Wie waren die Menschen in Mekka, bevor sie den Islam annahmen?

Frage: Wie waren die Menschen, bevor sie den Islam angenommen haben? Dies spezifisch in Mekka und Umgebung.

 

Bevor der Islam die Herzen der Menschen in Mekka und großräumiger Umgebung erreichte, waren sie ein Unwissendes Volk. Sie frönten leidenschaftlich dem Götzendienst, und der Glaube hatte monströse und unmenschliche Züge angenommen. In ihrer Blindheit taten die Menschen grausame und auch lächerliche Sachen und nannten dies Gottesdienst. In der Kaaba beherbergte man ca. 360 verschiedene Götzenfiguren. Jedes Jahr zur Pilgerzeit (das Pilgern war aus der Zeit Abrahams hängengeblieben, welcher die Kaaba mit seinem Sohn Ismael an der Stelle, an der Gott Abraham geprüft hatte, erbaut hatte), kamen die Menschen aus allen Umgebungen mit ihren Götzen um ihnen zu huldigen. Dies war ein enormer Gewinn für die Leute von Mekka. Die Götzen waren die Ertragsquelle Mekkas, und wichtig für ihre Handelsbeziehungen. Bei dieser Pilgerreise, die die Menschen unternahmen, gab es die kuriosesten Bilder zu sehen. Lustige und weniger lustige Rituale, welche sich die Menschen ausgedacht hatten. Beispielsweise gab es Menschen, die komplett entkleidet und sich selbst erniedrigend, um die Kaaba flitzten. Die zu jener Zeit lebenden Araber waren alles andere als zivilisiert. Sie waren Beduinen, Wüstenaraber und ohne Bildung und Wissen. Sie hatten extrem Frauenverachtende Traditionen, die soweit gingen, dass man aus Schande, ein Mädchen geboren zu haben, es bei lebendigem Leibe im Sande vergrub. Sie hatten kein Erbrecht, sondern waren stattdessen das Erbe. Das bedeutet, gemäß dem Fall, dass sie Witwe wurden, hatte der Bruder des Verstorbenen das Recht, die Frau an sich zu nehmen. Man beging Unzucht, nahm sich so viele Frauen wie man wollte, betrieb Prostitution. Es gab Glücksspiel und Trinkgelage. Die Männer waren grob und ungehobelt ohne jeglichen Anstand. Man betrieb Sklaverei und erachtete Arme und dunkelhäutige als wertlos und gegenseitige Hilfe gab es nur, wenn es dabei einen eigenen Vorteil gab. Alles in allem ein dunkles Zeitalter. Dann kam Mohammed und Gott offenbarte ihm unter anderem:

Es ist keine Frömmigkeit, wenn ihr eure Angesichter in Richtung Osten oder Westen wendet; Frömmigkeit ist vielmehr, daß man an Allah glaubt, den Jüngsten Tag, die Engel, das Buch und die Propheten und vom Besitz – obwohl man ihn liebt – den Verwandten gibt, den Waisen, den Armen, dem Sohn des Weges, den Bettlern und (für den Freikauf von) Sklaven, daß man das Gebet verrichtet und die Zakah entrichtet. Es sind diejenigen, die ihr Versprechen einhalten, wenn sie es gegeben haben; und diejenigen, die in Elend, Not und in Kriegszeiten geduldig sind; sie sind es, die wahrhaftig und gottesfürchtig sind. (2:177)

Und dient Allah und setzt Ihm nichts zur Seite; und seid gut zu den Eltern und zu den Verwandten, den Waisen, den Armen, dem Nachbar, sei er verwandt oder aus der Fremde, dem Begleiter an der Seite, dem Sohn des Weges und zu dem (Sklaven), den ihr von Rechts wegen besitzt. Seht, Allah liebt nicht den Hochmütigen und Prahler, (36) die da geizig sind und den Leuten gebieten, geizig zu sein, und verbergen, was Allah ihnen in Seiner Huld gegeben hat; und den Ungläubigen haben Wir eine schändende Strafe bereitet. (3: 36+37)

Das Volk wurde aus den Dunkelheiten zum Licht geführt. Aus dem groben Volk wurde ein mitfühlendes, helfendes Volk. Eine blühende Zivilisation wurde zum Leben erweckt, denn der Islam schreibt vor, das jeder, sei es Mann oder Frau, sich Wissen aneignen soll. Und so wurde die Wissenschaft geboren und der Islam verbot die Weiterentwicklung des Menschen nicht. Der Islam schrieb vor, dass die Frauen Erbrecht besitzen und verbot, sie gegen ihren Willen zu heiraten. Na, was ist denn das? Reden wir hier von dem Islam? Zwangsehen sind im Islam verboten. EinigeLeute jedoch sind in den dunklen Traditionen ihrer Vorväter hängengeblieben und vermischen heutzutage diese mit der Religion. Der Prophet hat gesagt: Die Witwe soll nicht verheiratet werden ohne ihre Anweisung, und die Jungfrau soll nicht verheiratet werden, bis ihre Zustimmung eingeholt wurde.

Chansa berichtete, dass ihr Vater sie gegen ihren Willen (mit jemandem) verheiratete als sie thaijib (Witwe) war. Da kam sie zu Allahs Gesandtem, und er erklärte die Ehe für ungültig.

Das Begraben von Kindern wurde verboten, mit der Begründung, dass Jungen und Mädchen vor Allah gleich sind und Allah jedem aus Seiner Huld gibt und versorgt. Ebenfalls verboten wurden Unzucht, Prostitution und schrittweise die Sklaverei. Die Menschen bekamen Moral eingegeben und entwickelten Sinn für Hygiene und Sauberkeit. Die Zahl der Ehefrauen wurde auf vier eingeschränkt und die Mehrehe wurde mit Bedingungen verknüpft. Und zwar die Bedingung, dass eine jede Ehefrau exakt gleich behandelt und ernährt werden muss. Wer dies nicht kann, lädt schwere Sünde auf sich. Aus diesem Grund muss man stark abwägen, ob man dieser Verantwortung gerecht werden kann. Der Gang zur Schule war nicht mehr nur den Jungen vorbehalten, sondern auch den Mädchen. Die Frauen sind die Mütter der Nation. Sie erziehen und leiten eine Gesellschaft. Sie müssen Wissen besitzen, da sie es an die Kinder weitergeben. Die Götzen wurden zerstört. All dies geschah langsam und schrittweise, damit die Menschen es aus reinem Glauben und freiwillig täten. Was auch geschah. Und all dies zu Lebzeiten des Propheten. Die Zerstörung der Götzen erfolgte auf der letzten Pilgerfahrt einige Monate vor des Propheten Tod. Die Leute Mekkas nahmen später allesamt den Islam an. Diese Anektote nur so am Rande. Jedes hier erwähnte Thema ist nur Bruchstückhaft angeschnitten, und es gäbe weit mehr als dies an positivem zu erzählen.

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