Die Bergpredigt (Bibel:Matthäus 5-7) Teil 5: Vom Fasten : Islamischer Kommentar*

Vom Fasten

 
Wenn ihr fastet, sollt ihr nicht sauer dreinsehen wie die Heuchler; denn sie verstellen ihr Gesicht, um sich vor den Leuten
zu zeigen mit ihrem Fasten. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon gehabt. 17 Wenn du aber fastest, so salbe dein Haupt und wasche dein Gesicht, 18 damit du dich nicht vor den Leuten zeigst mit deinem Fasten, sondern vor deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir’s vergelten. (Bibel)
 
 
KOMMENTAR: Dem gibt es normalerweise nichts hinzuzufügen. Jesus (Friede sei auf ihm) erklärt hier eindrücklich, also leicht nachvollziehbar, was man unter „fasten“ im eigentlichen Sinne, und vor allem im direkten und wörtlichen Sinne, zu verstehen hat. Obgleich hier nicht steht, wie genau das Fasten von statten zu gehen hat. Hier ist nicht ersichtlich, wie die Dauer eines Fastentages oder Zeitraumes  ist, und hier wird auch  nicht ersichtlich, welcher Dinge man sich zu enthalten hat. Natürlich weiß ich nicht, ob nicht an anderer Stelle des neuen Testamentes solche Dinge geklärt werden. Was jedoch ganz klar hervorgeht, ist die Aufforderung, dass Fasten vor den anderen Menschen geheim zu halten. Dies, um nicht zu einem Heuchler zu werden, welcher nur von den Leuten gesehen werden möchte. Verberge dein fasten vor den Menschen, doch nur Gott, der in das Verborgene sieht, wird dich sehen. Ebenso ist es im Islam. Das Fasten ist alleine für Allah. So lesen wir in einem Hadith:
Allah sagte: »Jede (gute) Tat, die der Sohn Adams begeht, ist für ihn selbst (vorteilhaft). Nur das Fasten begeht er Meinetwegen und die Belohnung dafür wird nach Meinem Ermessen gemacht.« Das Fasten ist (für den Menschen) ein Schutz so soll der Mensch während seines Fastentages weder Schändlichkeit noch trubelhaftes Treiben begehen und wenn jemand ihn zum Zweikampf auffordert oder beschimpft, soll er ihm sagen: „Ich bin ein fastender Mensch“. Ich schwöre bei Dem, in Dessen Hand das Leben  Muhammads ist, dass der Geruch aus dem Mund eines Fastenden bei Allah besser ist als der von Moschus. Dem Fastenden stehen zwei Freuden bevor: Wenn er sein Fasten bricht, ist er voller Freude und wenn er seinem Herrn (am Tage des Jüngsten Gerichts) begegnet, freut er sich über das von ihm geleistete Fasten!“ (Hadith sahih bei Buchari)
Bezüglich der Vorgehensweise beim Fasten, würde es schon ausreichen, wenn die Bibel das Fasten des Propheten Jesus beschrieben und/oder erläutert hätte, denn ohne Zweifel fastete er. Und so, wie Jesus fastete und betete, denn auch dies tat er, so sollten es die damaligen Gläubigen ihm gleichtun, denn zweifelsohne kann man als Christ im Christentum nichts falsch machen, wenn man sich getreu an das Vorbild von Jesus halten würde bzw. wenn man sich an sein Vorbild gehalten hätte. Nicht wahr? Doch dem ist leider nicht so. Die Menschen halten sich nicht an das Vorbild Jesus und eifern ihm auch nicht nach. Zumindest der größte Teil der Christen. Ist dies so, weil sie sagen, dass Jesus zu großartig und fehlerfrei war, sodass man ihm nicht nacheifern kann? Sicherlich war er zu großartig, und niemand kann so werden wie er, aber ein Fahrrad kann auch niemals ein Auto sein, und dennoch kann es die die Eigenschaft des Fahrens nacheifern. Wenn sie seinen Worten gefolgt wären, und seinen Prophezeiungen geglaubt hätten, so wären sie dem Propheten, den Jesus angekündigt hatte, gefolgt, und wären Muslime geworden. Also Gottergebene, anstelle von Jesusergebene. Doch ebenso wie die Juden, welche die Thora in den Händen hielten, Jesus als den Messias leugneten, so leugnen in derselben Art und Weise die Christen Mohammed als den angekündigten Tröster und Geist der Wahrheit.
Johannes 14:26:
Wer aber mich nicht liebt, der hält meine Worte nicht. Und das Wort, das ihr hört, ist nicht mein Wort, sondern das des Vaters, der mich gesandt hat25 Das habe ich zu euch geredet, solange ich bei euch gewesen bin26 Aber der Tröster, der Heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. (Bibel; NT)
Johannes 16:7:
Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, dass ich weggehe. Denn wenn ich nicht weggehe, kommt der Tröster nicht zu euch. Wenn ich aber gehe, will ich ihn zu euch sende 8 Und wenn er kommt, wird er der Welt die Augen auftun über die Sünde und über die Gerechtigkeit und über das Gericht 9über die Sünde: dass sie nicht an mich glauben 10über die Gerechtigkeit: dass ich zum Vater gehe und ihr mich hinfort nicht seht 11über das Gericht: dass der Fürst dieser Welt gerichtet ist 12Ich habe euch noch viel zu sagen; aber ihr könnt es jetzt nicht ertragen 13Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, wird er euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen 14 Er wird mich verherrlichen; denn von dem Meinen wird er’s nehmen und euch verkündigen 15Alles, was der Vater hat, das ist mein. Darum habe ich gesagt: Er wird’s von dem Meinen nehmen und euch verkündigen. (Bibel; NT)

Die Christen werden niemals den Propheten Mohammed in diesen Worten erkennen, und sie werden es vehement abstreiten. Denn sie sagen, dass mit solchen Versen „der heilige  Geist“ gemeint sei. Die Diskussion um diese Verse ist keine Neue, sondern eine oft getätigte. Und auch ich werde mich, inschaAllah, diesem Thema, welches noch folgen wird, inschaAllah, ausführlich widmen. Also schaut bei Interesse, dann und wann, auf meiner Seite nach einem Vortrag Namens „Johannesevangelium“ nach.

Wenn die Menschen, den Worten Jesus, geglaubt hätten, so hätten sie ebenfalls die Art und Weise seines Gebetes, aus Liebe und Vertrauen in ihn, begierig nachgeahmt. Denn sein Gebet kann doch nicht falsch sein, oder?  Und wie sah sein Gebet aus? Hier steht es geschrieben: Matthäus 26:36: Dann ging Jesus mit seinen Jüngern in einen Garten, der Gethsemane heißt. Dort bat er sie: „Setzt euch hier hin, und wartet auf mich! Ich will ein Stück weiter gehen und beten.37Petrus, Jakobus und Johannes nahm er mit. Tiefe Traurigkeit und Angst überfielen Jesus38 und er sagte zu ihnen: „Ich zerbreche beinahe unter der Last, die ich zu tragen habe.2 Bleibt bei mir, und wacht mit mir!39Jesus ging ein paar Schritte weiter, warf sich nieder und betete: „Mein Vater, wenn es möglich ist, so bewahre mich vor diesem Leiden3! Aber nicht was ich will, sondern was du willst, soll geschehen.“ ( Bibel; NT)

Doch die Realität sieht anders aus. Was sagt Jesus in Johannes 14:26 ? “ Wer aber mich nicht liebt, der hält meine Worte nicht.“ Die Menschen beten in den Kirchen und zu Hause auf verschiedenste Art und Weisen. Laut und leise, singend und tanzend oder starr auf den Boden blickend. Sie sitzen auf den Bänken oder erheben sich. Die Hände werden gefaltet oder auch mal aufeinander gelegt. Doch nicht eine einzige Kirchengemeinde oder Konfession auf der großen weiten Welt, nicht einmal die Mönche, welche zumindest noch auf die Knie sinken, betet so, wie Jesus es tat. Erstaunlicherweise gibt es allerdings eine Gruppe von Menschen die dies tut. Doch diese Gruppe ist nicht christlich. Diese Gruppe nennt sich nicht „Jesusergebene“ sondern „Gottergebene“.  Die Menschen dieser Gruppe erniedrigen sich Tag für Tag aufs Neue vor ihrem Herrn und Schöpfer, dem sie dienen und dessen Existenz einem jedem aus dieser Gruppe bewusst ist. Diese Gruppe betet getreu dem Vorbild aller Propheten dieser Menschheitsgeschichte. Und diese Gruppe sind die Muslime. Wir werfen uns nieder. Und beugen uns und unseren Geist vor Allah. Seine Allmacht erkennend und SEINE Liebe erstrebend. Demnach lieben wir Muslime Jesus noch weitaus mehr, als ein Christ es tut, denn wir halten uns an sein Vorbild, und der Christ tut es nicht. Und das Fasten, um das es ja in diesem Bibelausschnitt geht? In Sura 2, Vers 183 lesen wir: O ihr, die ihr glaubt! Das Fasten ist euch vorgeschrieben, so wie es denen vorgeschrieben war, die vor euch waren. Vielleicht werdet ihr (Allah) fürchten. (2:183) Aus diesem Vers geht hervor, dass das Fasten, welches den Muslimen auferlegt wurde, auch schon den Völkern vorher vorgeschrieben war. Doch im Gegensatz zu den Christen, verfügen die Muslime über umfassende Informationen darüber, auf welche Art das Fasten vollzogen werden kann, und wie es Allah wohlgefällig ist. Auch wird der Grund des Fastens ersichtlich, und welche Voraussetzungen man erfüllen muss, damit eben dieses Fasten von Allah angenommen wird. Denn Allah ist keineswegs verpflichtet, unser Fasten anzunehmen. Manch ein Christ verzichtet aus Unwissenheit während der Fastenzeit nur auf Schokolade, und meint, dies sei ein großartiger Gottesdienst. Manch einer auf tierische Fette, oder das Fernsehen, oder sonst etwas, was ihm lieb ist. So mancher isst einfach gar nichts mehr, und führt dem Körper nur flüssige Nahrung zu. Weder das eine, noch das andere ist als angemessenes Fasten zu bezeichnen, denn nur so, wie Gott es vorschrieb, ist es auch gottgefällig. Und schlussendlich hat der Körper ein Recht darauf, regelmäßig Nahrung zu erhalten. Um es einmal ganz banal zu umschreiben:

Um ein bestimmtes Produkt herstellen zu können, muss man sich an die Rezeptur halten. Ansonsten erhält man nicht das gewünschte Produkt. Ebenso besteht ein Gläubiger aus bestimmten Eigenschaften, welches ihn zu einem Gläubigen macht. Allah ist derjenige, welche diese Rezeptur zusammengestellt hat, und den Produktionsweg bestimmt.

Nun ist es aus islamischer Sicht nicht verwunderlich, dass jeder Christ das Fasten auf eine andere Art vollzieht. Die Informationen, welche umfassend genug wären, um eine gleiche Linie unter den Christen  zu finden, existieren nicht. Genauso, wie das tatsächliche Evangelium von Jesus nicht mehr existiert, stattdessen muss man Vorlieb mit den Evangelien irgendwelcher Männer nehmen, die sich mit den Namen von Jüngern geschmückt haben. Oder aber man muss seine Information aus Briefen schöpfen, die einmal von Predigern verfasst wurden, und die sich nicht einmal in ihren kühnsten Träumen hätten vorstellen können, dass diese, im dunklen Kämmerlein, bei Kerzenlicht verfassten Briefe an befreundete Gemeinden, einmal zum unverfälschten Wort Gottes gemacht werden würden. Welch großartige Ehre.  Sie scheuten nicht einmal davor , das Wort Jesu  nach eigenem Ermessen zu deuten und zu lehren. Laut Matthäus 5:19 soll Jesus gesagt haben: (Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten auflöst und lehrt die Leute also, der wird der Kleinste heißen im Himmelreich…) Und dennoch gab man ihnen die Ehre, dass ihr Wort, inspiriert durch den heiligen Geist, zu dem Wort Gottes werden würde. Wobei die Kirche selbst entschieden hat, welches Werk „inspiriert“ und welches „nicht inspiriert“ war (apokryph). All jenes zusammengefasst unter dem Namen: „Neues Testament“. Doch wie Jesus bereits selbst schon angekündigt hatte, war seine Botschaft noch nicht zur Vollendung gebracht. Sondern die Vollendung, die Erläuterung von Recht und Unrecht, die ausführliche Darlegung der Gesetze und des Verhaltens finden wir schlussendlich im Koran. Es ist der Prophet Mohammed, welcher die Erfüllung dieser Prophezeiung darstellt.

Und nun noch ein paar Vergleiche, welche wieder zeigen, wie sehr Jesus und Mohammed Brüder im Geiste sind, und die Erläuterung des islamischen Fastens:

Wie bereits in Sure 2; Vers 186 O ihr, die ihr glaubt! Das Fasten ist euch vorgeschrieben, so wie es denen vorgeschrieben war, die vor euch waren. Vielleicht werdet ihr (Allah) fürchten. (2:183) (siehe unten den kompletten Ausschnitt, das Fasten betreffend) ersichtlich wird, trifft die Aufforderung zu Fasten, all jene, die glauben. Und es wird die Gottesfurcht mehren. Was im Islam im Übrigen positiv ist, denn die Gottesfurcht, der natürliche Respekt vor Allah, wird einen vor Sünde schützen. Im Christentum jedoch wird Gottesfurcht als etwas negatives angesehen. Demnach macht das wahre fasten nur Sinn, wenn man es aus Liebe und aus reinem Glauben für Allah vollbringt. Der heimliche Wunsch, dabei an Gewicht zu verlieren, oder sich im Rahmen des vorgeschriebenen Fastens im Ramadan nicht vor Glaubensbrüdern bloßzustellen, kann hier also nicht als, „aus reinem Glauben heraus“, betrachtet werden. Der Ablauf eines Fastentages ist relativ schnell erklärt.  Man enthält sich von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang des Essens und des Trinkens sowie des Geschlechtsverkehrs. Im Monat Ramadan tut man dies entsprechend für den Zeitraum von 29 bis zu 30 Tagen. Im Islam ist der gute Charakter, Mitgefühl, Hilfsbereitschaft und Schamhaftigkeit in Benehmen und in der Unterhaltung sehr wichtig. Es ist ein Teil des Glaubens, den viele erst langsam und im Laufe der Zeit erlernen und erarbeiten können. Gutes Benehmen, sowie das Unterlassen von Straftaten, Boshaftigkeit, Unzucht, Neid und übler Nachrede (beispielsweise), sind Dinge, welche für jeden Tag Gültigkeit besitzen. Doch speziell während des Fastens, sollte man sich von allem Übel fernhalten, da ansonsten die Gefahr besteht, dass das Fasten von Allah nicht angenommen wird. So kann häufiges Fasten einen also von der Sünde fernhalten, und den gute Charakter schulen.

Allahs Gesandter hat gesagt: „ das Fasten ist ein Schutz. So soll der (der fastet) keine unzüchtige Rede führen und sich nicht töricht verhalten; und wenn jemand ihn bekämpft oder ihn beschimpft, soll er nur zweimal sagen: „Ich faste.“ (Dies soll verdeutlichen, dass er in Ruhe gelassen werden möchte). Und bei dem, in dessen Hand meine Seele ist: Der Mundgeruch des Fastenden ist Allah angenehmer als der Duft von Moschus, denn er lässt ab vom Essen und Trinken und von seinen Begierden um Meinetwillen (Allah). Das Fasten ist für Mich (Allah), und ich (Allah) gewähre die Belohnung dafür. Und die gute Tat wird zehnfach belohnt.“ (Bucharry)

Allahs Gesandter hat gesagt: „Wenn sich jemand nicht der Falschheit in Wort und Tat enthält, dann liegt Allah nichts daran, dass er sich des Essens und Trinkens enthält.“ (Bucharry)

Man sollte sich bewusst sein, für WEN man sich des Essens und Trinkens enthält, und man sollte sich im Klaren sein, was man sich davon verspricht, und welcher Segen dieses Fasten für einen bereit hält. Aber wie bereits erwähnt, ist die Grundvoraussetzung ein echter Glaube an Allah, denn nur so wird man die Süße des Fastens und seinen Segen verspüren können.

Das freiwillige Fasten ist dem Muslim empfohlen, und dafür kann es verschieden Gründe geben. Und das Fasten im Ramadan ist absolute Pflicht eines jeden Muslims, welcher schon die Geschlechtsreife erlangt hat. Das Fasten im Ramadan stellt eine Säule des Islams dar. Dies bedeutet, dass ein Muslim, welcher im Ramadan aus untrifftigem Grund das Fasten unterlässt, seinen Islam nicht vervollständigt hat. Dieser Mensch begeht eine offenkundige Sünde. Es ist jedoch keine Sünde, wenn man sich an den restlichen Tagen des Jahres des Fastens enthält, da alles andere auf einer rein freiwilligen Basis verläuft, es sei denn, man hat verpasste Tage des Ramadans nachzuholen.

Die Gründe für freiwilliges fasten können viele sein. Doch zuvorderst ist es der tiefe Wunsch, sich Allah zu nähern und Sein Wohlgefallen zu erlangen. Das freiwillige Fasten, welches als Steigerung des Gebetes gilt, ist wie der Liebesbeweis, den man Allah erbringt. Mit dem Fasten kann man sich ferner von Sünden reinigen. Dies ist ein Geschenk Allahs, um sich aktiv an der Verarbeitung der begangenen Sünden zu beteiligen. Eine Hilfestellung, um die Seele zu beruhigen. Deshalb gibt Allah es bei einigen Sünden als Sühneleistung an die Hand. Das freiwillige Fasten verbirgt sehr viel Segen und mehr Lohn, als man es sich vorzustellen vermag. Es kostet oftmals viel Überwindung, da der Mensch nur ungerne Verzicht übt. Doch wenn man es geschafft hat, so überkommt einen wieder ein Glücksgefühl, da man sich Allah nähern durfte.

Und im Anschluss nun noch einige Hadithe und Koranausschnitte:

Zum Monat Ramadan teilte uns der Prophet Mohammed folgendes mit:

Am letzten Tag des Monats Schaban [der Monat vor Ramadan] hielt uns Allahs Gesandter eine Ansprache, in der er sagte: „O ihr Menschen! Der Schatten eines bedeutenden Monats, eines gesegneten Monats hat euch erreicht, eines Monats, in dem es eine Nacht gibt, die besser als tausend Monate ist. In ihm macht Gott das Fasten zur Pflicht und das nächtliche Gebet zu einem freiwilligen Werk. Wer sich in ihm ein bisschen dem Guten nähert, der ist wie jemand, der in den übrigen Monaten eine religiöse Pflicht erfüllt hat; und wer in ihm eine Pflicht erfüllt, der ist wie jemand, der in den übrigen Monaten siebzig Pflichten erfüllt hat. Es ist der Monat der Geduld, und der Lohn für die Geduld ist das Paradies. Und es ist der Monat der Wohltätigkeit. Es ist der Monat, in dem die Versorgung der Gläubigen vermehrt wird, und wer einen Fastenden speist, für den ist dies eine Vergebung seiner Sünden und Errettung vor der Hölle. Er erhält die Belohnung des Fastenden, ohne dass dessen Belohnung dadurch vermindert wird. Es ist ein Monat, dessen Anfang Barmherzigkeit, dessen Mitte Vergebung und dessen Ende die Errettung vor dem Höllenfeuer ist.“ (Ibn Hibban, Baihaqi)

“Wer das Fasten im Ramadan gläubig und nur für Allah vollzieht, dem werden seine vergangenen Sünden getilgt.” (Ahmad Ibn Hanbal)

“Wenn der Ramadan kommt, werden die Türen des Paradieses geöffent, die Türen der Hölle verschlossen, die Satane gefesselt und jemand wird ausrufen: ‘Komm, oh du, der Gutes erstrebt, und wende dich ab, oh du, der Böses erstrebt!’” (Abu Dawud, At-Tirmidhi, Ibn Majda, An-Nisa’i, Ahmad Ibn Hanbal)

Und im Koran steht folgendes geschrieben:

O ihr, die ihr glaubt! Das Fasten ist euch vorgeschrieben, so wie es denen vorgeschrieben war, die vor euch waren. Vielleicht werdet ihr (Allah) fürchten. (183) Es sind nur abgezählte Tage. Und wer von euch krank ist oder sich auf einer Reise befindet, soll eine Anzahl anderer Tage (fasten). Und denen, die es mit großer Mühe ertragen können, ist als Ersatz die Speisung eines Armen auferlegt. Und wenn jemand freiwillig Gutes tut, so ist es besser für ihn. Und daß ihr fastet, ist besser für euch, wenn ihr es (nur) wüßtet! (184) Der Monat Ramadan ist es, in dem der Qur`an als Rechtleitung für die Menschen herabgesandt worden ist und als klarer Beweis der Rechtleitung und der Unterscheidung. Wer also von euch in dem Monat zugegen ist, der soll in ihm fasten. Und wer krank ist oder sich auf einer Reise befindet, soll eine Anzahl anderer Tage (fasten) – Allah will es euch leicht, Er will es euch nicht schwer machen – damit ihr die Frist vollendet und Allah rühmt, daß Er euch geleitet hat. Vielleicht werdet ihr dankbar sein. (185) Und wenn dich Meine Diener über Mich befragen, so bin Ich nahe; Ich höre den Ruf des Rufenden, wenn er Mich ruft. Deshalb sollen sie auf Mich hören und an Mich glauben. Vielleicht werden sie den rechten Weg einschlagen. (186) Es ist euch erlaubt, euch in der Nacht des Fastens euren Frauen zu nähern; sie sind Geborgenheit für euch und ihr seid Geborgenheit für sie. Allah weiß, daß ihr gegen euch selbst trügerisch gehandelt habt, und Er wandte euch Seine Gnade wieder zu und vergab euch. So pflegt nun Verkehr mit ihnen und trachtet nach dem, was Allah für euch bestimmt hat. Und eßt und trinkt, bis der weiße Faden von dem schwarzen Faden der Morgendämmerung für euch erkennbar wird. Danach vollendet das Fasten bis zur Nacht. Und pflegt keinen Verkehr mit ihnen, während ihr euch in die Moscheen zurückgezogen habt. Dies sind die Schranken Allahs, so kommt ihnen nicht nahe! So erklärt Allah den Menschen Seine Zeichen. Vielleicht werden sie (Ihn) fürchten. (187)
 
Wenn man einen Tag einzig für Allah fastet, dann wird Allah einen Graben zwischen ihm und der Hölle bauen, der so groß ist, wie die Entfernung zwischen Himmel und Erde.“ (Hadith bei at-Tirmidhi)
 
„Das Fasten ist ein Schutz mit dem sich der gläubige Diener vor der Hölle schützt.“ (Hadith bei Ahmad)
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