seine Frau, auf das er ihr zuneige…… ( Sura 7 (Die Anhöhen) Aya 189 )

„O Adam! Du und deine Frau, bewohnt das Paradies und esst, wovon ihr wollt. Nähert euch jedoch nicht diesem Baum, sonst tut ihr Unrecht.“ ( Sura 7 (Die Anhöhen) Aya 19)

Der Teufel jedoch, welcher voller Neid gegen diese Beiden war, arbeitete mit vollem Eifer daran, Adam und Eva zur Sünde zu bewegen. Und, wie der Mensch so ist, nämlich dumm und schwach, erkannten sie seine List nicht, und fielen auf die Lügen des Teufels herein. So wurden sie ungehorsam gegen Allah, indem sie von den Früchten des verbotenen Baumes aßen. Daraufhin wurde den beiden ihre Schamhaftigkeit bewusst, welches sie vorher nicht besaßen (sie waren nackt).

Und Satan flüsterte ihnen ein, dass er ihnen zeigen wolle, was ihnen verheimlicht war – ihre Nacktheit. Und er sagte: „euer Herr hat euch diesen Baum nur verboten, damit ihr nicht Engel oder unsterblich werdet.“ ( Sura 7 (Die Anhöhen) Aya 20)

Allahs Zorn auf die beiden war sehr groß, denn obwohl ER ihnen alles gegeben hatte, was das Herz begehrt, waren sie ihm ungehorsam geworden. Zur Strafe wurden beide auf die Erde verbannt, wo sie von nun an leben sollten. Der Mann sollte seinen Lebensunterhalt mit Schweiß und harter Arbeit verdienen (im Gegensatz zum Paradies). Beide bereuten ihre Tat sehr, und hörten für sehr lange Zeit nicht mehr auf, zu weinen. Allah, welcher der Allerbarmer ist, hatte auch Erbarmen mit Ihnen, worauf er ihnen vergab. Dennoch sollten sie weiterhin auf der Erde leben, und ebenso ihre Kinder und Kindeskinder (Nachkommenschaft). Seither sollten sie ihren Glauben an Allah unter Beweis stellen und IHM alleine dienen. Wenn sie sich gut benehmen würden, und Allah niemals vergessen würden, so dürften sie nach dem Tode und der Auferstehung wieder in das Paradies.

Und Adam empfing von seinem Herrn Worte und ER nahm seine Reue an; denn siehe, ER ist der Vergebende, der Barmherzige. (Sura Al-Baqara; Aya 37)

Genauso verhält es sich nun mit allen Menschen auf dieser Welt. Unabhängig von der Sünde Adams und Evas, denn diese schadet uns nicht, und ein jeder begeht seine eigenen Sünden für welche er zur Rechenschaft gezogen wird. Jeder Mensch lebt, um Allah zu dienen, und im Glauben geprüft zu werden. Und jedem Menschen auf dieser Welt, unabhängig von dem Ort wo er lebt und unabhängig von seiner Nationalität, ist diese Tatsache bewusst. Jeder Mensch verspürt im inneren seines Herzens den tiefen Wunsch, jemanden oder etwas anzubeten. Dieses irrational anmutende Verhalten ist nicht zu verleugnen, und für einen Ungläubigen nicht nachvollziehbar. Doch die meisten dieser Menschen haben den Sinn für den wahren Glauben verloren oder gar niemals gefunden. Sie suchen weder nach der Rechtleitung noch nach dem wahren Glauben. Sie folgen entweder den Fußstapfen ihrer Eltern, ganz gleich ob diese auf dem rechten Weg sind oder nicht, oder sie suchen sich einen Ersatzgötzen, ohne es überhaupt zu bemerken. Die Ersatzgötzen stellen in diesem Fall, das weltliche Verlangen nach Reichtum und Vergnügen dar, und in die Fußstapfen der Eltern treten all jene, die nicht bereit sind, persönlich nach Gott zu suchen, und die nicht bereit für die Wahrheit sind. Sie glauben nicht wahrhaftig, sondern sie sind nichts weiter als Nachläufer, da sie dass, was man ihnen vorgegaukelt hat, nicht auf den Wahrheitsgehalt überprüft haben. Doch wer nicht aus tiefstem Herzen um Allahs Rechtleitung bittet, und wer sein Herz dem Glauben verschließt, der wird die Rechtleitung auch niemals erhalten, es sei denn, Allah möchte es anders.
Anknüpfend an Adams Geschichte könnten sich nun einige denken: Nur wegen Adam und Eva müssen wir nun auf der Erde leben? Sollen wir Buße tragen für ihr Verhalten? Nein, selbstverständlich NICHT! Allah ist der Allwissende, der Allhörende und der Allsehende. Erhaben über alle Menschen und Geschöpfe. Er ist nicht nur gerecht, sondern ER ist DIE Gerechtigkeit. Niemals würde Er den einen für die Sünden des anderen büßen lassen. Er wusste in SEINER Weisheit sehr genau, dass Adam und Eva diese große Sünde begehen würden. Denn als diese Sache geschah, hat ER nicht als Folge dessen schnell die Erde erschaffen, um den Menschen dort leben zu lassen. Nein, sie war schon zuvor da gewesen, wie man einer Aussage aus dem Koran entnehmen kann, in der die Erschaffung der Erde, vor der Erschaffung des Menschen steht. Doch Allah weß es besser.

Er ist es, der für euch alles auf Erden erschuf. Dann wandte ER sich dem Himmel zu und bildete ihn zu sieben Himmeln; und ER hat Macht über alle Dinge. 30. Und als dein Herr zu den Engeln sprach: „Siehe, ich will auf der Erde für Mich einen Sachwalter einsetzen“, da sagten sie: „Willst Du auf ihr einen einsetzen, der auf ihr Verderben anrichtet und Blut vergießt? Wir verkünden doch Dein Lob und rühmen Dich.“ ER sprach: „Siehe, Ich weiß was ihr nicht wisst.“ ( Sura 2 (Die Kuh) Ayat 29+30 )

Für die Sünden Adams und Evas müssen nur diese beiden selbst büßen. Denn Allah ist gerecht und nicht ungerecht. Die so genannte Erbsünde, wie im Christentum entstanden, gibt es im Islam nicht. Da jeder Mensch nur für seine eigenen Taten verantwortlich ist.

Und keine beladene (Seele) trägt die Last einer anderen. Selbst wenn eine Schwerbeladene wegen ihrer Last um Hilfe ruft, soll nichts davon getragen werden, auch nicht von einem Verwandten……( Sura 35 (Der Schöpfer) Aya 18 )

Der Verstand des Menschen ist, wie allseits bekannt, auf ein gewisses Maß begrenzt. Er versteht nicht alles und kann auch nicht alles mit seinen Gedanken erfassen. Um das Leben auf der Erde besser verstehen zu können, bedarf es einer, für den Menschen leicht verständlichen, Erklärung. Diese Erklärung bekamen wir durch Adams und Evas Lehre und Leben anschaulich verdeutlicht. Sie durchlebten ein Leben, welches uns zur Lehre diente. Aber Allah alleine weiß es am besten. Sehr viele Lehren wurden den Menschen durchs Adams Leben übermittelt. Eine der wichtigsten Lehren, die wir aus Adams Leben und aus seiner Sünde ziehen, ist die Tatsache, dass es den Teufel (arab.: Schaitan) gibt.
Nach der Erschaffung Adams befahl Allah den Engeln sich vor Adam niederzuwerfen ( nicht als Zeichen der Anbetung, sondern als Ehrerbietung für Allahs Schöpfung ). Und so taten sie es, außer der Schaitan, denn er hielt sich für etwas Besseres als den Menschen. An dieser Stelle möchte ich dann auch einmal eine Fehlinformation, den Teufel betreffend, zur Sprache bringen. Aufgrund der Koranzitate, wie das untenstehende, könnte man auf den ersten Blick davon ausgehen, der Teufel sei einer von den Engeln. Dem ist aber nicht so. Der Teufel sagt über sich selber aus, dass er aus Feuer geschaffen sei. Die Engel aber sind aus Licht erschaffen. Die Wesen die aus Feuer erschaffen wurden, sind die Ginn. Die Ginn sind eine andere Schöpfung Allahs. Sie sind Geisterähnliche Wesen. Sie leben ebenfalls auf der Erde, werden von den Menschen aber nicht wahrgenommen, da sie in einer anderen Dimension leben. Und auch bei den Ginn gibt es Gut und Böse. Der Teufel befand sich zur Zeit des Befehls Allahs mit unter der Gruppe der Engel. Demnach galt der Befehl der Niederwerfung auch ihm.
Ein Engel ist solcherart von Allah erschaffen, dass er bedingungslos Allah ergeben ist. Die Engel leisten keinerlei Widerspruch. Da der Teufel Widerspruch leistete, kann er demnach kein Engel gewesen sein, sondern einer der Ginn.

Und da sprachen Wir zu den Engeln: „Werft euch vor Adam nieder“ und sie warfen sich nieder, außer Iblis. Er war einer der Dschinn. (Sura 18 (Al-Khaf) Aya 50)

Und wahrlich, Wir erschufen euch und formten euch dann. Dann sprachen Wir zu den Engeln: „ Werft euch vor Adam nieder! „ Und sie warfen sich nieder, außer Iblis. Er war nicht bei denen, die sich niederwarfen. 12. Er sprach: „Was hinderte dich, dich niederzuwerfen, als ich es dir befahl?“ Er sagte: „Ich bin besser als er. Du hast mich aus Feuer erschaffen, ihn aber erschufst du aus Ton.“ (Sura 7 (Die Anhöhen) ; Ayat 11+12)

Daraufhin wurde der Teufel für seine Auflehnung gegen Allah von Allah verdammt. ER gewährte ihm jedoch Aufschub bis zum Tage des Jüngsten Gerichtes. Diese Frist, so schwor der Teufel, wolle er dafür nutzen, die Menschen zu Unglaube und Schandtaten zu verführen. Der Teufel hat sich zum Ziel gesetzt, so viele Menschen wie möglich vom rechten Weg abzubringen, um so viele wie möglich mit ihm in der Hölle zu versammeln.

Er sagte: „Gib mir eine Frist bis zum Tag der Auferstehung.“ 15. Er sprach: „Fürwahr, die Frist ist dir gewährt.“ 16. Er sagte: „Wie Du mich in die Irre gehen ließest, werde ich ihnen auf Deinem geraden Weg auflauern. (Sura 7 (Die Anhöhen) Ayat 15+16)

Doch der Teufel hat keine Macht über die wahrhaft Gläubigen. Und dieses Versprechen ist von Allah. Und welches Versprechen ist wahrhafter, als das von Allah? Auch hier sei wieder erwähnt, dass Allah schon vorher wusste, was passieren wird, doch ER erschuf den Teufel, um ihn als Prüfung für die Menschen einzusetzen.

Und wenn du den Koran vorträgst, nimm deine Zuflucht zu Allah vor Satan, dem Verfluchten. 99. Siehe, er hat keine Macht über die, welche gläubig sind und auf ihren Herrn vertrauen; 100. Denn seine Macht reicht nur über die, welche seinen Beistand suchen und Ihm Gefährten geben. ( Sura 16 (Die Biene) Ayat 98-100 )

Eine Vorraussetzung, um geprüft werden zu können, ist „der freie Wille“. Allah schenkte den Menschen die Fähigkeit frei zu entscheiden. Und zwar die Freiheit zu entscheiden, ob man den Guten Weg oder den schlechten Weg wählt. Die Freiheit, an Allah zu glauben oder IHN zu verleugnen. Doch diese Freiheit bringt auch Konsequenzen mit sich. Denn nach unserem Tode, müssen wir uns vor Allah für das, was wir im Diesseits getan haben verantworten. Allah schuf also das Böse, um den Menschen damit zu prüfen. Der Teufel ist jedoch nicht Gott gleich oder eine von Allah unabhängige Macht. Der Teufel ist lediglich ein Geschöpf Allahs, welchem die Erlaubniss zum Aggieren gewährt wurde. Doch Allah kann dies zu jeder Zeit, die IHM beliebt, beenden. So wie beispielsweise im Ramadaan. In dieser Zeit schränkt Allah die Freiheit des Teufels deutlich spürbar ein, um den Menschen diese Zeit des Fastens zu erleichtern. Die Tatsache, dass es auf dieser Welt sehr viel Böses gibt, bedeutet aber nicht, dass Allah grausam ist oder dass Er Seine Geschöpfe unnötig quälen möchte, und es bedeutet auch nicht, dass Allah seine Geschöpfe vergisst. Gott bewahre uns vor diesem Gedanken. Nein, sondern es bedeutet vielmehr, dass immer mehr Menschen, bedingt durch ihren freien Willen, dem Bösen folgen. Sie tun es freiwillig und haben Spaß daran. Jeder Mensch hat die Wahl, sich für das Gute oder das Böse zu entscheiden. Egal, in welcher Situation er sich gerade befindet. Er hat die Wahl, sich mit aller Kraft gegen das Böse zu wehren, und er hat die Wahl, Allah hierbei um Hilfe zu bitten. Denn jeder, der sich reumütig Allah zuwendet und Ihn aus tiefstem Herzen um die Rechtleitung und Hilfe bittet, dem wird Allah, so Allah will, auch die Rechtleitung gewähren. Jeder, der sein Herz dem Glauben öffnet, dem wird der Glaube und das Licht des Glaubens gewährt. Denn Allah ist der Allerbarmer, und ER erbarmt sich Seiner Geschöpfe fortwährend. Die Ungläubigen jedoch haben den Glauben an Allah verloren und kennen den Sinn ihres Lebens nicht. In der jetzigen Epoche der Menschheitsgeschichte werden die Menschen mit einer Unmenge von Unwahrheiten und Fehlinformationen über Allah und den Glauben überhäuft. Sie werden überwältigt vom Konsum und gefangen gehalten von den Weltlichen Vergnügungen und Gütern. Sie haben sich einen Schutzwall angeeignet, der Ohren, Augen und Herz verschließt. Ein Schutzwall, der alles abwehrt, was das Herz und die tieferen Sinne berühren könnte. Sie haben ihr Herz dem Glauben verschlossen, weil sie vor allem Angst haben. Weil sie es vorziehen, gedankenlos und oberflächlich zu sein, anstatt nachdenkend und tiefgründig. Die Scheuklappen auf ihren Augen verbieten jeglichen Blick nach rechts oder links. Stur eilen sie denen nach, die vor ihnen sind. Sie selbst können das Licht nicht sehen, doch hoffen sie wohl, dass die vor ihnen es können. Jedoch sind auch ihre Vorgänger in die Irre gegangen. Und das ist das Diesseits. Gefüllt mit einer breiten Masse an Mitläufern und einer sehr kleinen Menge von Gläubigen. Die Gläubigen heben sich klar von der breiten Masse ab, da sie sich entschlossen haben, das Tiefgründige in ihrem Leben zu entdecken. Da sie auf die Suche nach Allah gegangen sind und herausgefunden haben, dass das Leben mehr zu bieten hat, als nur Konsum und Spaß. Wenn Allah gewollt hätte, dass man jede Möglichkeit für Spaß und Konsum nutzt und ausschöpft, egal auf wessen Kosten, dann hätte ER das Paradies nicht zu erschaffen brauchen, denn dann hätten wir das Paradies bereits auf Erden.

Dieses Irdische Leben ist nichts als ein Zeitvertreib und ein Spiel; die Wohnstatt des Jenseits aber- das ist das eigentliche Leben, wenn sie es nur wüssten! (Sura 29; Aya 64 )

Diejenigen, die das irdische Leben und seine Pracht begehren, wollen wir für ihre irdischen Werke voll belohnen, und sie sollen (auf Erden) kein Unrecht erleiden. (15) Diese sind es, die im Jenseits nichts als das Feuer erhalten sollen, und das, was sie hienieden gewirkt haben, wird nichtig sein, und eitel (wird) all das (sein), was sie zu tun pflegten. (16) ( Sura 11 (Hud); Ayat 15-16 )

Siehe auch: https://abduomer9.wordpress.com/2013/03/08/das-diesseits-ad-dunja-teil-1-zusammenfassung-des-lebens/

Siehe hierzu auch Teil2: https://abduomer9.wordpress.com/2006/08/22/das-diesseits-teil-2/

Und auch Teil 3: https://abduomer9.wordpress.com/2006/08/22/das-diesseits-teil-3/

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3 Gedanken zu “Das Diesseits (Ad-Dunja) Teil 1 Adam und der Teufel*

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