Kann man den Menschen zum Glauben erziehen? und Antwort zur Bibelstelle Matthäus 10,Vers 34-36

Frage: Ist es möglich, einen Menschen im Glauben zu erziehen?

 

ANTWORT:

In Dingen des Glaubens sind alle Menschen für sich selbst verantwortlich. Ein kleines Beispiel aus weltlicher Sicht:

Du kannst mit Deinem Kind wöchentlich in die Kirche gehen, es zum Bibelkurs anmelden und es an der Jugendgemeinde teilnehmen lassen. Aber dass ist keine Garantie dafür, dass es diesen Weg in späteren Zeiten von sich aus fortsetzt. Denn es wird seine eigenen Erfahrungen im Leben machen, es wird sich seine eigenen Gedanken machen und sich evtl. in eine andere Richtung orientieren. Als Kind tut man, was die Eltern einem sagen, doch danach wartet die große weite Welt. Dieses gibt es in allen Familien, unabhängig von der Religion. Der Vater kann ein Imam höchst persönlich sein, dass heißt noch lange nicht, dass das Kind auch religiös wird. Und anders herum hört man auch sehr oft, dass Menschen aus sehr schwierigem Umfeld oder sogar atheistischen Familien zum Glauben finden. Der Mensch hat von Gott den freien Willen bekommen, und so entscheidet der Mensch selber, und nicht seine Eltern, ob er an einen Schöpfer glaubt oder nicht. Die Rechtleitung jedoch obliegt Gott. Gott ist derjenige, Der aus den Finsternissen in das Licht führt.*

 Jedoch sagte der Prophet auch: „Jeder (Mensch) wird im Zustand der Fitra geboren (d.h. nach der Art und Weise des Erschaffens durch Gott). Alsdann machen seine Eltern aus ihm einen Juden, Christen oder Zoroastrier. (Bucharie)Im Zustand der Fitra geboren zu sein, bedeutet, als Muslim (Gottergebener) geboren zu sein. Dies wiederum bedeutet, das jeder Mensch tief in seinem inneren weiß, dass es einen Gott gibt. Jedoch muss ein jeder danach suchen, ganz gleich in welche Schiene die Eltern versucht haben, einen zu schieben.Die Verpflichtung, das Kind im Glauben zu erziehen, besteht im Islam in jedem Fall. Denn wir werden uns vor Allah verantworten müssen, ob wir unser bestes gegeben haben, unser Kind über den Glauben zu belehren, und ihm den Weg zu Allah einfacher zu machen. Also, ja, man kann sein Kind zum Glauben erziehen, aber man hat keine Garantie, dass es auch dabei bleibt.

Bei dem untenstehenden Zitat habe ich eine Stellen grün markiert. Die bestätigt aus meiner Sicht das soeben gesagte.

Kein Unglück trifft ein, es sei denn mit Allahs Erlaubnis. Und wer an Allah glaubt, dem leitet Er sein Herz. Und Allah weiß alle Dinge. (11) Und gehorcht Allah und gehorcht dem Gesandten. Doch wenn ihr euch (von ihm) abkehrt, dann obliegt Unserem Gesandten nur die Pflicht zur deutlichen Verkündigung. (12) Allah! Es ist kein Gott außer Ihm; und auf Allah sollen die Gläubigen vertrauen. (13) O ihr, die ihr glaubt, wahrlich, unter euren Frauen und Kindern sind welche, die euch feindlich gesonnen sind; so hütet euch vor ihnen. Und wenn ihr verzeiht und Nachsicht übt und vergebt, dann ist Allah Allvergebend, Barmherzig. (14) Eure Reichtümer und eure Kinder sind wahrlich eine Versuchung; doch bei Allah ist großer Lohn. (15) So fürchtet Allah, soviel ihr nur könnt, und hört und gehorcht und spendet; es wird für euch selbst besser sein. Und wer vor seiner eigenen Habsucht bewahrt ist – das sind die Erfolgreichen. (16) (Sure 64 (Verlust und Gewinn) Verse 11-16)

Kommentar zu den folgenden Bibelstellen:

Matthäus 10, Vers 34 bis 36

10,34 Meint nicht, dass ich gekommen sei, Frieden auf die Erde zu bringen; ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert. 10,35 Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter;

Matthäus 7, Vers 14

7,14 Denn eng ist die Pforte und schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind, die ihn finden.

Die hier erwähnten Zitate aus dem Matthäus-Evangelium sprechen ein Wort der Wahrheit und ich kenne diese Stelle auch schon sehr gut. Ich kenne sie auswendig um genau zu sein.  Muslime glauben daran, dass die Thora und das Evangelium (welches Jesus lehrte, und nicht was uns heute vorliegt)  ursprünglich von Gott offenbarte Schriften waren. Und die hier erwähnte Stelle ist in jedem Fall eine Wahrheit. Sie trifft den Nagel auf den Kopf. Erstens ist es, allgemein gesprochen, immer schon so gewesen, dass, wenn ein Mensch sich entschlossen hatte, einem Propheten zu folgen und beschlossen hatte gläubig zu werden, er sodann von der Familie und den Freunden geächtet wurde. Denn meisten war er/sie der Einzige in der Familie. Meistens sind die Propheten zu Völkern gesandt worden, die dem Götzendienst frönten. Dass heißt, wer zum Glauben fand und ein Jünger oder Anhänger wurde hatte sich zugleich gegen das ganze Volk gestellt, oder nicht?

Bei Jesus (Friede sei auf ihm) im speziellen, ist es aber auch noch so, dass er schon im Vorfeld wusste, dass es viele verschiedene Meinungen über ihn geben wird, wenn er nicht mehr da ist. Und dass hat ihn sehr geschmerzt. Schon zu seinen „Lebzeiten“ (Lebzeiten in Klammern, denn Jesus (Friede sei auf ihm) ist ja nicht tot, sondern nur nicht auf Erden) bildeten sich verschiedenste Gruppen. Wie heute auch noch, und dies wird sich, aus islamischer Sicht, erst dann aufklären, wenn er zurückkommt. Manche sagen er ist Gott (einige Christen), manche sagen er ist der Sohn Gottes (Christen), manche sagen er ist ein Gesandter Gottes (Muslime) und wieder andere leugnen ihn komplett( Judentum).

 

„“Und damals sprachen die Engel: „“O Maria, siehe, Allah hat dich auserwählt und gereinigt und erwählt vor den Frauen der Welten. (42) „“O Maria, sei vor deinem Herrn voller Andacht und wirf dich nieder und beuge dich mit den Sich-Beugenden.““ (43) „Dies ist eine der Verkündungen des Verborgenen, die Wir dir offenbaren. Denn du warst nicht bei ihnen, als sie ihre Losröhrchen warfen, wer von ihnen Maria pflegen sollte. Und du warst nicht bei ihnen, als sie miteinander stritten. (44) „Damals sprachen die Engel: „“O Maria, siehe, Allah verkündet dir ein Wort von Ihm; sein Name ist der Messias, Jesus, der Sohn der Maria, angesehen im Diesseits und im Jenseits, und einer von denen, die (Allah) nahestehen. (45) „“Und reden wird er in der Wiege zu den Menschen und auch als Erwachsener, und er wird einer der Rechtschaffenen sein.““ (46) „“Sie sagte: „“Mein Herr, soll mir ein Sohn (geboren) werden, wo mich doch kein Mann berührte?““ Er sprach: „“Allah schafft ebenso, was Er will; wenn Er etwas beschlossen hat, spricht Er nur zu ihm: »Sei!« und es ist.““ (47) „Und Er wird ihn das Buch lehren und die Weisheit und die Thora und das Evangelium (48) „und wird ihn entsenden zu den Kindern Israels. (Sprechen wird er:) „“Seht, ich bin zu euch mit einem Zeichen von eurem Herrn gekommen. Seht, ich erschaffe für euch aus Ton die Gestalt eines Vogels und werde in sie hauchen, und sie soll mit Allahs Erlaubnis ein Vogel werden; und ich heile den Blindgeborenen und den Aussätzigen und mache die Toten mit Allahs Erlaubnis lebendig, und ich verkünde euch, was ihr eßt und was ihr in eueren Häusern speichert. Wahrlich, darin ist ein Zeichen für euch, wenn ihr gläubig seid. (49) „Und als ein Bestätiger der Thora, die vor mir da war, und um euch einen Teil von dem zu erlauben, was euch verboten war, bin ich zu euch gekommen mit einem Zeichen von eurem Herrn. So fürchtet Allah und gehorcht mir; (50) „wahrlich, Allah ist mein Herr und euer Herr, darum dienet Ihm. Dies ist ein gerader Weg.““ (51) „“Und als Jesus ihren Unglauben wahrnahm, sagte er: „“Wer ist mein Helfer (auf dem Weg) zu Allah?““ Die Jünger sagten: „“Wir sind Allahs Helfer; wir glauben an Allah, und (du sollst) bezeugen, dass wir (Ihm) ergeben sind. (52) „“Unser Herr, wir glauben an das, was Du herabgesandt hast, und folgen dem Gesandten. Darum führe uns unter den Bezeugenden auf.““ (53) „Und sie schmiedeten eine List, und Allah schmiedete eine List; und Allah ist der beste Listenschmied. (54) „Damals sprach Allah: „“O Jesus, siehe, Ich will dich verscheiden lassen und will dich zu Mir erhöhen und will dich von den Ungläubigen befreien und will deine Anhänger über die Ungläubigen setzen bis zum Tag der Auferstehung. Alsdann werdet ihr zu Mir wiederkehren, und Ich will zwischen euch richten über das, worüber ihr uneins waret. (55) „“Was aber die Ungläubigen anbelangt, so werde Ich sie schwer im Diesseits und im Jenseits bestrafen; und sie werden keine Helfer finden.““ (56) „Was aber diejenigen anbelangt, die glauben und gute Werke tun, so wird Er ihnen ihren vollen Lohn geben. Und Allah liebt nicht die Ungerechten. (57) Dies verlesen Wir dir von den Zeichen und der weisen Ermahnung. (58) „Wahrlich, Jesus ist vor Allah gleich Adam; Er erschuf ihn aus Erde, alsdann sprach Er zu ihm: „“Sei!““ und da war er. (59) „(Dies) ist die Wahrheit von deinem Herrn! Darum sei keiner der Zweifler. (60) “ (Sura El-Imran; Ayat 42-60)

Dies sagt der Koran über Jesus. Also ist es auch meine Sicht über ihn.

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