Zusammenfassung Sunna*

 

Aufgrund der Tatsache, dass das Thema „Sunna“ sehr Umfangreich war, habe ich mich dazu entschlossen, es nochmals in kürzerer Form zu gestalten. Für all jene, die nicht so viel Zeit haben.Und für all jene, die nur das wesentliche, täglich zu Gebrauchende interessiert.

Die Sunna des Propheten Mohammed (s.a.s.): Zusammenfassung 

 

Die Sunna kann grob mit dem Wort „Lebensweise“ des Propheten Mohammed (s.a.s) bezeichnet werden. Das Leben des Propheten wurde von seine Gefährten und Frauen (Familie) bis in das kleinste Detail festgehalten und aufgezeichnet. Diese Aufzeichnungen nennt man „Hadith“. Alle Hadithe als Gesamtwerk betrachtet nennt an dann „Sunna“. Durch die Sunna des Propheten lernen die Muslime, wie sie den Islam zu leben und zu verstehen haben. Denn der Prophet Mohammed lebte den Islam seinerseits am perfektesten. Mohammed (s.a.s.) wurde von den Menschen als „der lebendige Koran“ bezeichnet. Demnach soll jeder Muslim den Propheten als persönliches Vorbild nehmen, und sein Leben so gestalten wie der Prophet es tat. Mohammed (s.a.s) lehrte die Menschen, wie die Verse des Korans zu verstehen und um zu setzen sind. Die Sunna des Propheten umfasst jeden Bereich des Lebens. Nichts bleibt offen oder unbeantwortet. Selbst der Gang zur Toilette, die Menstruation der Frau oder der eheliche Geschlechtsverkehr  bleibt hiervon nicht unberührt. Die Sunna ist die Ergänzung zum Koran und darf von keinem Muslim abgelehnt werden, denn dann würde man auch den Propheten ablehnen. Die Sunna ist der Leitfaden für das Leben und die Erklärhilfe des Korans. In der heutigen Zeit sieht es so aus, das wann immer man eine Sache des Korans nicht verstanden hat oder wann immer man sich mit einer Frage quält, die bislang unbeantwortet blieb, man in der Sunna des Propheten nachschaut, und sich Hadithe heraussucht, welche sich mit zu befassendem Thema beschäftigen. Ich garantiere das ein jeder seine Antwort finden wird.

Die Sunna umfasst alle Bereiche des Lebens. Hierdurch wird klar, was für den Muslim Sünde (Haram), was Erlaubt (Halal), was abzulehnen (Makruh), was nachahmenswert (Sunna Muakada) und was Plicht (Fard) ist. Ähnlich wie in einem Gesetzbuch. Dort findet man nicht nur Verbotenes, sondern auch Erlaubtes und dazwischen liegendes. Der Prophet Mohammed (s.a.s.) machte dies den Menschen deutlich und für Jedermann verständlich.

Fard >>> Absolut verpflichtendes

Diese Hadithe umfassen alle Dinge des Lebens, welche für den Muslim als absolut verpflichtend gelten. Dies sind Dinge, welche auch im Koran als absolute Pflicht genannt werden. So z.B. die Fünf Säulen des Islam >> Der Glaube an Allah (Schahada= Das Glaubenbekenntnis; Gebet; das Fasten im Ramadan; Zakat;  Hadj (Pilgerfahrt nach Mekka); oder Dinge die das Rechtswesen des Islam umfassen >> Das Verbotene und Erlaubte im Islam ( Mord; Eherecht; Erbschaftsrecht; Unzucht; Alkoholverbot; Schweinefleischverbot; Familie; etc. ) Diese Dinge die der Prophet erwähnte, davor warnte und deutlich verbot oder deutlich als zu erfüllende Pflicht nannte, sind also Fard. Da der Prophet von diesen Dingen sprach, sind sie im Leben des Propheten verankert und demnach als Sunna zu bezeichnen. Aber als absolut verpflichtende Sunna. Eine Sunna, bei welcher der Gläubige nicht frei entscheiden kann, ob er es nachahmt oder unterlässt, da diese Dinge auch im Koran als absolut verpflichtend bezeichnet werden.

Haram >>> Absolut verbotenes > Sünde

Wie bei den Fard-Hadithen, so ist es auch bei den Dingen die Haram sind als absolut verpflichtend zu betrachten. Was der Prophet verbot, ist für den Muslim tabu. Von diesen Dingen gilt es sich fern zu halten. Auch bei diesen Dingen ist eine Abdeckung durch den Koran vorhanden. Es wird zwischen „Leichter Sünde“ und „Schwerer Sünde“ unterschieden. Leichte Sünden sind Beispielsweise all jene Sachen, in denen man seine Pflichten Allah gegenüber verletzt. In dem man z.B. nicht pünktlich das Gebet verrichtet hat. Diese Sünden kann man durch aufrichtige Reue tilgen. In der Hoffnung, Allah möge einem verzeihen. „Schwere Sünden“ sind all jene, bei denen man sich gegenüber anderen Menschen versündigt, Unzucht, Alkoholkonsum, Glücksspiel, Mord, Diebstahl und dergleichen. Dies Sünden werden mit Strafmaßnahmen versehen. Sie können durch Reue alleine nicht getilgt werden. Ebenfalls müssen sie wieder gutgemacht werden, sofern dies überhaupt möglich ist. Allah vergibt alle Sünden, bis auf die, welche man anderen Menschen angetan hat. Bei solchen Fällen, muss auch der Geschädigte vergeben, oder aber auf sein Recht der Wiedergutmachung bestehen. Erst dann vergibt auch Allah, da ER der Gerechte ist. Ein jedes Geschöpf darf auf sein Recht bestehen. Eine andere Sünde vergibt Allah aber niemals, sollte der betreffende Mensch ohne Reue und ohne umgekehrt zu sein versterben. Das ist die Sünde der Beigesellung. Das heißt, wenn man etwas oder jemanden anderes außer Allah anbetet. Diese Sünde ist der Austritt aus dem Islam.  

Makruh >>> Abzulehnendes

Dies umfasst all jenes, welches der Prophet im Verhalten der Menschen nicht gerne gesehen hat. Etwas, bei dem er seinen Unmut äußerte, oder es ablehnte. Etwas was gefährlich nah an die Sünde heranreicht, aber noch nicht als Sünde zu bezeichnen ist. Der Muslim hält sich grundsätzlich von Dingen fern, die ihn zur Sünde führen könnten.

Halal >>> Erlaubtes

All jenes was der Prophet offiziel als Erlaubt bezeichnete, ist Halal. Also alles, was er weder ablehnte noch verbot. Oft waren die damaligen Menschen, wie auch die heutigen, in bestimmten Bereichen unsicher, und fragten bei dem Propheten nach. Dieser nahm ihnen dann ihre Befürchtungen, oder aber bestätigte sie. Auf diese Weise wurde das Gebiet über Erlaubtes und Verbotenes sehr gut abgedeckt.

 

Sunna Muakkada >>> absolut Nachahmenswertes

Dieser Bereich umfasst all jenes, was für den Muslim nicht zur Pflicht gemacht wurde, aber dennoch als wünschenswert gilt. Alleine auf der Tatsache beruhend, das der Prophet es tat. Es gibt Dinge, wie das verrichten freiwilliger Gebete, die der Prophet immer und gewohnheitsmäßig tat. Dinge, die er niemals unterlassen hat. Das bedeutet, etwas Gutes liegt darin. Gutes, welches der Prophet in seiner Weisheit wusste und auch mitteilte. Aus diesem Grunde gilt es als sehr gut, es ebenfalls wie der Prophet zu tun. Doch es liegt keine Sünde darin, wenn man es unterlässt.

 

Dinge, welche außerhalb der Sunna Muakkada liegen, sind solche, die der Prophet nur gelegentlich tat, oder die er nicht immer auf ein und dieselbe Art und Weise tat. Dadurch wird der Rahmen, in dem sich ein Muslim frei bewegen kann größer. Es bleibt dem Muslim selbst überlassen, welcher Verhaltensweise er sich anschließt oder was er unterlässt. Ausschlaggeben ist, das er sich im Bereich des Erlaubten aufzuhalten hat.

 

 

 

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