Vortragsreihe Tauhid Teil 9: Schirk = Vielgötterei

Schirk = Vielgötterrei/Tauhidverletzung

Gesegnet sei der, der auf seinen Diener die Unterscheidungsnorm herabgesandt hat, damit er den Weltenbewohnern ein Warner sei,(1) Er, dem die Königsherrschaft der Himmel und der Erde gehört, der sich kein Kind genommen hat und der keinen Teilhaber an der Königsherrschaft hat und jedes Ding erschaffen und ihm sein Maß gegeben hat.(2)Und sie haben sich an seiner Stelle Götter genommen, die nichts erschaffen, aber selbst erschaffen werden, und die sich selbst weder Schaden noch Nutzen bringen können, und die weder über Tod noch über Leben, noch über Auferweckung verfügen.(3)(Quraan Sura 25:1-3)

Zunächst möchte ich auf den offensichtlichen Schirk eingehen. Die Anbetung eines anderen Gottes als Allah. Es gibt außer Allah keinen anderen Gott, und nichts außer Allah ist anbetungswürdig. Jedoch kann man sich natürlich andere Religionen mit Pseudogöttern oder Anzubetendes suchen. Dies ist natürlich verboten, aber da es im Glauben keinen Zwang gibt, muss dies jeder für sich entscheiden und dann die entsprechenden Konsequenzen am jüngsten Tage tragen und es gibt keine andere Konsequenz für Götzendienst außer der Hölle. Und wer eine andere Religion als den Islam begehrt: nimmer soll sie von ihm angenommen werden, und im Jenseits wird er unter den Verlierern sein. (Quran 3:85) Wie bereits mehrfach von mir ausgeführt wurde, in diesem Vortrag, ist keine Religion frei von Schirk außer dem Islam, und der wahre Gott und der wahre Herr ist Allah. Obgleich Allah zuvor bereits Bücher und Richtlinien zu den Menschen herabsandte, so sind diese doch aufs extremste von den Menschen verfälscht worden. So schlimm, dass beispielsweise von der ursprünglichen Lehre von Jesus (Issa), „du sollst nur dem einen Gott dienen“, nichts mehr übrig geblieben ist. So ist schlussendlich die letzte Botschaft Allahs, der Islam, als die endgültige und zu befolgende Religion anzusehen. Da sie die finale Religion bis zum jüngsten Tag ist, wird sie von Allah derartig geschützt, dass der Quraan bis zum heutigen Tage, nicht verändert wurde. „Wahrlich, Wir sandten die Ermahnung herab und Wir wollen fürwahr ihr Bewahrer sein.“ (Sure 15:9)

In wie vielen Bereichen des Lebens kann man erkennen und bezeugen, dass es nur einen Gott gibt? Die Liste ist sehr lang, bis ins schier unendliche, aber die Liste der Dinge, wie man den Glauben an Allahs Einzigkeit verletzt und somit seinen eigenen Glauben an Allah riskiert, ist ebenfalls lang. Viele Menschen verletzen ihren Glauben an Allah durch Dinge, die sie selbst für klein oder nicht so wichtig erachten, jedoch sind sie vor Allah von großer Bedeutung und von großem Gewicht. Der Zustand der Menschen beruht entweder auf Unwissenheit, Unglaube, Ignoranz oder auf zu geringem Interesse daran, was Allah liebt und was Er hasst und was Er niemals vergeben wird, wenn man in diesem Zustand stirbt. Das Risiko, wegen eines Glücksbringers in das Feuer zu kommen, ist es doch nicht wert, ihn zu tragen, wenn man doch weiß, dass es Allah ist, der alles lenkt und das „Dinge“ , die tot sind, nichts bewirken können. Man muss scheinbar wirklich gläubig sein, um nicht in Versuchung zu geraten oder in die Gefahr zu geraten, Allah etwas zur Seite zu stellen, denn der Schirk versteckt sich in vielen Dingen und ist vom Schaitan derart gut getarnt, dass man es manchmal nicht gleich merkt. Es ist das erklärte Ziel des Teufels, den Menschen in die Irre zu leiten. Dabei ist es ihm egal, ob der Mensch merkt, dass er fehlgeleitet ist, oder ob er es nur „versehentlich“ durch unüberlegtes Handeln tut. Manchmal schmückt der Schaitan dem Menschen sein Tun so aus, dass er meint, er sei rechtgeleitet. Darauf wird nun in dem Thema „Tauhidverletzungen“ näher eingegangen.

Tauhidverletzung, also Schirk, bedeutet, den Glaube an Allah in irgendeiner Weise zu verletzen, Ihm etwas bei zugesellen, an Ihm zu zweifeln oder den Glauben zu verunreinigen. (Oder, wie bereits erwähnt, einer anderen Religion als dem Islam anzugehören und somit grundsätzlich Schirk zu begehen.) Tauhidverletzung bedeutet auch, wenn man den Glauben mit anderen Dingen, wie Aberglauben, Zauberei und den Glaube an Glücksbringer vermischt. Oder wenn man in bestimmten Bereichen die Grenzen Allahs missachtet, indem man beispielsweise mit den Dschinn Kontakt aufnimmt.

Schirk zu begehen kann so schnell geschehen.

Einige Beispiele:

Es kann schon damit beginnen, indem man anfängt, Hochmut zu entwickeln, und davon ausgeht, dass man einen erreichten Erfolg beispielsweise nur sich selbst und nicht der Gnade Allahs zu verdanken hat. Oder wenn der Lob der Leute einen dazu treibt, Augendienerei zu begehen. Augendienerei bedeutet, etwas um des Lobes der Leute Willen zu tun, und nicht um Allah zu gefallen. Daher ist es nicht ratsam, gläubige Menschen überschwänglich zu loben, da sie dies unbewusst in diese Falle tappen lassen könnte, und somit würden die guten Taten nicht angenommen werden. Hochmut ist auch, wenn man beispielsweise keinen Sinn darin sieht, vor einer Sache „Bismillah“ zu sagen, da man nicht davon ausgeht, dass es zu einem besseren Erfolg einer Sache führen könnte und man somit freiwillig auf den Segen Allahs verzichtet, und sich abwendet.  „Was ich am meisten für euch fürchte ist Asch-Schirk ul-Asghar (der kleine Schirk).“ Die Sahaba fragten: „Was ist der kleine Schirk?“ Er (salla lahu 3alaihi wa salam)antwortete: „Ar-Riya‘ Augendienerei“ (Imam Ahmad, at-Tabarani und al-Bayhaqi)

Eine weitere Verletzung des Glaubens besteht darin, dass man nicht mehr für die Sache des Islams einsteht, sich also für seinen Glauben schämt, nicht mehr für seine Werte einsteht und menschliche Ideen und Regeln höher schätzt als die Moral und die Ethik  des Islams, und dadurch die Scharia, die islamische Gesetzgebung, ablehnt oder als falsch erachtet. Dies ist vielleicht kein Schirk im direkten Sinne von Anbetung, aber eine Abwendung vom Glaube an Allah. Eine bewusste Ablehnung von Gesetzen oder Teilen davon, die Allah offenbart hat, führen zum Austritt aus dem Islam. So kann es vorkommen, dass man der weltlichen Regierung, dem Chef oder der Gesellschaft anstelle von Allah dient. Nicht im Sinne von Anbetung, sondern im Sinne von indirektem dienen. Dies geschieht dann, wenn man sich den Forderungen dieser Menschen, die dem Islam widersprechen, beugt. An dieser Stelle kann man das Thema „Kopftuch“ als Beispiel nennen. Wenn der eigene Chef von einem verlangt, das Kopftuch abzulegen, und man kommt dieser Forderung nach, so hat man in diesem Moment dem Chef gedient, nicht aber Allah, da man die Anweisung des Chefs höher gestellt hat als Allah. Denn man hat eine Forderung Allahs, nämlich das Kopftuch anzulegen, das Gebet zu verrichten oder im Ramadaan zu fasten, ignoriert und stattdessen die Forderung eines Menschen erfüllt. Man hat den Menschen gefürchtet, aber sollte man nicht lieber Allah fürchten? Zumeist ist der betreffenden Person das gar nicht bewusst, und ich hoffe für jeden der in eine solche Situation geraten ist, dass es bald eine Lösung für sein Problem gibt. Bedenke, dass Allah der Allerbarmer ist, doch vergiss nicht, dass Er auch der Herrscher am Tage des Jüngsten Gerichts ist. Und bedenke, dass es Allah war, der dir überhaupt erst diesen Job verschafft hat. Wenn dieser Job sich in etwas Schlechtes verwandelt oder eine Prüfung war, wird es Zeit, Abstand davon zu nehmen, und erneut auf Allah zu vertrauen und zu hoffen, dass ER einem etwas Besseres gibt. Wie schon einmal zuvor. Wenn man im Herzen weiß, dass all diese Dinge von Allah auferlegte Pflichten sind, und man sie aus einer Zwangslage heraus aufschiebt, so ist dies natürlich kein Austritt aus dem Islam, aber es sind sehr schwerwiegende Sünden. Insbesondere das Unterlassen des Gebetes und das Unterlassen des Fastens im Ramadaan. Wenn man allerdings verleugnet, dass Allah diese Dinge tatsächlich zur Verpflichtung gemacht hat, dann ist es eine Ablehnung von Allahs Gesetzmäßigkeiten und Seiner Scharia und demnach ein Austritt aus dem Islam. Auch, wenn man sich selbst noch als Muslim betrachten würde, so erfüllt man dennoch nicht die Bedingungen, die einen zum Muslim machen.

Der Glaube an Allah ist etwas außerordentlich reines und wunderbares, dort gibt es keinen Platz für Anmaßung und Zweifel, und es gibt keinen Platz für Nebengötter und andere Mächte. Doch folgende Dinge sind absolutes Gift für den Glauben, wenn nicht sogar tödlich, denn sie sind unvereinbar mit dem Islam:

Amulette; Aberglaube; Wahrsagerei; Glücksbringer; Omen; Horoskope; etc.

Alle diese Dinge stellen Allahs Allmacht in irgendeiner Weise in Frage, gesellen Allah etwas bei oder schreiben Dingen Macht zu, die nur Allah besitzt.

Beispiel Amulette und Glücksbringer:

Wer ein Amulett oder einen Glücksbringer trägt (z.B. das blaue Auge oder allsehende Auge, überwiegend in der türkischen Tradition verankert), geht davon aus, dass ihm dieses Glück und/oder Schutz beschert. Doch man bedenke, dass diese Glücksbringer nichts weiter als unbelebte Gegenstände sind. Sie sind weder Schöpfer noch Herr der Welten. Sie sind gar nichts außer Holz oder Metall oder ein anderes Material, welches von Allah erschaffen wurde. Keines dieser Dinge hat Macht, über Schicksal, Glück und Unglück zu entscheiden. Diese Dinge haben überhaupt keine Macht. Wenn man sie zu Boden wirft, so kann man ungehindert darauf treten und es zerstören. Ebenso wie Statuen und Götzen, welche wehrlos herumstehen und von jedem Menschen zerstört werden können. Der Herr über das Schicksal, die Zukunft und auch alles andere ist einzig und alleine Allah. Dabei macht es auch keinen Unterschied, ob es zum Beispiel Quranverse sind, die man sich schutzsuchend um den Hals hängt. Es bringt kein Glück, sich den Quraan um den Hals zu hängen. Wenn man eine Wirkung durch die Verse des Quraans erzielen möchte, so muss man diese lesen und anhören. Es würde ja auch keiner eine Tablette um den Hals hängen, wenn er Kopfschmerzen hat. Er würde die Tablette schlucken, um eine Wirkung zu erzielen. Genauso verhält es sich mit dem Quraan. Er muss die Seele in uns erreichen. Ebenso wie die Medizin tut uns der Quraan gut. Wir nehmen ihn durch das Lesen seiner Worte ein, und dieses tut uns dann gut und gibt Heilung für die kranke Seele und den kranken Körper.

Uqba Ibn Amir berichtet, dass als eine Gruppe von zehn Männern zum Propheten (s.a.s) kam, er den Treueschwur nur von neun annahm. Sie fragten: „O Gesandter Allahs, warum nahmst du den Vertrag von neun an und hast diesen Mann abgelehnt?“ Der Prophet (s.a.s.) antwortete: “Wahrlich, er hat einen Talisman bei sich angebracht.“ Der Mann steckte danach seine Hand in seinen Mantel, nahm den Talisman ab und zerbrach ihn. Nachdem der Prophet seinen Schwur annahm, wandte er sich (den Leuten zu) und sagte: „ Wer auch immer einen Talisman trägt, hat Schirk begangen!“ (At-Tirmithi; Ahmad)

Das Schlimme ist, dass tatsächlich viele Muslime an solche Dinge glauben, obwohl es im Islam absolut verboten ist.

Und noch schlimmer ist, dass es Muslime gibt, die an Wahrsagerei glauben. Allah, bitte bewahre uns vor solchen Dingen. Liebe Schwester und lieber Bruder. Ist dir klar, dass du in dem Moment, indem du zu einem Wahrsager gehst, ungläubig bist? Obwohl Allah gesagt hat, dass nur Er die Zukunft kennt, glaubst du trotzdem diesen Scharlatanen. Weist du nicht, dass diese Betrüger mit den Dschinn in Verbindung stehen? Und dass diese Dschinn die Menschen auf Grund ihrer Schnelligkeit ausspionieren können? Und dass dies der Grund ist, Dinge über dich zu wissen, die du ihnen nicht verraten hast? Wer (den großen) Schirk begeht, verliert alle seine gute Taten, und muss im Falle der Reue und des Wiedereintritts in den Islam, komplett von vorne beginnen.Der große Schirk beinhaltet zum Beispiel das Anbeten von etwas anderem als Allah, aber auch das Bitten und Flehen an jemand anderen als Allah, selbst wenn man dabei weiter an Allah als „oberen Gott“ glauben würde. So gibt es Menschen, die ihre Verstorbenen um Hilfe bitten (am Grabe). Dies ist großer Schirk. Bei kleinem Schirk allerdings gehen diese Taten nicht verloren.

Aischa berichtete, dass ihr der Gesandte Allahs (s.a.s.), als sie ihn über die Wahrsager befragte, antwortete, dass sie nichts seien. Daraufhin entgegnete sie, dass die Wahrsager manchmal aber Dinge gesagt hätten, die tatsächlich wahr gewesen seien. Der Prophet (s.a.s.) sagte: „Dieses einzige wahre Wort nimmt ein Ginn in aller Eile (von irgendwo her) und tut es in das Ohr seines Gefährten, der es dann mit einhundert Lügen vermischt.“ (Hadith; Buchari)

Safiyya überliefert von Hafsa (Frau des Propheten), das der Prophet (s.a.s.) sagte: „ Das Gebet desjenigen, der sich einem Wahrsager nähert und ihn nach irgendetwas fragt, wird vierzig Tage und Nächte nicht angenommen werden.“ (Hadith; Sahi Muslim)

Selbstverständlich muss man das Gebet dann dennoch verrichten, da man sonst eine weitere Sünde auf sich laden würde.

Abu Huraira und al-Hasan überliefern beide vom Propheten (s.a.s.), dass er sagte: „ Wer auch immer sich einem Wahrsager nähert und daran glaubt, was er sagt, ist abgefallen vom Glauben an das, was Muhammad offenbart wurde.“ (Hadith; Sunan Abu Dawud)

Selbst das Lesen eines Horoskops ist demnach schon Sünde, denn es könnte im Unterbewusstsein zu einem Glauben daran führen und dich langsam in die Richtung des Unglaubens schieben und es gehört zu den Handlungen der Wahrsagerei. Doch niemand kennt wahrheitsgemäß die Zukunft, außer Allah selbst.

Und dann gibt es die Muslime, die etwas Gutes zu tun beabsichtigen und es dennoch falsch machen. Sie glauben es sei gut, wie oben bereits erwähnt, sich die Verse des Korans um den Hals zu hängen, oder den Namen Allahs als Brosche zu tragen. Es ist einfach nicht richtig, die Gewohnheiten des Aberglaubens zu kopieren und sie für die eigene Religion umzuformen. Dann gibt es Leute die die Worte des Quraans auf Papier schreiben, dieses dann anfeuchten und das Tintenwasser trinken. Meine lieben Geschwister, was hat dieses zu bedeuten? Das Rezept vom Arzt würdet ihr doch auch nicht verzehren, oder? Wie gesagt, die Worte müssen ausgesprochen werden. Aber Allah weiß es am besten.

Es gibt noch weit mehr als das erwähnte, welches aber den Rahmen dieses Vortrages sprengen würde.

Nun einige abschließende Worte:

In der hiesigen Gesellschaft gibt es eine Menge an, nennen wir es einmal, Ersatzgötzen und Ablenkungen. Wie gerne würden sich doch so viele Menschen, vorgeblich Regierungen und  dessen Mitglieder, die „Oberschicht“ der indirekt Herrschenden, die Medien und atheistische Wissenschaftler, in den Rang eines Gottes erhöhen. Sodann versuchen sie dieses Ziel mit allen Mitteln zu erreichen. Sie versuchen die Menschen mit Zwang und Manipulation von Gott und dem Glauben zu entfernen, denn ungläubige Menschen und betäubte, nicht klar denkende Menschen sind leicht zu steuernde Massen und Marionetten. Dabei merken sie oft nicht, dass sie selbst bereits das Werkzeug des Teufels und seines Gefolges sind. Manchmal jedoch, und dies kommt immer mehr in Mode, dienen sie dem Teufel direkt und in vollem Bewusstsein. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sie an vielen Fronten tätig sind, wie ein Wolf im Schafspelz. Sie mischen sich teils sogar unter die Gläubigen und richten ihren Schaden an, indem sie die Religion mit Neuerungen (Bidaa) zu „verunreinigen“ versuchen. Sie versuchen mit grauenerregenden Erfindungen Gott ins Handwerk zu pfuschen. Und jeder Mensch, zumeist die Muslime, der sich zum Glauben wendet und dies öffentlich zeigt und dazu steht, wird verpönt und ausgelacht. In guten Zeiten bleibt es bei dem auslachen, doch in einigen (westlichen) Ländern versucht man die Menschen zum Glaubensabfall zu zwingen. Dies geschieht langsam und schrittweise, und fast nie offensichtlich:

Einige Beispiele: Kopftuchverbot, Moscheeüberwachung, Verbot der freien Meinungsäußerung für Muslime nicht aber für Islamkritiker, Manipulation und Verfälschung der Religion, bewusste Falschaussagen über die Religion, Propaganda, Medienhetze und und und…..

Doch kann das einen gläubigen Muslim abschrecken? Selbstverständlich nicht, denn dies ist Teil des Lebens, Teil der Prüfung und Teil des persönlichen Weiterentwickelns. Die Liebe zu Gott und der tiefe Wunsch Ihm zu gefallen und die Hoffnung auf das Paradies ist größer, als die Furcht vor den Menschen. In der Zeit des Propheten Mohammed (s.a.w.s.) wurden die Muslime verfolgt, gefoltert, getötet und vertrieben. Ihr Hab und Gut hat man ihnen gestohlen, um sie zum Abfall vom Islam und zurück in den Schirk zu zwingen. Doch all diese furchtbaren Quälereien haben diese tapferen Menschen nicht abgeschreckt. Sie blieben standhaft und hielten an ihrer Liebe zu Allah fest. Sowie der tapfere Bilal, der selbst mit einem Felsbrocken auf dem Bauch und in der glühenden Hitze der Wüste liegend, nicht von Allah Abstand genommen hat. Dagegen sind die Dinge die wir zur Zeit in Europa erleben doch relativ „einfache“ Dinge. Haltet durch ihr lieben Brüder und Schwestern. Der Islam ist, wie wir wissen, nicht böse und nicht schlecht. Er ist rein und sauber, für jeden der interessiert  ist, ihn kennen zu lernen, leicht zu verstehen. Wer ihn nicht versteht, dem bleibt die Erkenntnis versperrt, bis Allah es anders entscheidet. Doch wenn man einmal die Erkenntnis bekommen hat, und dies wahrhaftig von Herzen, so ist es beinahe unmöglich, zurück in die Vielgötterei zu fallen. Wer in den Genuss kommen durfte, Allahs Gnade und Barmherzigkeit und Seine Liebe im Herzen zu verspüren, wer die Süße des Glaubens und die Demut des Gebetes geschmeckt hat, wird freiwillig niemals mehr etwas anderes als dies wünschen. Doch um der Schönheit Platz zu machen, muss ein Peeling den Schmutz und die Falschheit de Vergangenen wegputzen.

Abschließend kann gesagt werden:

Tauhid im Ganzen gesehen, ist die Verbindung zu Allah, welche man durch seinen aufrichtigen Glauben an IHN und Seine Eigenschaften und Taten, sowie die aufrichtigen für IHN getätigten Gottesdienste aufrecht erhält. Man kann sich dies wie bei einem Seil vorstellen. Ein Seil bietet einem immer Halt. Wenn man daran festhält, wird Allah uns immer wieder retten und helfen so wie es im Koran beschrieben steht:

Und haltet allesamt an Allahs Seil fest, und zersplittert euch nicht,…. ( Sure 3 (Das Haus Imran) Aya 103 )

Ein Seil kann einen vor dem Ertrinken retten, vor dem Absturz, vor dem ausrutschen und es kann einem Zusammenhalt bieten, wenn man es wie oben beschrieben gemeinsam festhält, und sich nicht in verschiedene Gruppen zersplittert.

Der Bund mit Allah ist der stärkste Bund der Existenz und der beste Halt der Welt.

Der Bund mit Allah ist stärker, als der Bund der Ehe, der Bund zum Freund oder die Verbindung zur Mutter. Allah ist uns näher als unsere eigene Halsschlagader.

Allahs Seil ist der beste Halt!

Doch gebt Acht!!!!!

Der Teufel wartet schon mit der großen Schere! Also gib ihm keine Chance.

Sprich den folgenden Satz 3x täglich, um den unwissentlichen begangenen Schirk zu sühnen und nicht dafür bestraft zu werden, so Allah will.

„O ALLAH, ich nehme davor Zuflucht bei Dir, dass ich

wissentlich Schirk begehe und ich bitte Dich um Vergebung

für das, was ich unwissentlich tue.“

 

Hier geht es zu den anderen Teilen dieser Themenreihe:

Teil 1: https://abduomer9.wordpress.com/2016/11/22/tauhid-ar-rububbiya

Teil 2: https://abduomer9.wordpress.com/2016/12/05/tauhid-al-uluhiyya

Teil 3: https://abduomer9.wordpress.com/2016/12/06/ihlaas

Teil 4: https://abduomer9.wordpress.com/2016/12/06/dua-bittgebete

Teil 5: https://abduomer9.wordpress.com/2016/12/06/ibada

Teil 6: https://abduomer9.wordpress.com/2016/12/07/taqwa-gottesfurcht

Teil 7: https://abduomer9.wordpress.com/2016/12/15/tawaqul-das-gottvertrauen

Teil 8: https://abduomer9.wordpress.com/2016/12/19/tauhid-al-asma-wa-s-sifat

 

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7 Gedanken zu “Vortragsreihe Tauhid Teil 9: Schirk = Vielgötterei

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