Frage: Sündigt ein Muslim, wenn er sich Christen zu Freunden nimmt?

VORWORT

Die Haltung und die Fassung zu bewahren, wenn Irrtümlichkeiten über den eigenen Glauben verbreitet werden, ist wahrlich schwer. Dies gilt für den Muslim, wie für den Christen gleichermaßen. Im Islam ist es nun so, das in der heutigen Zeit, sowie schon zur Zeit des Propheten Mohammed, Unmengen an Lügen und Falschinformationen von Andersgläubigen über ihn verbreitet werden. Einfach um von seiner wahren Botschaft: Es gibt nur EINEN Gott, abzulenken und fernzuhalten. Der Muslim ist nun, sofern er es vermag, angehalten, dies Lügen richtig zu stellen. Dergleichen verhält es sich im Christentum. Aber doch irgendwie anders. Auch hier werden Unmengen an Lügen unter das Volk gebracht. Doch im Gegensatz zum Islam, werden diese Lügen von den Christen selber vermittelt. Paulus, Begründer des heutigen Christentums, tat sein Bestes, um diesen Stein ins Rollen zu bringen. Es wird alles darangesetzt, um die Behauptung, Jesus sei der wahre Sohn Gottes, welcher sein Blut für die Sünden der Menschen gegeben haben soll, aufrecht zu erhalten. Obwohl in der Bibel anderes als dies steht. So werden beispielsweise immer wieder die selben Zitate, wie : „ich und der Vater sind eins“, auf  den Tisch gebracht. Jedoch vollkommen aus dem Kontex gerissen. Wenn man versucht, einen Christen darauf aufmerksam zu machen, dass er vbon der Kirche an der Nase herumgeführt wird, so wird man beschimpft. Was die Kirche lehrt und was in der Bibel steht ist oftmals nicht identisch. Es wird wohl einfach darauf vertraut, das ein Christ seine Schrift nicht selber liest, sondern sich auf „Hörensagen“ verlässt. So ist man also ein Lügner, wenn man die Wahrheit spricht, und ein Lügner wenn man die Lüge aufdeckt. Welch ein Dilemma. Dabei ist es ganz einfach gesprochen nicht von der Hand zu weisen, dass es für den Teufel, den wahren Lügner, doch nichts schöneres geben kann, als einen Menschen, welcher tatsächlich glaubt, er würde für seine Sünden nicht zur Rechenschaft gezogen. Der Christ jedoch, welcher sich die Mühe machen würde, bezogen auf das obige Zitat, dieses einmal nachzuschlagen(Johannes 10.30) und die vorherigen und nachfolgenden Zeilen mitzulesen, würde sehen, das Jesus dort den Ungläubigen erklärt, wie eben jener Satz zu verstehen ist. Wie hier auf Erden Menschen, welche dasselbe Ziel verfolgen und der selben Meinung sind, als „Einheit“ bezeichnet werden, so ist auch Jesus, als Gesandter Gottes, welcher Gottes Willen tut, eine Einheit mit Gott. So wie auch alle anderen Gesandten, welche allesamt ihr Leben für den Glauben und die Gläubigen „opferten“, eine Einheit mit Gott waren. An dieser Stelle zitiert Jesus sogar einen Vers aus dem Alten Testament (Psalm 82.6):Wohl habe ich euch gesagt:Ihr seid Götter/ und allzumal Söhne des Höchsten (!)  So steht es dort also geschrieben. Die Gläubigen sind laut Bibel die „Söhne Gottes“. Jesus sagt dann, das er nicht Gott lästert, wenn er sich als selbiges bezeichnet. Aber dies nur am Rande, denn ich werde dieses Thema inschAllah an anderer Stelle ausführlicher behandeln.

Ein jeder hat das Recht und die Freiheit, zu glauben und zu lieben, was auch immer er für richtig hält. Im Koran steht geschrieben Sure 2, Vers 256: Es gibt keinen Zwang im Glauben…. Und in Sure 109, Vers 6: Euch Euer Glaube, und mir mein Glaube! Über den Glauben lässt sich bekanntlich nicht streiten und man kann auch niemandem seine Meinung aufdrängen. Aber ein Muslim, welcher auf seinen Glauben angesprochen wird, und etwas darüber erzählen „darf“, freut sich in der Regel über diesen Dialog, da man nun entlich einmal die Möglichkeit bekommt, die Medienlügen aus dem Weg zu räumen und zu entkräften.  Aber traurigerweise wird das von dem Gegenüber oft gar nicht so gesehen. Dem Gegenüber geht es oft, nicht immer, darum, Fehler im Islam aufdecken zu wollen, und den Muslim in eine Falle tappen zu lassen. Dies funktioniert natürlich nicht, da es im Islam keine Fehler gibt. Der einzige, der am Ende des Dialogs mit Fehlern in seiner Schrift zurückbleibt, ist der Christ selber, welcher dann mit den unfreiwillig ans Licht gebrachten Dingen umgehen muss. Welche Lehre er daraus zieht, bleibt ihm selbst überlassen. Quran Sure 17. 25: „Euer Herr weiß am besten, was in euren Seelen ist: Wenn ihr rechtgesinnt seid, dann ist Er gewiß Verzeihend gegenüber den Sich-Bekehrenden. (25) Der Islam verpflichtet uns Muslime, uns bei Unwahrheiten unserem Glauben gegenüber zur Wehr zu setzen und eine Richtigstellung anzubieten, sofern wir über genug Wissen verfügen, dies zu tun und dazu in der Lage sind. Aber bitte recht freundlich:  Sure 17, Vers 53: Und sprich zu Meinen Dienern, sie sollen stets freundlich sprechen; denn Satan stiftet zwischen ihnen Zwietracht. Wahrlich, Satan ist dem Menschen ein offenkundiger Feind.

Allahs Gesandter hat gesagt: “Wer von euch etwas Schlechtes sieht, der soll es mit (der Kraft) seiner Hand ändern, und wenn er das nicht vermag, dann mit (den Worten) seiner Zunge, und wenn er (auch) das nicht vermag, dann mit (dem Wunsch) seines Herzens, und dies ist das Schwächste an Glauben.” (Abu Said al-Chudri; Muslim)

 Allahs Gesandter hat gesagt: “Wer zur Rechtleitung ruft, dem wird der gleiche Lohn zuteil, wie jenen, die ihm folgen. Dies vermindert ihren Lohn um nichts. Wer zum Fehlgehen ruft, der (lädt) sich die gleiche Sünde auf wie jene, die ihm folgen. Dies vermindert ihre Sünden um nichts…” (Abu Huraira; Muslim)

Ein Mann sagte zum Propheten; “Gib mir einen Rat.” Da sagte er: “Nimm jede Sache nach ihrer Bestimmung. Wenn du in ihrem Ausgang Gutes siehst, fahre fort, und wenn du fürchtest (Allahs Grenzen) zu überschreiten, dann halte dich fern davon.” (Anas; Scharh al-sunna)

Da  es alleine Allah ist der jemanden rechtleitet, und nicht der Mensch, kann man dabei auch nicht allzuviel falsch machen. Aber Vorsicht, denn Du sollst keine Vermutungen äußern, sondern reden wenn du etwas weist. Kannst du eine Frage nicht beantworten, so verweise den Fragenden an jemanden, der mehr Wissen hat als du. Daran ist nichts schlimmes zu sehen.

Ein Muslim wird aufgrund seines Glaubens, dass Jesus ein Gesandter und nicht der Sohn Gottes ist, als blasphemisch betitelt. Hier bekommt das Wort „Blasphemie“ eine ganz neue Bedeutung. Ist es denn nicht so, dass von Anbeginn der Zeit, bis zum heutigen Tage, Gott jene als Blasphemisch betrachtet, welche IHN lästern, indem sie IHM etwas beigesellen? Aber im Christentum (Neues Testament) ist man blasphemisch, wenn man Gott NICHTS zur Seite stellt, und somit den dreieinigen Gott verleugnet. Gott ist nur EINER , und nichts ist IHM gleich. Siehe Quran Sure 112: Sprich: „Er ist Allah, ein Einziger, (1) Allah, der Absolute (Ewige Unabhängige, von Dem alles abhängt). (2) Er zeugt nicht und ist nicht gezeugt worden, (3) und Ihm ebenbürtig ist keiner.“ (4) Wenn dies blasphemisch ist, was ist dann Götzendienst? Wir Muslime tragen das ursprüngliche und echte Evangelium von Jesus schon längst in unserem  Herzen (woanders als dort können wir es auch nicht bewahren, da es nicht mehr existiert), und lieben den Messias Jesus, den Sohn der Maria, aus selbigem zutiefst und ebenso seine ursprüngliche Botschaft. Genauso, wie mir Moses und Abraham und ihre ürsprünglichen Botschaften von Allah, lieben. Täten wir dies nicht, so wären wir keine Muslime. Denn wir Muslime glauben ja nun einmal daran, dass Allah schon zuvor den Menschen Worte offenbarte.

Ein Christ fragte folgendes:

Sündigst Du denn nicht, wenn Du Dich mit Juden und Christen einlässt? Zum „Beweis“ wird der folgende Quranvers herangezogenSure 5, Vers 51:

O ihr, die ihr glaubt! Nehmt nicht die Juden und die Christen zu Beschützern. Sie sind einander Beschützer. Und wer sie von euch zu Beschützern nimmt, der gehört wahrlich zu ihnen. Wahrlich, Allah weist nicht dem Volk der Ungerechten den Weg.

ANTWORT:

Und weiterhin steht geschrieben:

60:8-9 Gott verbietet euch nicht, gegen jene, die euch nicht des Glaubens wegen bekämpft haben und euch nicht aus euren Häusern vertrieben haben, gütig zu sein und redlich mit ihnen zu verfahren; wahrlich, Gott liebt die Gerechten. Doch Gott verbietet euch, mit denen, die euch des Glaubens wegen bekämpft haben und euch aus euren Häusern vertrieben und (anderen) geholfen haben, euch zu vertreiben, Freundschaft zu schließen. Und wer mit ihnen Freundschaft schließt – das sind die Missetäter.

Wird denn hier ernsthaft davon ausgegangen, ein Muslim dürfte nicht mit Andersgläubigen sprechen oder mit Ihnen befreundet sein? Dann wäre jeder Muslim hier definitiv im falschen Land, nicht wahr? Was wäre das wohl für ein Glaube, der einem den generellen Kontakt zu anderen Menschen verbietet. Wie hätte sich der Islam ausbreiten sollen, wenn es verboten wäre, Kontakt oder Freundschaft zu Andersgläubigen zu haben. Der Islam sieht stets das Wohl der Gemeinschaft, und nicht nur das Wohl des Einzelnen. Und hier gilt ausnahmslos, sich zu vertragen und friedlich miteinander umzugehen, da wir eine sehr bunte Welt sind. Ein jeder hat das Recht darauf, in seiner Persönlichkeit und mit seinem Glauben respektiert zu werden. Allahs Gesandter hat gesagt: „Muslim ist der, vor dessen Zunge und Hand die anderen Muslime sicher sind und gläubig ist der, vor dem die Menschen sich hinsichtlich ihres Lebens und ihres Eigentums sicher fühlen.“ Gewalt und Zwang wäre hierbei völlig unangebracht und nebenbei auch verboten. Wenn man jemanden zwingen würde, zu einem anderen Glauben überzugehen, so wäre dieser Glaube nichtig und zwecklos, denn Glaube kommt von Herzen und muss aus eigenen Stücken zustande kommen. Man schaue sich das heutige Syrien, den Libanon oder diverse andere arabische Staaten an. Dort lebten bis vor weniger als einem Jahr noch Juden, Christen und Muslime Seite an Seite friedlich miteinander und krümmten sich kein Haar. Hinsichtlich der aktuellen Lage sieht es natürlich zur Zeit anders aus, da der Präsident mal munter am rummorden ist. Aber ansonsten hatten die Menschen ihre Kirchen, Synagogen und Moscheen, und keiner war darüber entsetzt. Dies ist so, weil der Islam vorschreibt, die Leute der Schrift zu respektieren und ihnen Schutz zu gewähren, wenn sie darum bitten. Nicht umsonst findet man häufig viele Christen und Juden in islamischen Ländern. Zur Blütezeit des Islam waren enorm viele jüdische Stämme in muslimischen Gebieten zu finden, weil dies der einzige Ort war, wo sie in Frieden leben konnten. Sie unterstanden dann, wie die Muslime, dem Schutz des Staates und beteiligten sich auch finanziell in Form von Schutzsteuer. Zu jener Zeit drohte ein großes Heer in Medina einzufallen. Zu viele, um sich verteidigen zu können. Daraufhin rief der damalige Herrscher alle jüdischen Stämme zusammen und gab ihnen ihr bereits entrichtetes Geld zurück. Er sagte: „Ich kann euch keinen weiteren Schutz garantieren, aus diesem Grund gebe ich euch eure Schutzsteuer zurück“. Die Muslime jedoch machten sich zum Kampf auf, um ihre Kinder, Frauen und ihr Eigentum zu schützen. Soviel dazu. Gepriesen sei Allah. Was denken die Menschen bloß von Dir, oh Allah, Herr der Welten.

Weißt Du lieber nichtmuslimischer Leser, Du solltest den Geschichten über brennende Kirchen und verfolgte Christen nicht all zu viel Glauben schenken, dann kannst Du vielleicht einen solchen Vers, wie den oben erwähnten, besser verstehen. Sicherlich kann es sein, dass es verrückte Menschen gibt, die Andersgläubige ungerechtfertigt verfolgen und töten. Doch sicherlich werden sie dafür die Hölle kosten, denn sie laden eine große Sünde auf sich. Der Islam verbietet solcherlei aufs schärfste. Wesentlich öfter als die Kirchen, brennen jedoch die Moscheen und nicht in einzelnen entlegenen Dörfern und heimlich und versteckt, sondern öffentlich und mit dem Hurra der restlichen Welt. Ganze Länder werden geschrottet. Alleine der Libanonkrieg von 2006 war schon verheerend. Der Libanon ist nicht viel größer als Holland und hat über 1 Million Bomben einkassiert! Was ist wohl stehen geblieben? Der Krieg ging von Israel aus, aber niemand würde sagen, das Judentum ist brutal. Der Krieg gegen den Irak und Afghanistan ging von einem Mann aus, der öffentlich bekennt „Christ“ zu sein. Doch würde jemand sagen, das Christentum ist brutal? Nein, selbstverständlich nicht. Doppelmoral, na und? Na gut, ich schweife vom Thema ab.

Zurück zum Frieden untereinander.

Wie bereits erwähnt, ist der Prophet unser Vorbild und Lehrer für alle Lebenslagen. So wie er mit Andersgläubigen umging, so tun wir es. Nach vielen Jahren der Verfolgung, des Folterns und Mordens denen die Gläubigen und der Prophet ausgesetzt waren, wanderten sie von Mekka nach Medina aus. Ungefähr im zehnten Jahr der Gesandtschaft. Es müssten ein paar hunderte gewesen sein. Zehn Jahre später kehrte der Prophet mit über 120000 Gläubigen zurück! Durch Gewalt und Feindschaft? Keineswegs! Doch was geschah dann? Nichts! Es geschah nichts! Der Prophet, welcher in Europa als brutal und blutrünstig, mit dem Schwerte schwingend, dargestellt wird, ging zur Kaaba im Zentrum Mekkas und sagte: “ Ihr Bürger von Mekka. Es soll euch nichts geschehen. Ihr seid sicher.“( ungefähr wiedergegeben).Viele Menschen überzeugte schon der gute Charakter und die Barmherzigkeit des Propheten vom Islam. Da er schon vor seiner Gesandtschaft als „Al-Amin“ der Vertrauenswürdige bekannt war, wussten die Leute, dass er noch nie gelogen hatte und stets hilfsbereit war. Er wurde erst mit 40 Jahren zum Propheten berufen, denn auf diese Weise hatten die Menschen Gelegenheit, den Mann Mohammed bis ins kleinste Detail zu kennen. Vierzig Jahre weilte er unter den Menschen und nie hatte auch nur einer etwas Schlechtes von ihm gesehen. Er war kein Lügner, kein Dieb und kein Hochstapler. Geistig verwirrt war er auch nicht. Er verlangte nichts von den Menschen, genau wie alle anderen Propheten. Er war der beliebteste Mensch Mekkas vor seiner Entsendung, doch als er die Offenbarung empfing und öffentlich predigte: „Es gibt nur einen Gott“, und das in der Hochburg des Götzendienstes, da wurde er zum meist gehassten Menschen, den man loswerden wollte. Warum sollte sich jemand freiwillig zum Bumann machen, wenn er vorher Ruhm und Ansehen hatte? Mekka verdiente gut an den Götzen und man sah in ihm eine Gefahr für den Reichtum. Nur die Armen und  Sklaven, Menschen der untersten Klasse (aus Sicht der Mekkaner) traten vom Götzendienst zum Islam über und wurden dafür gefoltert. Dennoch haben sie sich nicht gewehrt oder etwas dagegen unternommen. Der Mann Mohammed. Mitten in der Hochburg der Götzen in der es keine Thora und kein Evangelium gab, schwang er plötzlich prophetische Reden. Kann den Inhalt der Thora und des Evangeliums auswendig, kennt sämtliche Propheten und deren Botschaften und Geschichten, prophezeit Dinge aus der Zukunft welche sich bewahrheiten, stellt wissenschaftliche Thesen auf, welche man erst in diesem Jahrhundert mit den Errungenschaften der modernen Wissenschaft „herausgefunden“ hat, zum Beispiel die Entwicklungsphasen des Embryos im Mutterleib, der Kreislauf des Lebens, und das die Grundlage all dessen das Wasser ist. Das Universum und seine Entstehung, dass die Erde rund und keine Scheibe ist, dass die Planeten Umlaufbahnen haben, und so weiter. Was ein Analphabet und Wüstenaraber vor 1400 Jahren so alles wusste. Das ist schon erstaunlich. Nun denn, die Mekkaner wussten sehr wohl, dass er die Wahrheit sprach, doch sie wollten es nicht wahrhaben, denn das weltliche war ihnen wichtiger. Das Übliche. Und was tat er mit den Menschen die ihn hassten? Schlug er ihnen die Köpfe ab? Schlitzte er sie auf? Zermatschte er sie zu Mus und trank ihr Blut? Ist das übertrieben? Ist es nicht das, was man hierzulande von Mohammed denkt? Deswegen hat man es auch als besonders tolerant empfunden lustige Bildchen von ihm zu malen. Zum Beispiel mit Turban und Handgranate auf dem Kopf. Da hatten Leute wie ich viel zu tun, um die aufgebrachte Menge zu beruhigen und sie daran zu erinnern, das dies Provokation ist und eine Prüfung von Allah. Und auf Prüfungen reagiert man mit Geduld und Zuversicht, bis Allah eine Lösung des Problems in Sichtweite bringt. Man musste sie daran erinnern, dass der Teufel überall seine Finger im Spiel hat, und uns zu Gewalt anstacheln will. Und wer will schon den Teufel siegen lassen? Gewalt mit Gegengewalt zu beantworten, kann keine Lösung sein, denn das ist es, was man von uns erwartet hat. Außerdem hat man uns keine körperliche Gewalt angetan, sondern Gewalt einer anderen Kategorie. Doch zurück zum Thema. Geschichten aus dem Leben des Propheten: Da war zum Beispiel der eine Mann, der von weit her kam, nur um ihn zu töten. Er drang in sein Lager ein und die Freunde des Propheten wollten ihn aufhalten. Doch der Prophet verbot es und bat den Mann sich zu setzen. Die Geschichte endete so, dass der Mann am Ende sagte: Du warst mir das am meisten verhasste auf der Welt, und nun bist Du dass von mir am meisten geliebte.Oder die „Eroberung“ Mekkas. Wie schon oben erwähnt. Auf seiner letzten Pilgerreise von Medina nach Mekka mit besagten 120000 Gläubigen, bekamen die Menschen angesichts der großen Masse an Menschen Angst. Sie wussten, dort kommen all jene, denen sie vorher Unrecht getan, die sie zuvor gefoltert und gequält hatten. Sie hatten ihnen auch all ihr Eigentum genommen. Die Mekkaner fürchteten nun die Rache der Gläubigen. Doch weit gefehlt. Die Pilger kamen immer näher und die Leute Mekkas sammelten die Kinder ein und verbarrikadierten die Häuser. In Mekka, auf dem großen Platz, rief dann Mohammed die Leute zusammen und forderte sie auf, näher zu kommen. Er rief aus: „Was erwartet ihr nun von mir, was ich tun soll.“ Die ehemaligen Peiniger, sagten voller Panik: “Nur Gutes“ Und der Prophet sagte: „Geht! Ihr seid frei. Niemandem darf ein Leid geschehen“. Das war alles. Mehr ist nicht geschehen.

Der Mensch weiß immer nur, was er wissen will.

Und was sagt der Koran zum Miteinander?

31:15 Doch wenn sie mit dir eifern, damit du Mir das zur Seite setzest, wovon du keine Kenntnis hast, dann gehorche ihnen nicht. In weltlichen Dingen aber verkehre mit ihnen auf geziemende Weise. Doch folge dem Weg dessen, der sich zu Mir wendet. Dann werdet ihr zu Mir zurückkehren, und Ich werde euch verkünden, was ihr getan.

6:108 Und schmähet nicht die, welche sie statt Gott anrufen, sonst würden sie aus Groll Gott schmähen ohne Wissen. Also ließen Wir jedem Volke sein Tun als wohlgefällig erscheinen. Dann aber ist zu ihrem Herrn ihre Heimkehr; und Er wird ihnen verkünden, was sie getan haben.

60:7 Vielleicht wird Gott Liebe setzen zwischen euch und denen unter ihnen, mit denen ihr in Feindschaft lebt; Denn Gott ist Allmächtig und Gott ist Allverzeihend, Barmherzig.

5:57 O ihr, die ihr glaubt, nehmt euch nicht die zu Beschützern – von jenen, denen vor euch die Schrift gegeben wurde, und von den Ungläubigen -, die mit eurem Glauben Spott und Scherz treiben – und fürchtet Gott, wenn ihr Gläubige seid.

4:140 Und Er hat euch schon in dem Buch herabgesandt, dass – wenn ihr hört, dass die Zeichen/Verse Gottes geleugnet und verspottet werden – ihr nicht bei ihnen sitzt, bis sie zu einem anderen Gespräch übergehen; ihr wäret sonst wie sie. Wahrlich, Gott wird die Heuchler und die Ungläubigen allesamt in der Hölle versammeln.

3:113 Sie sind aber nicht (alle) gleich. Unter den Leuten der Schrift gibt es (auch) eine Gemeinschaft, die stets die Verse Gottes zur Zeit der Nacht verlesen und sich dabei niederwerfen.

3:64 Sprich: „O Volk der Schrift, kommt herbei zu einem gleichen Wort zwischen uns und euch, dass wir nämlich Gott allein dienen und nichts neben Ihn stellen und dass nicht die einen von uns die anderen zu Herren nehmen außer Gott.“ Und wenn sie sich abwenden, so sprecht: „Bezeugt, dass wir (Ihm) ergeben sind“

5:51 O ihr, die ihr glaubt! Nehmt nicht die Juden und die Christen zu Beschützern. Sie sind einander Beschützer. Und wer sie von euch zu Beschützern nimmt, der gehört wahrlich zu ihnen. Wahrlich, Allah weist nicht dem Volk der Ungerechten den Weg.

In den oben genannten Zitaten des Korans ist schon deutlich ersichtlich, wann „Freundschaft“ erlaubt und wann es nicht erlaubt ist. Das Wort „Beschützer“ aus deinem Zitat, ist etwas falsch übersetzt. Es ist „Schutzherr“ damit gemeint. Und dies bedeutet, dass in Konfliktsituationen, der Muslim Schutz und Beistand bei den Brüdern und nicht beim „Gegner“ suchen soll. Dies bedeutet, dass man Hilfe bei den Brüdern ersuchen soll, wenn man welche benötigt. Ich finde dies ist durchaus als normal und legitim zu erachten. Angenommen, ich würde im Irak wohnen, welches bekanntlich von Amerika besetzt ist, und jemand hätte mir wehgetan, aufgrund dessen ich Hilfe benötigen würde, so würd ich niemals zu einem amerikanischen Stützpunkt gehen und dort um Hilfe ersuchen. Menschen, welche tagtäglich meine Brüder und Schwestern töten, und wann immer sie es können, meine Privatsphäre verletzen. Von denen benötige ich keine Hilfe. Aber angenommen, meine Nachbarin wäre eine Christin, und wir würden uns gut verstehen. Wann immer wir können, helfen wir uns gegenseitig. Von ihr würde ich Hilfe in weltlichen Dingen ersuchen, und ich hätte keine Probleme damit. Noch etwas anderes ist mit dem oben erwähnten Zitat gemeint. Wenn ich Probleme in religiösen Angelegenheiten hätte, so würde ich nicht zu einer Kirche gehen, und den Pastor um Hilfe bitten, genauso wenig wie du in einer Moschee um Hilfe suchen würdest. Denn der Pastor kennt nicht meine Schrift und auch nicht die Gesetzmäßigkeiten. Er teilt nicht dieselben Moralvorstellungen und hat einen anderen Maßstab als ich. Ich würde in eine Moschee gehen, in der mir der zuständige Imam schnell eine passende Stelle aus dem Koran nennen könnte, welche mir dann Erleichterung bei meinem Problem bescheren würde. Wenn ich jedoch die Wahl zwischen einem Muslim und einem Christen hätte, so würde ich den Muslim vorziehen. Alles andere, außerhalb des genannten, ist dem Frieden und Miteinander verpflichtend zu widmen, denn Allah sagt im Koran:

O ihr Menschen, Wir haben euch aus Mann und Frau erschaffen und euch zu Völkern und Stämmen gemacht, auf daß ihr einander erkennen (im Sinne: kennenlernen) möget. Wahrlich, vor Allah ist von euch der Angesehenste, welcher der Gottesfürchtigste ist. Wahrlich, Allah ist Allwissend, Allkundig (49:13)

Mit diesem Vers ist Rassismus und Verachtung des minderbemittelten der Weg versperrt. Denn alle Menschen sind gleich, doch nur das Herz macht den Unterschied.

Und was steht in der Sunna des Propheten? Sunna heißt im Übrigen „Lebensweise“. Die Sunna beinhaltete die Aussprüche und die Lebensweise des Gesandten Gottes. Der Muslim hat zwei Quellen aus denen er sein Wissen schöpft. Der Koran und die Sunna. Der Koran ist unser Gesetz, Hoffnung, Ermahnung, Liebe und Trost, welches wir in den Worten Allahs finden. Und die Sunna hilft uns, all das, was im Koran steht, mit der Hilfe des Gesandten Mohammed umzusetzen. Nicht seine „persönliche“ Hilfe, sondern durch seine Art zu leben und zu denken, welches uns als Vorbild dient. Der Koran, das letzte und unverfälschte Wort Gottes, gilt als heilig und unfehlbar. Wie bereits zuvor erwähnt ist nur das Original, also der arabische Koran, heilig. Die Sunna ist als eine Art Biographie zu verstehen. Die Menschen um den Propheten schrieben alle seine Worte und Taten auf, um es nicht zu vergessen und um es der Nachwelt zu hinterlassen und weiter zu lehren. Der Gesandte Allahs verbot, seine persönlichen Worte auf die gleichen Schriftstücke zu setzen, wie den Koran, welchen man ebenfalls direkt nach der Offenbarung aufschrieb. Also zu Lebzeiten des Propheten. Mohammed wollte verhindern, dass es zu Vermischung seiner Worte und der Worte Allahs kommt. Dies ist ihm gelungen. Die Lehre des Islam sagt zum Thema „Barmherzigkeit“ zu anderen Menschen:

*        Der Gesandte Allahs (s) sagte: “Wer sich nicht der Kleinen erbarmt, den Alten nicht Achtung schenkt, zum Guten nicht auffordert und nicht das Übel verwehrt, gehört nicht zu uns.”

*        `Abdullâh Ibn `Amr Ibn-il-`Âs (r) berichtete, dass der Gesandte Allâhs (s) gesagt hat: “Wer dem Höllenfeuer entrückt und ins Paradies geführt werden möchte, zu dem soll der Tod kommen, während er an Allâh und den Jüngsten Tag glaubt, und er soll die Menschen genauso behandeln, wie er sich wünscht von ihnen behandelt zu werden.”

*        Allâhs Gesandter (s) hat gesagt: “Wer satt ist, während sein Nachbar hungrig ist, ist nicht wahrhaftig gläubig.”

*        Â’ischa (r) berichtete: Es sagte der Prophet Allâhs (s): “Gabriel empfahl mir so oft gute Behandlung des Nachbarn, dass ich dachte, er würde ihn vielleicht zum Erben und Nachfolger erklären.”

*        Allâhs Gesandter (s) hat gesagt: “Zwei Dinge am Menschen zeugen vom Unglauben: Die Menschen nach ihrer Herkunft zu beurteilen und bei der Trauer um einen Verstorbenen über die Stränge  zu schlagen.”

*        Ein Mann kam zu Allahs Gesandten und sagte: “Allahs Gesandter, wer hat das größte Anrecht darauf, daß ich ihm ein guter Gefährte bin?” Er antwortete: “Deine Mutter.” Er fragte: “Und wer dann?” Er antwortete: “Deine Mutter.” Er fragte (wieder), “Und wer dann?” Er antwortet: “Deine Mutter.” Er fragte: “Und wer dann?” Er antwortete: “Dein Vater.” (Abu Huraira; Muslim)

*        Ein Beduine kam zum Propheten und sagte: “Ihr küßt die Kinder, aber wir küssen sie nicht.” Der Prophet antwortete: “Vermag ich etwas für dich (zu tun), wenn Allah die Barmherzigkeit aus deinem Herzen genommen hat?”

*        Allahs Gesandter hat gesagt: Allah ist nicht barmherzig mit dem, der nicht barmherzig mit den Menschen ist.

*        Allahs Gesandter hat gesagt: Besucht die Kranken, speist den Hungrigen und lasst den Gefangenen frei.

*        Fürchte Allah, wo immer Du bist, und lass der Sünde immer eine gute Tat folgen, um sie damit auszulöschen, und behandle die Menschen gut.

*        Allahs Gesandter gebrauchte niemals unanständige Worte und (tat) niemals etwas Unanständiges, und er pflegte zu sagen: Am besten von euch sind (die mit dem besten) Benehmen.

*        Allahs Gesandter hat gesagt: Der gehört nicht zu uns, der nicht barmherzig ist mit unseren Kleinen und unsere Alten nicht achtet.

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2 Gedanken zu “Frage: Sündigt ein Muslim, wenn er sich Christen zu Freunden nimmt?

  1. Vielen lieben Dank, für dein nettes Kommentar. Ich habe mich wirklich gefreut. Möge Allah auch Deine Arbeit, und die Arbeit von uns allen, welche wir NUR für IHN und um SEINES Wohlgefallens Willen tun, Früchte tragen lassen.

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