Gewalt und Miteinander im Koran und in der Bibel

Aussage eines Nichtmuslims:

Viele Stellen im Koran rufen zum Kampf un Töten auf.

→→→ Einmal abgesehen davon, dass dies nicht stimmt, und wir im Gegensatz dazu, wenn man die Bibel aufschlägt, über 200 mal das Wort „Schwert“ finden  kann, während es im Koran keine einziges mal zu finden ist, wäre dazu erst einmal folgendes anzumerken:

Wenn der Fragesteller nach den Begriffen „Gnade und Barmherzigkeit“ anstatt nach „Gewalt und Blutvergießen“ im Koran gesucht hätte, dann wäre seine Liste um ein vielfaches länger gewesen. Siehe den Vortrag: Sündigt der Muslim. wenn er sich Christen zu Freunden nimmt“. Wer Hass oder Argwohn erwartet oder voraussetzt, der erkennt die Liebe nicht, die ihm entgegen kommt. Oder aber, man ist so erstaunt, dass da Liebe anstelle von Hass ist, das man wie gelähmt ist und nichts damit anzufangen weiß. Wer auf die Suche nach etwas Schlechtem geht, der kann das Gute nur allzu oft nicht sehen. All das Verbindende welches im Islam und im Christentum unzweifelhaft existiert, die schönen Dinge über Jesus, Liebe und Brüderlichkeit, dringen zu vielen nicht vor, und prallen oft auch komplett ab. So scheint es mir zumindest zu sein.

Antwort des Muslims auf das Kämpfen und töten:

Die Fragenstellende Person ist, wie viele andere auch in der hiesigen Gesellschaft, dem Irrtum unterlegen, der Islam sei eine gewalttätige Religion. Dies liegt daran, dass sehr viele Lügen in den Medien propagiert werden. Dies liegt aber auch daran, weil viele Muslime ein schlechtes Bild von sich geben, da sie den Islam nur schlecht oder gar nicht praktizieren. Außerdem tun wir Muslime immer noch zu wenig, um diese Vorurteile abzubauen. Liebe Muslime, ihr müsst wissen, dass alles was ihr tut, auf den Islam reflektiert wird. Dies ist nun einmal so, in diesem Land. Wenn du also bei rot über die Ampel gehst, so bist du ein böser Muslim, der die Regeln des Westens nicht akzeptierne möchte. Dies ist stark überzogen gesagt, aber zur Verdeutlichung recht gut geeignet. Lieber Nichtmuslim, denkst du, eine Religion, welche sich als Urreligion des Gesandten Abrahams, des Freundes Allahs, bezeichnet, und in dessen Name (Islam) sich die Wurzel des Wortes Salam= Frieden befindet, ist feindselig und brutal gegenüber anderen friedlichen Menschen? Denkst Du, eine Schrift, in der jede Sure, bis auf eine, mit „Im Namen Allahs, des Allerbarmers des Barmherzigen“ anfängt, kann böse sein? Welche Religion auf dieser Welt ist überhaupt gewalttätig? Jeder sucht doch den Frieden mit sich, dem Schöpfer un den Menschen. Und Islam bedeutet, sich in Frieden Allah zu ergeben.

und (für jene, die) die schwersten Sünden und Schändlichkeiten meiden und, wenn sie zornig sind, vergeben, (37) und (für jene,) die auf ihren Herrn hören und das Gebet verrichten und deren Handlungsweise (eine Sache) gegenseitiger Beratung ist, und die von dem spenden, was Wir ihnen gegeben haben, (38) und (für jene,) die sich wehren, wenn ihnen Gewaltangetan wird. (39) Die Vergeltung für eine Übeltat soll ein Übel gleichen Ausmaßes sein; dessen Lohn aber, der vergibt und Besserung bewirkt, ruht sicher bei Allah. Wahrlich, Er liebt die Ungerechten nicht. (40) Jedoch trifft kein Tadel jene, die sich wehren, nachdem ihnen Unrecht widerfahren ist. (41) Tadel trifft nur solche, die den Menschen Unrecht zufügen und auf Erden ohne Rechtfertigung freveln. Ihnen wird eine schmerzliche Strafe zuteil sein. (42) Und wahrlich, wer geduldig ist und vergibt – das ist gewiß eine Tugend der Entschlossenheit in allen Dingen. (43) (42:42)

Glaubst Du, weil es Menschen gibt, die Unwissend und krank sind und im Namen des Islams Unrecht begehen, ist der Islam eine Gewaltverherrlichende, zu Mord und Todschlag aufrufende Religion? Wie sagte Pierre Vogel so schön: 2Kann man denn das Auto an seinem Fahrer messen?“ Wenn Du das glaubst, dann must Du auch die Kreuzzüge, in welchen Juden und Muslime zu hunderttausenden dahin gemordet wurden, für christlich halten, denn es waren Christen welche im Namen des Christentums, Menschen töteten. Christen, welche das Neue Testament befolgten, sofern sie lesen konnten, und dies war eher selten der Fall. Wo im NT steht denn, das man unschuldiges Leben töten darf? Ich glaube nirgendwo. Aber die Krezritter fühlten sich als Gotteskrieger, welche den Märthyrertod sterben wollten. Aber wir sind uns bestimmt einig, dass dies alles andere als christlich war. Sicherlich, die Kreuzritter gingen tatsächlich davon aus, sie seien christlich, und sie fühlten sich Gott sehr nah. Aber vielmehr nahm die Politik und Machtbesessenheit einiger Köpfe, das Kreuz als Mittel zum Zweck, denn die Kreuzritter waren voller Elan und brannten darauf zur Tat schreiten zu können. Die perfekten Marionetten, nicht wahr? Sie wussten nichts von der Politik und Kirche, sie wollten lediglich, und jedes Mittel war ihnen recht, das Christentum verbreiten. Man sagte ihnen, es sei in Ordnung, was sie tun, aber dies war es nicht. Keineswegs. Kein Mord eines Unschuldigen, aus welchen Gründen auch immer, ist gerechtfertigt. Das neue Testament gibt keinen Anhaltspunkt, der das Morden rechtfertigen würde und ebenso wenig tut es der Koran, wie ich dir nun näher aufzeigen werde. Aber es gibt Stellen, in denen von Gewalt die Rede ist und ebensolches findet man auch in der Bibel. Warum sage ich dies? Weil es Menschen gibt, die dem Ruf einer Religion, aufgrund ihrer Unwissenheit, enorm schaden können. Beispielsweise der Schandfleck „Terrorismus“. Menschen missbrauchen den Namen der Religion für ihre politischen Ziele. Doch denke ich auch, dass der Terrorismus von Menschenhand „gezüchtet“ wurde. Oft sind es Muslime, welche mit dem Terrorismus in Verbindung gebracht werden, und es sind die Muslime aus aller Welt, denen man enorme Feindschaft entgegenbringt. Es sind islamische Länder, welche man kolonialisiert und bombardiert, und in Folge dessen, sind es Menschen aus vielen dieser Gegenden, die die Kontrolle und den Verstand auf Grund von Wut und Unterdrückung verlieren. Terrorismus? Nein danke, denn der Glaube und die Geduld, sowie die Gebote Allahs stehen immer noch über dem Menschen und über falsch verstandenen Patriotismus, denn das ist es in Wirklichkeit, und Allah sagt folgendes im Koran:

Und die, welche keinen anderen Gott außer Allah anrufen und niemanden töten, dessen Leben Allah unverletzlich gemacht hat – es sei denn, (sie töten) dem Recht nach -, und keine Unzucht begehen: und wer das aber tut, der soll dafür zu büßen haben. (68) Verdoppelt soll ihm die Strafe am Tage der Auferstehung werden, und er soll darin auf ewig in Schmach bleiben, (69) außer denen, die bereuen und glauben und gute Werke tun; denn deren böse Taten wird Allah in gute umwandeln; und Allah ist ja Allverzeihend, Barmherzig (25:68)

 Und tötet nicht das Leben, das Allah unverletzlich gemacht hat, es sei denn zu Recht. Und wer da ungerechterweise getötet wird – dessen Erben haben Wir gewiß Ermächtigung (zur Vergeltung) gegeben; doch soll er im Töten nicht maßlos sein; denn er findet (Unsere) Hilfe. (17:33)

Ein beim Leser direkt aufkommendes: „Wiiie?? Ermächtigung zur Vergeltung???“ werde ich sofort aufklären. Selbstjustiz ist verboten und demnach bedeutet diese Stelle lediglich, dass man als geschädigter das Recht hat, auf Wiedergutmachung. Dies gemäß dem Fall, dass die Sache vor ein Gericht oder ähnliches gebracht wird. Hier gibt es drei Möglichkeiten: 1.Wird der Mörder zum Tode verurteilt und er bereut, so ist sein Tod auch eine Sühne führ ihn .2. Die Verwandten verzichten darauf, und fordern Wiedergutmachung in Form von Geld, oder soetwas . Darüber weiß ich nicht so gut Bescheid. 3.Die Verwandtschaft verzeiht, und dies ist die beste Lösung. Die Sache wird nicht vor Gericht ausgetragen oder zur Anzeige gebracht. Aber Allah weiß es besser.

Deshalb haben Wir den Kindern Israels verordnet, daß, wenn jemand einen Menschen tötet, ohne daß dieser einen Mord begangen hätte, oder ohne daß ein Unheil im Lande geschehen wäre, es so sein soll, als hätte er die ganze Menschheit getötet; und wenn jemand einem Menschen das Leben erhält, es so sein soll, als hätte er der ganzen Menschheit das Leben erhalten. Und Unsere Gesandten kamen mit deutlichen Zeichen zu ihnen; dennoch, selbst danach begingen viele von ihnen Ausschreitungen im Land. (5:32)

Wie Du siehst,lieber Leser, ist Gewalt und Blutvergießen, nach eigenem Gutdünken, strikt verboten.

Die Stellen des Korans, welche Gewalt beinhalten, beziehen sich immer und grundsätzlich auf aktuelles Kriegsgeschehen und zwar, um es genauer zu sagen, die Verteidigung und das Verhalten im Falle eines  Krieges. Du musst wissen, dass jeder Vers im Koran zu einem bestimmten Anlass offenbart wurde, damit die Leute ihn auch verstehen und umsetzen können. Wenn beispielsweise in der Trauerphase eines Menschen das Gebot des Alkoholverbotes offenbart worden wäre, so wäre es zu diesem Zeitpunkt wenig hilfreich gewesen, denn man brauchte Anweisungen, wie man mit Trauer umzugehen hat. Die Anhänger des Propheten sind schließlich diejenigen, welche die Generationen die nachfolgen prägen. Wenn sie den Koran falsch verstanden hätten, so wäre dies fatal. Sie folgten aber dem Propheten Mohammed, welcher der lebende Koran genannt wurde, da er derjenige welche ist, der den Koran am besten umgesetzt hat und der bis heute unser Vorbild ist. Die Muslime versuchen die Lebensweise (Sunna) des Propheten nachzuahmen. Der Prophet allerdings war nicht der streitsüchtigste sondern der barmherzigste von allen. Dies lässt sich also nur schwer mit dem hier verbreiteten Bild von Feuer und Schwert vereinen. Da der Prophet unser Maßstab ist, richten wir unser Leben so ein, wie er es tat. Wie oben erwähnt, gibt es keinen Zwang im Glauben. Niemand kann einen anderen mit Gewalt zum Glauben zwingen. Dies hat Mohammed auch nicht getan.

 18:29 Sprich: „Das ist die Wahrheit von eurem Herrn. Wer glauben will, möge glauben, und wer ablehnen will, möge ablehnen.

10:99 Und hätte dein Herr es gewollt, so hätten alle, die insgesamt auf der Erde sind, geglaubt. Willst du also die Menschen dazu zwingen, Gläubige zu werden?

88:21-22 Warne nun! Du bist nur ein Warner und hast keine Gewalt über sie (so dass du sie etwa zum Glauben zwingen könntest).

Wenn man nun also einen Vers liest, der Gewalt enthält, so sollte man wissen, in welchem Zusammenhang er offenbart wurde, bevor man eine falsche Handlung unternimmt. Ebenfalls ist zu beachten, dass im Koran immer wieder die Rede von Gewaltvermeidung ist, und dieses hat einen Grund. Solange man nicht tätlich angegriffen wird, darf man keine Gewalt anwenden oder jemandem wehtun. Erst wenn man angegriffen wird, so darf man sich wehren, doch Barmherzigkeit und Vergebung steht darüber und ist besser als Rache. Doch das Recht sich zu wehren hat man dennoch. Man kann selbst entscheiden, ob man von seinem Recht Gebrauch macht oder jemandem vergibt. Zur Zeit des Propheten Mohammed ging  kein Krieg von den Muslimen aus. Ganz im Gegenteil, sie wünschten sich nichts sehnlicher, als endlich in Frieden gelassen zu werden. Alle Kampfhandlungen basierten auf Verteidigungskriegen. Die Gesandtschaft von Mohammed dauerte 23 Jahre, und die ersten zehn Jahre waren die Muslime verfolgt, vertrieben, gefoltert und ermordet worden und erst viel später kam der Befehl oder die Erlaubnis zur Selbstverteidigung. Die Mekkaner wollten die Menschen immer zwingen, zum Unglaube und Götzendienst zurückzukehren und wollten sie mit Gewalt zum Götzendienst und zum Abfall zwingen. Als die Muslime sich nun endlich verteidigen durften, so galt in einem solchen Fall,

2:190-193 Und kämpft auf dem Weg Gottes gegen diejenigen, die gegen euch kämpfen, doch übertretet nicht. Wahrlich, Gott liebt nicht diejenigen, die übertreten. Und tötet sie, wo immer ihr auf sie stoßt, und vertreibt sie, von wo sie euch vertrieben haben; denn die Verführung (zum Unglauben) ist schlimmer als Töten. Und kämpft nicht gegen sie bei der heiligen Moschee, bis sie dort gegen euch kämpfen. Wenn sie aber gegen euch kämpfen, dann tötet sie. Solcherart ist der Lohn der Ungläubigen. Wenn sie aber aufhören, so ist Gott Allverzeihend, Barmherzig. Und kämpft gegen sie, bis es keine Verwirrung (mehr) gibt und die Religion Gott gehört**. Wenn sie aber aufhören, so soll es keine Gewalttätigkeit geben außer gegen diejenigen, die Unrecht tun.

Hier im Vergleich die Aussage von Jesus über das Verführen zum Unglaube Markus 9.42-48
42 Und wer einen dieser Kleinen, die an mich glauben, zum Abfall verführt, für den wäre es besser, dass ihm ein Mühlstein an den Hals gehängt und er ins Meer geworfen würde. 43-44 Wenn dich aber deine Hand zum Abfall verführt, so haue sie ab! Es ist besser für dich, dass du verkrüppelt zum Leben eingehst, als dass du zwei Hände hast und fährst in die Hölle, in das Feuer, das nie verlöscht. 45-46 Wenn dich dein Fuß zum Abfall verführt, so haue ihn ab! Es ist besser für dich, dass du lahm zum Leben eingehst, als dass du zwei Füße hast und wirst in die Hölle geworfen.2 47 Wenn dich dein Auge zum Abfall verführt, so wirf’s von dir! Es ist besser für dich, dass du einäugig in das Reich Gottes gehst, als dass du zwei Augen hast und wirst in die Hölle geworfen, 48 wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht verlöscht. 49 Denn jeder wird mit Feuer gesalzen werden. 50 Das Salz ist gut; wenn aber das Salz nicht mehr salzt, womit wird man’s würzen? Habt Salz bei euch und habt Frieden untereinander! Auch hier wird es wieder Deutelei von christlicher Seite geben, das ist schon klar. Allerdings ist das Salz des Lebens das Feuer, und man sollte die Angst vor dem Feuer niemals verlieren. Danach kommt der Frieden. Weiter zum islamischen Bereich:

Das Töten Unschuldiger aber ist verboten. Das Töten von Frauen, Kindern, alten Menschen, Mönchen und Unschuldigen ist verboten. Nicht eimal Zweige eines Baumes oder Strauches darf man brechen. Kriegsgefangene müssen behandelt werden wie man sich selbst behandelt, usw. Getötet werden darf nur, wer die Waffe auf einen richtet (Soldat). Grundsätzlich gilt, wenn jemand umkehrt oder nicht mehr gegen dich kämpfen will, so muss man selbst ebenfalls die Waffe zur Seite legen. Darum, wenn sie sich von euch fernhalten und nicht gegen euch kämpfen, sondern euch Frieden bieten; dann hat Gott euch keinen Grund gegen sie gegeben. (4:90)

Und was sagt die Bibel zum Thema Kampf und Gewalt?

Und er sprach zu ihnen: So spricht der HERR, der Gott Israels: Ein jeder gürte sein Schwert um die Lenden und gehe durch das Lager hin und her von einem Tor zum andern und erschlage seinen Bruder, Freund und Nächsten. 28 Die Söhne Levi taten, wie ihnen Mose gesagt hatte; und es fielen an dem Tage vom Volk dreitausend Mann. 29 Da sprach Mose: Füllt heute eure Hände zum Dienst für den HERRN – denn ein jeder ist wider seinen Sohn und Bruder gewesen -, damit euch heute Segen gegeben werde. (2. Mose 32;27)

 

Strafen für Gotteslästerung, Totschlag und Gewalt
10 Es ging aber der Sohn einer israelitischen Frau und eines ägyptischen Mannes mitten unter die Israeliten und zankte sich im Lager mit einem israelitischen Mann 11 und lästerte den Namen des HERRN und fluchte. Da brachten sie ihn zu Mose – seine Mutter aber hieß Schelomit, eine Tochter Dibris vom Stamm Dan – 12 und legten ihn gefangen, bis ihnen klare Antwort würde durch den Mund des HERRN. 13 Und der HERR redete mit Mose und sprach: 14 Führe den Flucher hinaus vor das Lager und lass alle, die es gehört haben, ihre Hände auf sein Haupt legen und lass die ganze Gemeinde ihn steinigen 15 und sage zu den Israeliten: Wer seinem Gott flucht, der soll seine Schuld tragen. 16 Wer des HERRN Namen lästert, der soll des Todes sterben; die ganze Gemeinde soll ihn steinigen. Ob Fremdling oder Einheimischer, wer den Namen lästert, soll sterben. 17 Wer irgendeinen Menschen erschlägt, der soll des Todes sterben. 18 Wer aber ein Stück Vieh erschlägt, der soll’s ersetzen, Leben um Leben. 19 Und wer seinen Nächsten verletzt, dem soll man tun, wie er getan hat, 20 Schaden um Schaden, Auge um Auge, Zahn um Zahn; wie er einen Menschen verletzt hat, so soll man ihm auch tun. 21 Wer ein Stück Vieh erschlägt, der soll’s erstatten; wer aber einen Menschen erschlägt, der soll sterben. 22 Es soll ein und dasselbe Recht unter euch sein für den Fremdling wie für den Einheimischen; ich bin der HERR, euer Gott. 23 Mose aber sagte es den Israeliten und sie führten den Flucher hinaus vor das Lager und steinigten ihn. So taten die Israeliten, wie der HERR es Mose geboten hatte. (3. Mose 24;10)

 

Wenn du von irgendeiner Stadt, die dir der HERR, dein Gott, gegeben hat, darin zu wohnen, sagen hörst: 14 Es sind etliche heillose Leute aufgetreten aus deiner Mitte und haben die Bürger ihrer Stadt verführt und gesagt: Lasst uns hingehen und andern Göttern dienen, die ihr nicht kennt, 15 so sollst du gründlich suchen, forschen und fragen. Und wenn sich findet, dass es gewiss ist, dass solch ein Gräuel unter euch geschehen ist, 16 so sollst du die Bürger dieser Stadt erschlagen mit der Schärfe des Schwerts und an ihr den Bann vollstrecken, an allem, was darin ist, auch an ihrem Vieh, mit der Schärfe des Schwerts. 17 Und alles, was in ihr erbeutet wird, sollst du sammeln mitten auf dem Marktplatz und mit Feuer verbrennen die Stadt und alle ihre Beute als ein Ganzopfer für den HERRN, deinen Gott, dass sie in Trümmern liege für immer und nie wieder aufgebaut werde. 18 Und lass nichts von dem, was dem Bann verfallen ist, an deiner Hand kleben, auf dass der HERR von seinem grimmigen Zorn abgewendet werde und gebe dir Barmherzigkeit und erbarme sich deiner und mehre dich, wie er deinen Vätern geschworen hat, 19 wenn du der Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorchst und alle seine Gebote hältst, die ich dir heute gebiete, dass du tust, was recht ist vor den Augen des HERRN, deines Gottes (5. Mose 13;13)

 

Zu den andern Männern aber sprach er, sodass ich es hörte: Geht ihm nach durch die Stadt und schlagt drein; eure Augen sollen ohne Mitleid blicken und keinen verschonen. 6 Erschlagt Alte, Jünglinge, Jungfrauen, Kinder und Frauen, schlagt alle tot; aber die das Zeichen an sich haben, von denen sollt ihr keinen anrühren. Fangt aber an bei meinem Heiligtum! Und sie fingen an bei den Ältesten, die vor dem Tempel waren. 7 Und er sprach zu ihnen: Macht den Tempel unrein, füllt die Vorhöfe mit Erschlagenen; dann geht hinaus! Und sie gingen hinaus und erschlugen die Leute in der Stadt. 8 Und als sie die erschlagen hatten, war ich noch übrig. Und ich fiel auf mein Angesicht, schrie und sprach: Ach, Herr HERR, willst du denn den ganzen Rest Israels verderben, dass du deinen Zorn so ausschüttest über Jerusalem? 9 Und er sprach zu mir: Die Missetat des Hauses Israel und Juda ist allzu groß; es ist lauter Blutschuld im Lande und lauter Unrecht in der Stadt. Denn sie sprechen: Der HERR hat das Land verlassen, der HERR sieht uns nicht. 10 Darum soll mein Auge ohne Mitleid auf sie blicken, ich will auch nicht gnädig sein, sondern will ihr Tun auf ihren Kopf kommen lassen. (Hesekiel 9;5)

 

Nun kann man sagen, dass Jesus solcherlei nicht tat, und deshalb hat es keinerlei Bedeutung  für den Christen, obgleich sie gerne das Alte Testament zitieren, an Stellen die sie gerne mögen. Also darf ich es auch. Ich weiß, mit Jesus gab es nach christlicher Ansicht einen neuen Bund, der da besagt, dass das höchste Gebot die Liebe sei, doch darauf gehe ich später in einem anderen Beitrag ein. InschaAllah. Solche Verse, wie die in Moses wird man natürlich nicht im Neuen Testament finden. Dies ist ganz klar, denn Jesus war ein Prediger und ein Prophet der  barmherzigen Worte und Taten. Er war kein Kriegsherr oder Landesführer. Er war kein Staatsmann und seine Anhänger wurden zu seinen Lebzeiten noch nicht öffentlich verfolgt oder vertrieben (dies kam erst später, besonders die Urchristen mochte man nicht so sehr), so dass er sie hätte verteidigen oder auswandern müssen. Oder vielleicht wurden sie verfolgt und gemieden, aber es war nicht die Aufgabe und auch nicht das Ziel von Jesus, sie zu verteidigen, oder die Waffe zu erheben. Aus diesem Grund gab es für die Generation von Jesus kein Kriegsgeschehen. So hat jeder Prophet und Gesandte Gottes seine eigenen Aufgaben und Stärken, welche für das jeweilige Volk angebracht waren. Aber das sich dies ändern würde, dass wuste Jesus natürlich, und so sollte man sich einmal die Zeit nemen, und die Bibelstelle, mit einem sehr berühmten Zitat von Jeus, welches ich farbig markieren werde, im Ganzen lesen. Das Zitat findet sich in Mathäus 10/34-37.:

Wähnet nicht, daß ich gekommen sei, Frieden auf die  Erde zu bringen; ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert. 35 Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater, und die Tochter mit ihrer Mutter, und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter; 36 und des Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein. Wenn man dann die gesamte Stelle (Mathäus 10) liest, wird klar, warum er die sagte. Denn durch sein bloses Auftreten in der Welt und seine Botschaft, wird es Unfrieden geben, und Gewalt gegen die Gläubigen. Genauso ging es allerdings auch allen anderen Propheten und ihrer Gefolgschaft. Wenn man aber die obige Stelle aus dem Zusammenhang reißt, so denkt man sogleich, Jesus wolle Gewalt verbreiten. Dem war aber natürlich nicht so. Aber während einigen Nationen von Gott die Erlaubniss erteilt wurde, bei Unrecht sich zu Wehr zu setzen, wie bei Moses und Mohammed, so war es laut dem kirchlichen Evangelium, wohl scheinbar nicht erlaubt. Aber dies weiß nur Allah, ob es tatsächlich so war. Denn wir haben ja nur die Informationen, welche die Kirche uns gibt, und das ist weit ab von der Wahrheit. Aber wenn ich mir das islamische Bild von Jesus anschaue, so ist auch dies ein friedliches. Und das kann ich bedenkenlos glauben.  Weiter steht in der Bibel:

Jesus antwortete: Mein Reich ist nicht von dieser Welt. Wäre mein Reich von dieser Welt, meine Diener würden darum kämpfen, dass ich den Juden nicht überantwortet würde; nun aber ist mein Reich nicht von dieser Welt. 37 Da fragte ihn Pilatus: So bist du dennoch ein König? Jesus antwortete: Du sagst es, ich bin ein König. Ich bin dazu geboren und in die Welt gekommen, dass ich die Wahrheit bezeugen soll. Wer aus der Wahrheit ist, der hört meine Stimme. 38 (Joh. 18:36)

Und hier nun die koranischen Stellen (ein Teil davon)

Wenn Allah sagt: „Oh ‚Isa (Jesus), Sohn Mariams (Marias), gedenke Meiner Gunst an dir und an deiner Mutter, als Ich dich mit dem Heiligen Geist stärkte, so dass du in der Wiege zu den Menschen sprachst und im Mannesalter; und als Ich dich die Schrift, die Weisheit, die Tora und das Evangelium lehrte; und als du aus Lehm mit Meiner Erlaubnis (etwas) schufst, (was so aussah) wie die Gestalt eines Vogels, und ihr dann einhauchtest, und sie da ein (wirklicher) Vogel wurde mit Meiner Erlaubnis; und (als) du den Blindgeborenen und den Weißgefleckten mit Meiner Erlaubnis heiltest und Tote mit Meiner Erlaubnis (aus den Gräbern) herauskommen ließest; und als Ich die Kinder Isra’ils von dir zurückhielt, als du mit den klaren Beweisen zu ihnen kamst, worauf diejenigen von ihnen, die ungläubig waren, sagten: ,Das ist nichts als deutliche Zauberei‘.“ (Quran 5:110)

„Als Allah sagte: „O ‚Isa, Ich werde dich (nunmehr) abberufen und dich zu mir emporheben und dich von denen, die ungläubig sind, reinigen und diejenigen, die dir folgen, bis zum Tag der Auferstehung über diejenigen stellen, die ungläubig sind. Hierauf wird eure Rückkehr zu Mir sein, und dann werde Ich zwischen euch richten über das, worüber ihr uneinig zu sein pflegtet.“ (Quran 3:55)

 

Aber ein Christ glaubt außer an Jesus auch noch an alle anderen Propheten,genau wie die Muslime, und das sie von Gott gesandt wurden und Aufgaben zu erfüllen hatten, also glaubt er auch, dass die Dinge die sie taten von Gott befohlen waren. Gott hat zu einigen Zeiten befohlen, den Glauben mit dem Schwert zu verteidigen, ob uns dies gefällt oder nicht, oder möchte irgendjemand Gottes Entscheidungen in Frage stellen? Gott hat ganze Völker und Generationen auf Grund ihres Unglaubens vernichtet, und dass ist auch SEIN gutes Recht. ER alleine weiß, und wir wissen nichts. Doch davon mal abgesehen hat der Prophet Mohammed den Glauben nicht mit dem Schwert verbreitet, sondern sich und die Gläubigen gegen die Waffen und Mordgelüste der anderen verteidigt. Jeder Prophet hat sein eigenes Gefolge und ein jedes Gefolge unterlag gemäß seinem Wesen eigenen Besonderheiten, welchen die anderen Propheten nicht unterlagen, und ein jeder Prophet hatte eine Stärke, die dem entsprechendem Volk imponieren sollte. Einem jeden Volke haben Wir Andachtsriten gegeben, damit sie sie befolgen; so sollen sie daher nicht mit dir über diese Sache streiten; sondern rufe (sie) auf zu deinem Herrn. Wahrlich, du folgst der rechten Führung. (67) „Wenn sie jedoch mit dir hierüber streiten, so sprich: „“Allah weiß am besten, was ihr tut. (68) „“Allah wird zwischen euch am Tage der Auferstehung über das richten, worüber ihr uneinig waret.““(22:67-69)Moses imponierte beispielsweise mit einem Stock, welcher sich in eine lebendige Schlange verwandelte. Diese verschlang die unechten Schlangen der Zauberer. Er schlug damit den Zauber der Zauberer, zu einer Zeit, als die Zauberei hoch angesehen war. Jedem war klar, dass Moses kein Zauberer war, also musste seine Kraft von woanders her stammen. Jesus heilte die Kranken mit der Erlaubnis Gottes und machte die Toten lebendig und die Blinden sehend, zu einer Zeit, als die Medizin hoch angesehen war. Daher wussten die Menschen, dass durch bloßes Handauflegen keiner gesund werden kann. Wieder ein unumstrittenes Wunder. Mohammed trumpfte mit einer Schrift, dessen Sprachstil dem gängigen Arabisch und der Dichtung haushoch überlegen war, zu einer Zeit, als Dichter Hochsaison hatten. Und da jeder wusste, dass er  niemals in seinem Leben eine Zeile erdichtet hatte und ein jeder wusste, dass er ein Analphabet war, stellte dies ein Wunder dar. Im Gegensatz zu den anderen Wundern ist dieses niemals vergänglich, denn wir halten den Koran bis heute unverändert in den Händen (Historisch nachweisbar, denn die älteste erhaltene Schrift des Koran aus der Zeit des ersten Kalifen Abu Bakr (engster Freund des Propheten), ist im Museum und für jederman zu betrachten. Wort für Wort identisch mit jedem einzelnen arabischen Koran auf der ganzen Welt. Allerhand für ein „Büchlein“, 1400 Jahre vor dem Materialverfall und dem „Griffel der Schreiberlinge“ bewahrt worden zu sein.

 Und hier der koranische Kommentar zum Gebot Auge um Auge:

Wir hatten ihnen darin vorgeschrieben: Leben um Leben, Auge um Auge, Nase um Nase, Ohr um Ohr und Zahn um Zahn; und für Verwundungen gerechte Vergeltung. Wer aber darauf verzichtet, dem soll das eine Sühne sein; und wer nicht nach dem richtet, was Allah herabgesandt hat – das sind die Ungerechten (5:45)

 

 

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