*Die Umma= Die Gemeinschaft der Muslime*

Bismillahi Ar-Rahman Ar-Rahim

Im Namen Allahs des Allerbarmers des Barmherzigen

 

Die Gemeinschaft ( Umma ) der Muslime

Ihr seid die beste Gemeinschaft, die für die Menschen erstand. Ihr gebietet das Rechte und verbietet das Unrechte und glaubt an Allah…..( Sura 3 (Das Haus Imran) Aya 110 )

 

Und seid nicht wie jene, die gespalten und uneins sind, nachdem die deutliche Botschaft zu ihnen kam; ihnen wird schmerzliche Strafe zuteil, ( Sura 3 (Das Haus Imran) Aya 105 )

 

O ihr, die ihr glaubt! Fürchtet Allah geziemend, und sterbt nicht anders denn als Muslime. ( Sura 3 (Das Haus Imran) Aya 102 )

 

Die Gemeinschaft der Muslime ist, neben der Familie und dem eigenen Dienst an Allah, als das Wichtigste im Leben eines Muslims anzusehen, da der Umgang mit anderen Menschen unser Leben bestimmt. Ohne den Umgang mit anderen Menschen wäre man schließlich sehr einsam und man würde ein Leben ohne Sinn und Zweck führen. Allgemein kann man sagen, dass die Art und Weise, wie wir z.B. unsere Freizeit verbringen, davon bestimmt wird, wer unsere Freunde sind und wie man die gemeinsame Zeit verbringt. Wie man die gemeinsame Zeit verbringt, hängt unter anderem von den Wünschen und Zielen der jeweiligen Personen ab. Hat diese Person dieselben Ziele wie man selbst oder doch eher etwas ganz anderes im Sinn? Hat man genug Gemeinsamkeiten, um sich einig zu werden oder streitet man sich nur darum, wer das Bestimmungsrecht hat? Gehört man eher zu jenen, die immer klein beigeben, oder zu jenen, die grundsätzlich ihr Recht durchsetzen? Fragen über Fragen. Es ist nicht einfach die richtigen Freunde zu finden, aber es ist sicher, dass man nicht immer die richtige Wahl trifft. Dieses zumindest ist schon einigen Menschen so gegangen. Einfach ausgedrückt könnte man auch sagen: Man hat die falschen Freunde erwischt. Was sind falsche Freunde und wer bestimmt eigentlich was so genannte falsche Freunde sind?

Nun, Allah sagt uns im Koran, dass die Umma der Muslime die beste Umma aller Zeiten ist. Sowohl von denen aus der Vergangenheit, als auch von diesen oder jenen Gruppen, die da noch kommen könnten. ER sagt uns auch, dass ER für die Menschheit den Islam als die Richtige Religion ausgewählt hat. Und Allah warnt uns davor, uns mit den falschen Menschen zusammenzutun (in diesem Fall sind die Nichtmuslime gemeint).  Auch wenn dies schmerzhaft sein sollte, da man doch sehr oft davon ausgeht, dass der beste Freund einen auch wirklich gern hat.

O ihr, die ihr glaubt! Schließt keine Freundschaft außer mit euresgleichen. Sie werden nicht zaudern, euch zu schaden, und sie wünschen euren Untergang…… 119. Sieh da! Ihr liebt sie, doch sie lieben euch nicht, obwohl ihr an sämtliche Offenbarungen glaubt…… ( Sura 3 (Das Haus Imran) Ayat 118 + 119 )

Auf den ersten Blick hört sich dieses Zitat sicherlich hart und drastisch an, vielleicht sogar abschreckend. Doch das ist es nicht. Dieses Zitat verteufelt jetzt nicht sämtliche Nichtmuslime, Gott bewahre. Sondern eher jene, die aus dem Hinterhalt kommen. Die Gute Miene zum Bösen Spiel machen. All jene die Toleranz vorspielen und in Wirklichkeit intolerant sind. Es gibt sehr viele solcher Menschen, und dieses Zitat spricht eine deutliche Warnung vor solchen Menschen aus. Man sollte auf der Hut sein, und mit Vorsicht an Freundschaften mit Nichtmuslimen gehen. Dieses soll nicht bedeuten, dass man sich nun völlig abkapseln soll, denn das wäre der falsche Weg. Wir leben hier schließlich in einem Land, in dem der größte Teil der Bevölkerung aus Nichtmuslimen besteht. Muslime müssen stets höflich und nett mit allen Menschen umgehen. Auch müssen die Muslime die Christen und Juden tolerieren. Man sollte immer Streit vermeiden und einen Guten Eindruck vom Islam vermitteln. Diese ist selbstverständlich und auch wichtig. Doch Dinge die das Herz bewegen und mit dem Glauben zu tun haben, gehören einfach in die innerislamische Gemeinde. Einfacher gesagt : Nur ein Muslim kann mein bester Freund sein, denn nur ein Muslim wird mich voll und ganz verstehen und meine Geheimnisse wahren.

Doch was ist überhaupt ein Muslim? Diese Frage gilt es an dieser Stelle zu klären.

Ein Muslim ist ein Diener Allahs, denn Muslim heißt im Übertragenem Sinne: Jemand, der sich Allah hingibt. Sowie Islam einfach übersetzt: Sich hingeben, sich Allah unterwerfen heißt. Des Weiteren steckt in dem Wort Islam die Wurzel des Wortes Salam, und das heißt: Friede. Ein wirklich bemerkenswertes Wort, mit einer umwerfenden und wichtigen Bedeutung. Doch ist dieses nicht weiter verwunderlich, denn eine Perfekte Religion, benötigt auch einen perfekten Namen. Einen Namen, der nicht von den Menschen gewählt, sondern von Allah gegeben wurde. So steht im Koran geschrieben:

Siehe, die Religion bei Allah ist der Islam….. ( Sure 3 (Das Haus Imran) Aya 19 )

Ein Muslim glaubt bedingungslos an Allah und an seine Offenbarung. Er folgt allen islamischen Regeln ohne Ausnahme. Ein Muslim sucht sich nicht bestimmte Teile der Religion heraus, die er mag, und bestimmte Teile, die er nicht so mag lässt er einfach weg. Das wäre Sünde und schlimm vor Allah, denn es würde bedeuten, das man keine Achtung vor Allah hat. Ein wahrer Muslim jedoch hat Achtung, Respekt und auch tiefe Liebe für Allah und seinen Gesandten (s.a.s.), daher folgt er jedem Gesetz und befolgt auch die Sunna des Propheten (s.a.s.)

Allah sagt im Koran:

Frömmigkeit besteht nicht darin, dass ihr euer Gesicht nach Westen oder Osten kehrt. Fromm ist vielmehr, wer an Allah und den jüngsten Tag glaubt und an die Engel und die Schrift und die Propheten; und wer sein Geld- auch wenn er selbst Bedarf hat- für seine Angehörigen und die Waisen, die Armen und die Reisenden, die Bettler und die Gefangenen ausgibt; und wer das Gebet verichtet, und wer die Steuern (Zakat) zahlt; und die, welche ihre eingegangenen Verpflichtungen einhalten und in Unglück, Not und Gefahr standhaft sind; Sie sind es, die aufrichtig und gottesfürchtig sind. ( Sura 2 (Die Kuh) Aya 177 )

 

Da ein Muslim an Allah glaubt, so glaubt er auch das, was im Koran geschrieben steht, da es das unverfälschte Wort Gottes ist, und somit die unverfälschte Wahrheit. Wenn also Allah sagt, dass die Gemeinschaft der Menschen die Islamische sein soll, so hat dies einen Grund, und man sollte versuchen, in eine solche Gemeinschaft hineinzukommen und zwar um einen Wunsch, oder noch drastischer ausgedrückt einen Befehl Allahs zu befolgen. Natürlich, um einmal zu der bitteren Realität zurückzukehren, wird diese Art und Weise, den Wünschen Allahs zu entsprechen, von vielen Muslimen nicht durchgeführt. Dieses hat verschiedene Ursachen. Einige davon sind z.B. mangelnder Glaube im Herzen. Wenn  man nicht auf Allah vertraut, so wird man schwach. Die Schwäche wird von andern ausgenutzt, insbesondere dann, wenn man nicht zu einer Gruppe gehört, die sich für einen einsetzten könnte. Auf diese Weise gerät man, um zum Thema Freunde zurückzukehren, an die falschen Freunde. Insbesondere als junger Mensch gerät man sehr häufig in diese Gefahr, da man sich noch nicht orientiert hat. Was bedeutet, dass man seinen Platz im Leben noch nicht gefunden hat. Oftmals helfen einem die eigenen Eltern nicht besonders gut dabei, obwohl sie es natürlich versuchen. Aber man will halt als Teenager seine eigenen Erfahrungen machen, und hört nicht auf gut gemeinte Ratschläge von anderen. Ein fataler Fehler, denn auf diese Weise kommen wieder die falschen Freunde ins Spiel. In einem Nicht-islamischen Land kann dies unter Umständen sehr böse enden.

Aus islamischer Sicht, sind falsche Freund all jene, die einen völlig anderen Glauben haben als man selbst. Denn sie teilen nicht die islamischen Moralvorstellungen. Im schlimmsten Fall, tolerieren sie noch nicht einmal den Islam, und haben daher sehr wenig Verständnis für alle islamischen Rituale, wie z. B. das Gebet und das Fasten. Sie tolerieren nicht, dass man keine Freundin oder Freund (Sexuell betrachtet) haben möchte und das man den abendlichen Gang in die Disco oder Kneipe nicht mitmachen möchte. Sie haben kein Verständnis dafür, dass man Alkohol und Drogen verabscheut. Ein Muslim von starkem Glauben und starkem Charakter, ein Muslim mit Lebenserfahrung, würde an dieser Stelle sofort merken, dass ein solcher Mensch sicherlich nicht gut für einen selbst ist und er wird die Freundschaft möglichst schnell und höflich beenden. Aber ein junger und unerfahrener Mensch, welcher nicht viel Wissen über den Islam besitzt und noch dieses oder jenes erleben möchte, wird diese Gefahr nicht erkennen. Sondern eher ganz im Gegenteil. Er wird von der Angst, diesen Freund vielleicht zu verlieren und dann ganz alleine dazustehen, gepackt werden, und sich ihm anpassen. Und zwar um diesem Freund oder dieser Freundin zu gefallen. Nach und nach werden die im Elternhaus erlernten islamischen Regeln abgelehnt und nicht mehr eingehalten. Und zwar der Freunde wegen. Man lernt sehr schnell, das schlechte Gewissen zu ignorieren und findet Gefallen an all den Dingen, die der Islam ablehnt und als schlecht darstellt. Niemals wird dieser junge Mensch Stolz und Liebe für seine Religion empfinden, da er es nicht gelernt hat. Und warum hat er es nicht gelernt? Weil er keine muslimischen Freunde hatte. Weil er mit Vater oder Mutter nicht zu muslimischen Veranstaltungen gegangen ist und weil er in einer nichtislamischen Welt den Islam nicht täglich sehen und erleben konnte. Weil er nicht sehen konnte, dass Muslime wie Brüder und Schwestern miteinander umgehen und sich gegenseitig helfen sollten Wenn man in einem Islamischen Land lebt, so ist es sicherlich nicht sehr schwierig, andere Muslime zu finden und sich mit ihnen zusammenzutun. In Deutschland allerdings ist dieses sehr wohl schwierig. Denn dieses ist ein christlich-athäistisch geprägtes Land, was heißen soll, dass es eine andere Religion als der Islam ist, die man in Deutschland praktiziert bzw. nicht praktiziert. Umso wichtiger ist es, sich auf die Suche nach Glaubensgeschwistern zu machen.

Doch warum sollte man dies eigentlich tun? Es gibt doch genug Menschen mit denen man sich treffen könnte. Warum also ausgerechnet sollte diese Person und diese Gruppe mit der man sich zusammentut den gleichen Glauben haben wie man selbst? Mancher Nichtmuslim ist vom Charakter besser als ein Muslim,der seine Religion nicht praktiziert, aber dies ist die Ausnahme von der Regel.

Der junge Mensch weiß noch nicht, dass der Islam und seine Gemeinschaft als die rettende alternative zur Verfügung stehen. Auch dem Nichtmuslim geht es hier nicht wirklich besser. Er macht all diese Dinge, und denkt es sei das Richtige. Doch im Herzen ist nur Leere und kein Ziel hat er vor Augen. Er weiß in seinem Herzen, dass es nicht das Richtige ist, und dass ihm etwas fehlt. Doch in der heutigen Gesellschaft wird es einem Nichtmuslim sehr schwer gemacht zum Islam zu finden und heraus zu finden, dass der Islam die Rettung ist, da er dort all seine Erfüllung finden würde. In den Medien wird der Islam für alles Schlechte auf der Welt verantwortlich gemacht, doch dies ist selbstverständlich eine Lüge. Man nutzt den Islam als Sündenbock. Der Islam wird verdreht und Lügen über ihn  verbreitet, und sogar vor unserem Propheten wird nicht mehr Halt gemacht. Auf diese Weise soll den Menschen der Weg zum Islam versperrt werden. Dieses alles ist der Grund, warum man sich als Muslime treffen und vereinen sollte, und die im Koran beschriebene Umma werden sollte. Um sich zu wehren. Um stark zu werden und den Menschen zu beweisen, dass wir gute Menschen sind. Nur gemeinsam sind wir stark. Wir müssen gemeinsam so viel wie möglich über den Islam lernen, damit wir ihn verteidigen können, und keine Fehler machen, denn durch Fehlinformationen wird das Problem nur noch größer. Wenn jeder etwas anderes sagt, so verwirrt es nur die Leute. Man muss gemeinsam auf dem Weg des Lichtes gehen, damit wir gemeinsam das Paradies betreten können, und wir müssen versuchen, so viele Menschen wie möglich zu diesem Weg des Lichtes einzuladen. Doch das geht nur Hand in Hand und Herz an Herz. In der vom Propheten gegründeten Umma, auf den Befehl Allahs hin.

Und haltet allesamt an Allahs Seil fest, und zersplittert euch nicht,…. ( Sure 3 (Das Haus Imran) Aya 103 )

 

Außer dem Paradies gibt es natürlich auch auf der Erde viele Vorteile und schöne Gründe, warum wir in der Umma des Islam leben sollten.

Somit kommen wir  zum Thema Freizeit.

Es wäre schön, wenn wir die Freizeit die wir haben, auch sinnvoll nutzen würden. Die Freizeit ist Schlussendlich nichts anderes als ein Überschuss an Zeit, den wir von Allah geschenkt bekommen. Über den Überschuss an Zeit werden wir am Jüngsten Tag sicherlich von Allah befragt werden. Und zwar in der Art, wie wir diesen Überschuss genutzt haben. Sinnvoll (z.B. mit der Familie oder in der Gemeinde) oder nicht sinnvoll (Diskothek besuchen oder schlechte Dinge verrichten). Ob man die Möglichkeit hat, sich in einer Moschee oder einem Gemeindezentrum zu treffen, oder ob man draußen auf der Straße und in der Stadt seine Freizeit verbringen möchte (vorausgesetzt, man ist noch jung genug für solcherlei Aktivitäten), hängt alles davon ab, wie die der  Gemeinde angehörenden Menschen das Freizeitangebot für z.B.  junge Menschen und Frauen gestalten. Vorausgesetzt, es gibt überhaupt eine Gemeinde.

Wo immer man hinkommt und wo auch immer man hinschaut, so wird eines ganz deutlich. Menschen gleicher Herkunft oder gleichen Glaubens versuchen immer sich zu finden, und eine Gruppe zu bilden. Ganz besonders dann, wenn man sich fremd oder anders als die anderen fühlt. Beispielsweise gibt es da das Chinatown in New York oder Kreuzberg in Berlin. Woher kommt dieses Phänomen? Die Antwort auf diese Frage ist sehr einfach: In der Gruppe fühlt man sich stark. Es gibt einem das Gefühl von Sicherheit, wenn man unter seinesgleichen ist. Doch was sind die Ziele all dieser verschiedenen Gruppen? Jede Gruppe dieser Welt verfolgt andere Ziele. Verbrecher treffen sich, um den Raub ihres Lebens zu planen. Politiker treffen sich, um das Land zu regieren. Junge Menschen treffen sich, um Spaß zu haben. Alles Dinge von dieser Welt. Ohne Sinn und Zweck. Denn wenn ein Mensch stirbt, so hat er kein Gold, kein Land und der Spaß war umsonst. Die Beste aller Gruppen ist die islamische Gemeinde, denn diese Menschen treffen sich aus Liebe zu Allah. Um über den allmächtigen Schöpfer zu reden und gemeinsam Dinge zu erledigen, die dem Islam dienlich sind und den Islam weiter bringt. Aber vor allem, um Dinge zu tun, die den Glauben im Herzen stärker machen. Und dieses ist nicht für diese Welt, sondern für die, die da noch kommt. Wir Muslime treffen uns, um für unser Paradies zu arbeiten und um Allah zu gefallen. Hierbei heißen wir auch alle diejenigen willkommen, die nicht dem Islam angehören, denn wir tolerieren auch die anderen Menschen, die allesamt Geschöpfe Allahs sind. Wir lassen sie gerne teilhaben, an unserer Art zu leben, sofern sie auch uns akzeptieren. Und so Gott will, werden ihre Herzen für den Islam geöffnet. Der Islam ist eine offene Religion, die jeden so nimmt, wie er ist. Es gibt keine Rassenunterschiede, oder Unterschiede von Arm und Reich oder Unterschiede zwischen Mann und Frau oder Unterschiede aufgrund von politischen Parteien. Den Unterschied macht nur dass, was wir im Herzen haben. Die von Allah am meist geliebtesten Menschen sind die, mit dem größten Glauben. Unabhängig von Alter, Nationalität oder Geschlecht, denn vor Allah sind alle Menschen gleich. Im Übrigen ist der Islam die einzige Religion, in der man eine solche Nationalitätenvielfalt beobachten kann. Der Islam ist ebenfalls die am schnellsten wachsende Religion. Weltweit bekehren sich die Menschen zum Islam. Menschen aller Nationen sind vor Allah willkommen, nicht nur Araber, Türken, Saudis und so weiter. Nein, auch ein Deutscher, Italiener oder Engländer. Es ist völlig egal. Und da Allah uns diese Gleichheit immer wieder lehrt, so ist Rassismus eigentlich ein Fremdwort für den Islam. Zumindest sollte es so sein, wenn sich alle Muslime auch wirklich wie Muslime verhalten würden. Hier und Heute haben wir ein wunderbares und tolles Beispiel für ein vorbildliches Verhalten. Wir sind eine bunte Mischung, und mögen uns trotzdem gerne.

 

O ihr Menschen! Wir erschufen euch aus einem Mann und einer Frau und machten euch zu Völkern und Stämmen, damit ihr einander kennen lernt. Doch der vor Allah am meisten Geehrte von euch ist der Gottesfürchtigste unter euch. Allah ist fürwahr wissend, kundig.  ( Sura 49 (Die Gemächer) Aya 13 )

Allah hat  bereits im Koran erwähnt, wie wertvoll die Gemeinschaft der Muslime ist, und wieso diese Gemeinschaft so wichtig ist. Daher kann nichts  wichtiger sein, als Freunde, Bekannte und Verwandte zu haben, die ebenfalls Muslime sind. Man sollte Glaubensgeschwister haben, die einem beistehen, und man sollte auch mit ihnen beisammen sein. Dieses ist in sofern wichtig, weil es uns Muslimen Kraft und Mut gibt. Es ist gut für das Herz und gut  für die Seele und den Glauben. Man hat dann jemanden, mit dem man seinen Glauben lebt. Mit dem man Sorgen und Ängste teilt, ohne auf Unverständnis zu treffen. Und mit dem man Freude und schöne Zeiten teilt, ohne auf Neid zu stoßen. Wenn man mit anderen Muslimen beisammen ist, so hat man eine gemeinsame Basis, und diese Basis ist Allah und damit verbunden der Islam. Man hat die gleichen Gesprächsthemen und viel Verständnis für einander. Die Lösung von Problemen beispielsweise erfolgt auf der Grundlage des Islam und auf der Grundlage des Glaubens. Die Glaubensschwester oder der Glaubensbruder verfolgt dasselbe Ziel wie man selbst, denn man möchte Allah dienen und IHM wohlgefällig sein. Dabei möchte man nach Möglichkeit versuchen, keine Sünden zu begehen und dennoch Spaß miteinander zu haben.

Wenn es dennoch mal der Fall sein sollte, dass ein Muslim oder eine Muslima in die Gefahr gerät eine Sünde zu begehen oder auf Abwege zu geraten, so kann  die Gemeinschaft der Muslime, zu der vielleicht auch der beste Freund oder die beste Freundin gehört, einen davon abhalten und warnen. Und warum können sie einen davon abhalten oder zumindest warnen? Weil sie demselben Gott dienen und dasselbe Gesetz befolgen und dieselbe Moralvorstellung haben, die auf der islamischen basiert. Aus diesem Grund ist es unter anderem so wichtig, dass der beste Freund oder die beste Freundin denselben Glauben trägt, also ebenfalls Muslim/a ist.

 

Allahs Gesandter hat gesagt: „ Stehe deinem Bruder bei, (gleich) ob er Unrecht tut oder ihm Unrecht geschieht.“ Jemand fragte: „ O Allahs Gesandter, gewiss stehe ich ihm bei, wenn ihm Unrecht geschieht, aber wie soll ich ihm beistehen, wo er im Unrecht ist? „ (Der Prophet) sagte: „Verwehre ihm das Unrecht. Das ist dein Beistand für ihn.“  ( Hadith)

 Unsere Umma stellt auch einen Schutz für uns dar. Sodass, wenn jemand von uns Schaden erleidet, wir ihn oder sie beschützen können und auch wieder seelisch aufrichten können. Denn dazu hat man schließlich Glaubensgeschwister. Um sich gegenseitig zu helfen und beizustehen.

 Siehe, euere Beschützer sind Allah und Sein Gesandter und die Gläubigen, die das Gebet verrichten und die Steuer zahlen und sich vor Ihm beugen. 56. Und wer Allah und Seinen Gesandten und die Gläubigen zu Freunden nimmt, siehe, das ist die Partei Gottes, sie sind die Obsiegenden.  ( Sura 5 (Der Tisch) Ayat 55 + 56 )

Wir Muslime sollten uns also zusammentun, um für unsere Rechte als Muslime zu kämpfen, bzw. um überhaupt Rechte zu bekommen. Wir treffen uns um unsere Kräfte und Fähigkeiten zu vereinen, und um etwas zu erreichen. Etwas was Gut ist für die Gemeinde oder Gut für unsere Kinder. All dies kann man nur erreichen, wenn man gemeinsam handelt. Ohne Streit und Meinungsverschiedenheiten die zum Streit führen könnten, denn alle Muslime sind untereinander Glaubensbrüder und Glaubensschwestern.

 Die Gläubigen sind Brüder. Darum stiftet unter euren Brüdern Frieden. Und seid gottesfürchtig, damit ihr Barmherzigkeit findet. (Sura 49 (Die Gemächer) Aya 10 )

 

Ein schönes Gleichnis zu diesem Thema wäre zum Beispiel:  Ein Motor, wenn man diesen mit dem Islam vergleichen würde. Ein Motor funktioniert nur dann, wenn alle Einzelteile zusammengebaut sind und er Strom bekommt. Wenn aber alle Teile getrennt voneinander Nutzlos auf dem Boden liegen, so wird daraus niemals ein Motor, und auf gar keinen Fall wird dieses als Motor zu bezeichnen sein. Es ist dann einfach nur ein Haufen Metall. Ohne Aufgabe. Der Motor ist die Umma (der Islam) die Motoreile sind die Menschen und der Strom ist der Glaube. Alles muss zusammenpassen und zusammenarbeiten. Dann wird es funktionieren. Hier an dieser Stelle möchte ich auch noch gerne einen jungen Menschen zitieren, der zum Islam übergetreten ist. Er sagt: „ Ich bin ein Fisch, und der Islam ist das Wasser. Wenn man mir das Wasser nimmt, dann sterbe ich!“ Ich glaube, so wie dieser Mensch sollten wir alle empfinden, dann können wir auch gute Muslime sein.

Hier nun noch einige Hadithe:

Allahs Gesandter hat gesagt: „ Schürt keinen gegenseitigen Haß unter euch. Seid einander nicht neidisch. Wendet euch nicht voneinander ab und seid Allahs Diener, brüderlich zueinander. Es ist dem Muslim nicht erlaubt, seinen Bruder länger als drei Tage zu meiden.“

Allahs Gesandter hat gesagt: „ Du wirst die gläubigen sehen, wie sie barmherzig miteinander und einander in Liebe zugetan sind und liebevoll miteinander umgehen, gleich einem Körper, wenn ein Glied leidet, setzt sich der ganze Körper mit Schlaflosigkeit und Fieber dafür ein.“

Der Prophet hat gesagt: „ Der Gläubige ist (für) den Gläubigen wie ein Gebäude, dessen einer Teil den anderen stützt.“ Dann verschränkte er seine Finger.

Allahs Gesandter hat gesagt: „ Der Schaitan ist der Wolf des Menschen, (und) wie der Wolf von der Herde das einzelne entfernte, abgesonderte (Tier) ergreift (so ergreift der Schaitan die Menschen). Hütet euch (also) vor den abseitigen Wegen, und die Gemeinschaft und Gemeinsamkeit sind (euch) vorgeschrieben.“

Allahs Gesandter hat gesagt: „ Ein Muslim ist des (anderen) Bruder. Er tut ihm kein Unrecht und lässt ihn nicht im Stich. Wer seinem Bruder bei einem (seiner) Anliegen behilflich ist, dem wird Allah bei seinem Anliegen behilflich sein. Wer einem Muslim eine Last abnimmt, dem wird Allah eine von den Lasten des Jüngsten Tages abnehmen, und wer (die Schwächen) eines Muslims verhüllt, dessen Schwächen wird Allah am Jüngsten Tag verhüllen.“

Allahs Gesandter hat gesagt: „Die Völker werden bald über euch herfallen in ähnlicher Weise wie Leute, die essen wollen, über einen riesigen Topf herfallen.“ Jemand fragte: „Aufgrund unserer geringen Zahl an jenem Tage?“ Er antwortete: „Nein. Ihr werdet an jenem Tage viele sein, aber ihr werdet Schaum sein, wie Schaum auf einer Wasserflut. Allah wird von den Herzen eurer Feinde die Achtung vor euch nehmen und in eure Herzen Schwäche werfen.“ Jemand fragte: „Allahs Gesandter, was für eine Schwäche?“ Er antwortete: „Liebe zu dieser Welt und Widerwillen gegen den Tod.“

Allahs Gesandter hat gesagt: „Bei dem, in Dessen Hand meine Seele ist, der Knecht (Allahs) ist nicht gläubig, solange er nicht für seinen Bruder wünscht, was er für sich selbst wünscht.“

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2 Gedanken zu “*Die Umma= Die Gemeinschaft der Muslime*

  1. Wa alaikum salaam, natürlich darf man das kopieren und verwenden. Man soll sein Wissen erweitern. Das Ziel ist das Wohlgefallen Allahs. In scha Allah. Selbstverständlich im guten Sinne, und ohne Geld daran zu verdienen.
    Danke für das Interesse an den Vorträgen. Möge Allah unsere Bemühungen annehmen, und unsere Sünden tilgen und uns Seine Liebe und Barmherzigkeit gewähren. Amin

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  2. issa Mönks

    As Selam Alaykum rahmatullahi wa barakatuh, wie geht es euch liebe Geschwister ich habe nur eine frage kann man das mal wieder verwenden oder darf man das nicht kopiern und verwenden.
    Baraka allahu fikum

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